Während 1.000 Euro Miete in München nicht einmal mehr für 50 Quadratmeter reichen, bekommen Mieter in einigen deutschen Großstädten dafür riesige Wohnungen.
In Chemnitz gibt es unter allen deutschen Großstädten für 1.000 Euro Miete die meiste Wohnfläche. Foto: Johnny / stock.adobe.com
Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Chemnitz mit 173,9 Quadratmetern
Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: München mit 48,2 Quadratmetern
Zwischen Chemnitz und München liegen bei 1.000 Euro Miete also 125,7 Quadratmeter.
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Mai 2026)
Wer in Deutschland 1.000 Euro für die Kaltmiete zahlt, bekommt je nach Stadt völlig unterschiedlich viel Wohnraum. Während das Budget in einigen Großstädten noch für riesige Wohnungen reicht, bekommen Mieter in den teuersten Metropolen dafür oft nicht einmal mehr 60 Quadratmeter.
Besonders groß fällt der Unterschied zwischen Chemnitz und München aus. Während Mieter in der sächsischen Großstadt für 1.000 Euro im Schnitt 173,9 Quadratmeter bekommen, reicht dieselbe Summe in München nur noch für 48,2 Quadratmeter. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt.
Damit erhalten Mieter in Chemnitz mehr als dreimal so viel Wohnfläche wie in der bayerischen Landeshauptstadt.
Chemnitz liegt bundesweit an der Spitze
Keine andere deutsche Großstadt bietet derzeit mehr Wohnfläche für 1.000 Euro Miete als Chemnitz. Mit durchschnittlich 173,9 Quadratmetern liegt die Stadt bundesweit klar vorne.
Auch andere Städte schneiden deutlich besser ab als die großen Metropolen. Vor allem im Ruhrgebiet bekommen Mieter noch vergleichsweise viel Platz für ihr Geld.
Hinter Chemnitz folgen Recklinghausen mit 147,5 Quadratmetern und Gelsenkirchen mit 146,6 Quadratmetern. Auch Bremerhaven und Herne schaffen noch deutlich mehr als 130 Quadratmeter für 1.000 Euro Miete.
Hier gibt es für 1.000 Euro Miete besonders viel Wohnfläche:
| Großstädte mit der meisten Wohnfläche | Wohnfläche 2026 |
|---|---|
| Chemnitz | 173,9 qm |
| Recklinghausen | 147,5 qm |
| Gelsenkirchen | 146,6 qm |
| Bremerhaven | 137,6 qm |
| Herne | 137,0 qm |
| Bottrop | 136,8 qm |
| Duisburg | 135,1 qm |
| Hamm | 131,9 qm |
| Remscheid | 131,1 qm |
| Salzgitter | 130,5 qm |
Extreme Unterschiede auf dem deutschen Mietmarkt
Die Zahlen zeigen, wie stark die Unterschiede auf dem deutschen Wohnungsmarkt inzwischen ausfallen. Während Mieter in einigen Städten für 1.000 Euro noch große Familienwohnungen bekommen, reicht dieselbe Summe in den teuersten Metropolen oft nur noch für kleinere Wohnungen.
Vor allem Städte im Ruhrgebiet und in Ostdeutschland bieten weiterhin vergleichsweise viel Wohnfläche. Dagegen gehören die Wohnungsmärkte in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu den teuersten Wohnungsmärkten Deutschlands.
Hier gibt es für 1.000 Euro Miete besonders wenig Wohnfläche:
| Großstädte mit der geringsten Wohnfläche | Wohnfläche 2026 |
|---|---|
| München | 48,2 qm |
| Stuttgart | 53,6 qm |
| Frankfurt am Main | 54,3 qm |
| Freiburg im Breisgau | 67,8 qm |
| Heidelberg | 69,4 qm |
| Mainz | 70,1 qm |
| Berlin | 71,4 qm |
| Hamburg | 72,6 qm |
| Köln | 73,2 qm |
| Düsseldorf | 74,1 qm |
Große Wohnungen gibt es vor allem abseits beliebter Metropolen
Die größten Wohnungen finden Mieter derzeit vor allem in Regionen mit vergleichsweise niedrigen Immobilienpreisen und geringerem Nachfragedruck.
In den beliebten Metropolen dagegen schrumpft die Wohnfläche für dasselbe Budget seit Jahren deutlich. Wer viel Platz sucht, muss deshalb entweder deutlich mehr bezahlen – oder in günstigere Städte ausweichen.
Geschrieben am 31.05.2026
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