Die Mieten steigen längst nicht mehr nur in den Großstädten rasant. Eine aktuelle Auswertung von immowelt zeigt: Auch in deutschen Mittelstädten mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern ziehen die Preise deutlich an. Besonders auffällig ist dabei ein Bundesland, das gleich mehrfach unter den teuersten Mittelstädten auftaucht.
Konstanz am Bodensee hat rund 85.000 Einwohner. Foto: iStock.com / Michael Lutz
Ein Blick auf die teuersten Mittelstädte zeigt ein klares Bild: Baden Württemberg ist besonders häufig vertreten. Städte wie Konstanz (12,88 Euro), Sindelfingen (12,52 Euro), Ludwigsburg (12,45 Euro), Lörrach (12,09 Euro), Waiblingen (12,03 Euro) und Friedrichshafen (11,40 Euro) liegen allesamt im oberen Preisbereich der in der immowelt Analyse 120 untersuchten deutschen Mittelstädte.
Gerade Konstanz (+14,2 Prozent) und Friedrichshafen (+14,0 Prozent) zeigen zudem kräftige Mietanstiege seit 2022. Die Kombination aus hoher Nachfrage, wirtschaftsstarken Regionen und begrenztem Wohnraum treibt die Preise weiter nach oben.
Bad Homburg an der Spitze – Nähe zu Frankfurt als Preistreiber
Die teuerste Mittelstadt im Vergleich ist aber Bad Homburg vor der Höhe mit 13,09 Euro pro Quadratmeter (+11,1 Prozent). Die Nähe zu Frankfurt spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Zum Vergleich: In Frankfurt liegt die Angebotsmiete aktuell bei 16,32 Euro pro Quadratmeter. Damit ist die Großstadt rund 3 Euro pro Quadratmeter teurer. Für eine typische 75-Quadratmeter-Wohnung entspricht das einem Unterschied von mehr als 200 Euro im Monat.
Ähnlich zeigt sich das Bild auch in Rüsselsheim am Main (11,34 Euro), das ebenfalls vom Frankfurter Markt beeinflusst wird, aber spürbar günstiger bleibt.
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Stuttgart und Bodensee: Hohe Preise auch im Umland
Auch rund um Stuttgart wird deutlich, wie teuer Mittelstädte inzwischen geworden sind. In der Landeshauptstadt selbst werden im Schnitt 15,02 Euro pro Quadratmeter verlangt.
Dem gegenüber stehen Städte wie Ludwigsburg (12,45 Euro), Sindelfingen (12,52 Euro) oder Waiblingen (12,03 Euro). Der Unterschied beträgt hier nur noch rund 2,5 bis 3 Euro pro Quadratmeter. Für Mieter bedeutet das zwar weiterhin eine Ersparnis, diese fällt jedoch deutlich geringer aus als noch vor einigen Jahren.
Ähnlich angespannt ist die Lage am Bodensee: Konstanz zählt zu den teuersten Mittelstädten Deutschlands und liegt nur noch wenige Euro unter dem Niveau großer Metropolen.
Berlin und Hamburg: Umland bleibt günstiger – aber nicht mehr deutlich
Auch im Umfeld anderer Großstädte zeigt sich der gleiche Trend. In Berlin liegt die Angebotsmiete inzwischen bei 14,21 Euro pro Quadratmeter.
Im nahegelegenen Oranienburg zahlen Mieter mit 11,68 Euro zwar deutlich weniger, doch die Differenz schrumpft. Während die Hauptstadt in den vergangenen Jahren um 22,3 Prozent teurer wurde, ziehen auch die Mittelstädte im Umland nach.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Norden: Hamburg kommt auf 13,26 Euro pro Quadratmeter. In Norderstedt liegen die Mieten inzwischen bei 11,50 Euro – ein Unterschied von weniger als 2 Euro.
Es gibt sie aber noch, Mittelstädte mit echtem Sparpotenzial im Umland von teuren Großstadt-Mieten:
Geschrieben am 25.04.2026
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