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1.000 Euro Miete in Baden-Württemberg – für so viel Wohnung reicht das noch in der Großstadt

Autorenbild: Andreas Steger
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1.000 Euro Miete – und trotzdem oft keine 90 Quadratmeter mehr: In Baden-Württemberg bekommen Mieter 2026 deutlich weniger Wohnfläche als noch vor vier Jahren. Nur noch zwei Großstädte liegen überhaupt über der 90-Quadratmeter-Marke.

Baden-Württembergs Großstädte im Miet-Check

  • Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Stuttgart mit 53,6 Quadratmetern
  • Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Pforzheim mit 95,4 Quadratmetern
  • Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2022: Karlsruhe mit -14,2 Prozent

Quelle: immowelt Price Map (Stand: Mai 2026)

Wer in Baden-Württemberg 1.000 Euro für die Kaltmiete zahlt, bekommt dafür immer weniger Wohnraum. Besonders auffällig: 2026 schaffen nur noch zwei Großstädte überhaupt die Marke von 90 Quadratmetern.

Das zeigt eine aktuelle Auswertung von immowelt zur durchschnittlichen Wohnfläche, die Mieter für 1.000 Euro bekommen. Der Trend betrifft längst nicht mehr nur Stuttgart. Auch Städte, die lange als vergleichsweise erschwinglich galten, verlieren spürbar an Wohnfläche.

Vor allem außerhalb der Landeshauptstadt wird die Entwicklung deutlich: Noch vor wenigen Jahren waren in vielen Städten Wohnungen mit rund 100 Quadratmetern für 1.000 Euro realistisch. Heute liegen fast alle baden-württembergischen Großstädte unter der 90-Quadratmeter-Marke.

Stuttgart bleibt mit Abstand am teuersten

Am wenigsten Wohnfläche bekommen Mieter weiterhin in Stuttgart. Dort reichen 1.000 Euro Miete 2026 im Schnitt nur noch für 53,6 Quadratmeter. Damit bleibt die Landeshauptstadt der teuerste Wohnungsmarkt Baden-Württembergs.

Vor allem in beliebten Stadtteilen müssen Wohnungssuchende inzwischen deutlich höhere Mieten einplanen. Für viele Haushalte bedeutet das: weniger Platz trotz steigender Wohnkosten.

Auch Freiburg und Heidelberg zählen weiterhin zu den teuersten Städten im Bundesland. In beiden Städten bekommen Mieter für 1.000 Euro inzwischen deutlich weniger als 70 Quadratmeter.

Nur noch Pforzheim und Reutlingen über 90 Quadratmeter

Über der Marke von 90 Quadratmetern liegen 2026 nur noch zwei Städte: Pforzheim und Reutlingen.

In Pforzheim bekommen Mieter für 1.000 Euro im Schnitt noch 95,4 Quadratmeter – mehr als in jeder anderen Großstadt Baden-Württembergs. Gleichzeitig schrumpfte die Wohnfläche dort seit 2022 deutlich.

Auch Reutlingen liegt mit 91,2 Quadratmetern noch knapp über der 90-Quadratmeter-Grenze. Dort fiel der Rückgang im Landesvergleich vergleichsweise moderat aus.

In Karlsruhe zeigt sich dagegen die stärkste Veränderung. Dort sank die Wohnfläche seit 2022 um 14,2 Prozent – stärker als in jeder anderen Großstadt Baden-Württembergs.

So viel Wohnfläche gibt es in Baden-Württemberg 2026 noch für 1.000 Euro Miete:

Stadt Wohnfläche 2026 Veränderung zu 2022
Stuttgart 53,6 qm -12,4 %
Freiburg im Breisgau 67,8 qm -11,1 %
Heidelberg 69,4 qm -10,3 %
Karlsruhe 78,2 qm -14,2 %
Mannheim 84,6 qm -9,8 %
Ulm 86,3 qm -8,7 %
Heilbronn 88,1 qm -9,4 %
Reutlingen 91,2 qm -7,9 %
Pforzheim 95,4 qm -13,1 %

 

Karlsruhe mit stärkstem Rückgang

Besonders stark fiel der Rückgang in Karlsruhe aus. Dort bekommen Mieter für 1.000 Euro heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor vier Jahren. Der Verlust liegt bei 14,2 Prozent.

Aber auch in Mannheim, Heilbronn oder Ulm zeigt sich derselbe Trend: Die Mieten steigen schneller als die verfügbare Wohnfläche für dasselbe Budget.

Wohnraum wird auch im Südwesten knapper

Die Zahlen zeigen, dass steigende Mieten längst nicht mehr nur die größten Metropolen betreffen. Selbst Städte, die lange als vergleichsweise bezahlbar galten, verlieren zunehmend an Wohnfläche.

Vor allem Familien und Menschen mit größerem Platzbedarf dürften die Entwicklung deutlich spüren. Denn innerhalb weniger Jahre verschwindet für dieselbe Miete teilweise fast ein ganzes Zimmer.

Und selbst 90 Quadratmeter gelten inzwischen in vielen Städten Baden-Württembergs als kaum noch erreichbar – trotz einer Monatsmiete von 1.000 Euro.

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