1.000 Euro Miete – und trotzdem keine 90 Quadratmeter mehr: In Bayerns Großstädten bekommen Mieter 2026 deutlich weniger Wohnfläche als noch vor 4 Jahren.
Schön, aber teuer – wohnen in München. Foto: Tiberius Gracchus / stock.adobe.com
Bayerns Großstädte im Miet-Check
- Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: München mit 48,2 Quadratmetern
- Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Fürth mit 89,8 Quadratmetern
- Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2022: Augsburg mit -13,9 Prozent
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Mai 2026)
Wer in Bayern 1.000 Euro für die Kaltmiete zahlt, bekommt dafür immer weniger Wohnraum. Besonders bemerkenswert: 2026 erreicht keine einzige bayerische Großstadt mehr die Marke von 90 Quadratmetern.
Das zeigt eine aktuelle Auswertung von immowelt zur durchschnittlichen Wohnfläche, die Mieter für 1.000 Euro bekommen. Der Trend betrifft längst nicht mehr nur München. Auch Städte, die lange als vergleichsweise erschwinglich galten, verlieren spürbar an Wohnfläche.
Vor allem außerhalb der Landeshauptstadt wird die Entwicklung deutlich: Noch vor wenigen Jahren waren in vielen bayerischen Großstädten Wohnungen mit rund 100 Quadratmetern für 1.000 Euro realistisch. Damit ist inzwischen Schluss.
München bleibt mit Abstand am teuersten
Am wenigsten Wohnfläche gibt es weiterhin in München. Dort reichen 1.000 Euro Miete aktuell im Schnitt nur noch für 48,2 Quadratmeter. 2022 waren es noch 54,7 Quadratmeter.
Damit verlieren Mieter innerhalb von vier Jahren durchschnittlich 6,5 Quadratmeter Wohnfläche – ein Rückgang von 11,9 Prozent.
Die Landeshauptstadt bleibt damit der teuerste Wohnungsmarkt Bayerns. Für viele Haushalte bedeutet das: Mehr Geld für weniger Platz. Wer in München eine größere Wohnung sucht, muss inzwischen deutlich höhere Mieten einplanen oder auf kleinere Wohnungen ausweichen.
Auch Nürnberg und Augsburg verlieren deutlich
Besonders stark schrumpfte die Wohnfläche in Augsburg. Dort bekommen Mieter 2026 für 1.000 Euro nur noch 82,6 Quadratmeter. 2022 waren es noch 95,9 Quadratmeter. Das entspricht einem Minus von 13,9 Prozent.
Auch in Nürnberg zeigt sich der Trend deutlich. Dort sank die Wohnfläche von 96,1 auf 83,8 Quadratmeter. Der Rückgang liegt bei 12,8 Prozent.
In Fürth fällt die durchschnittliche Wohnfläche von 101,2 auf 89,8 Quadratmeter. Damit unterschreitet auch die fränkische Großstadt erstmals die Marke von 90 Quadratmetern.
Ähnlich sieht es in Würzburg, Erlangen und Ingolstadt aus. Auch dort bekommen Mieter für dieselbe Summe heute deutlich weniger Platz als noch vor wenigen Jahren. Die Zahlen zeigen, dass steigende Mieten inzwischen nahezu alle großen Städte in Bayern erfassen.
So viel Wohnfläche gibt es in Bayern 2026 noch für 1.000 Euro Miete:
| Stadt | Wohnfläche 2026 | Veränderung zu 2022 |
|---|---|---|
| München | 48,2 qm | -11,9 % |
| Augsburg | 82,6 qm | -13,9 % |
| Erlangen | 83,6 qm | -9,7 % |
| Nürnberg | 83,8 qm | -12,8 % |
| Ingolstadt | 85,6 qm | -10,6 % |
| Regensburg | 86,2 qm | -7,2 % |
| Würzburg | 88,2 qm | -10,5 % |
| Fürth | 89,8 qm | -11,3 % |
Regensburg vergleichsweise stabil
Im Bayern-Vergleich fällt Regensburg auf: Dort sank die Wohnfläche seit 2022 vergleichsweise moderat um 7,2 Prozent. Für 1.000 Euro bekommen Mieter dort 2026 im Schnitt noch 86,2 Quadratmeter.
Damit verzeichnet Regensburg den geringsten Rückgang unter den bayerischen Großstädten in der Auswertung. Trotzdem zeigt auch die Oberpfalz-Stadt denselben Trend wie der Rest Bayerns: Die verfügbare Wohnfläche schrumpft weiter.
Wohnraum wird in ganz Bayern knapper
Die Zahlen machen deutlich, dass die Mietpreisentwicklung längst nicht mehr nur München betrifft. Auch in vielen anderen bayerischen Großstädten müssen Mieter für dieselbe Summe immer größere Abstriche machen.
Vor allem Familien oder Menschen mit größerem Platzbedarf dürften die Entwicklung deutlich spüren. Denn innerhalb weniger Jahre verschwindet für dieselbe Miete teilweise fast ein ganzes Zimmer.
Und selbst 90 Quadratmeter gelten inzwischen in vielen Städten nicht mehr als erreichbar – trotz einer Monatsmiete von 1.000 Euro.
Geschrieben am 29.05.2026
von
86% der Leser fanden diesen Artikel hilfreich
Seite weiterleiten
Artikel drucken