Eine Untermiete in Berlin funktioniert nur mit schriftlicher Erlaubnis deines Vermieters und einem eigenen Untermietvertrag – ohne diese Zustimmung riskierst du als Hauptmieter die fristlose Kündigung. Zwischenmiete ist eine zeitlich befristete Form der Untermiete, meist möbliert, zum Beispiel während eines Auslandssemesters oder einer beruflichen Auszeit. Die Kaltmiete pro Quadratmeter liegt laut immowelt Angebotsdaten zwischen 13,63 €/m² in Wedding und 16,20 €/m² in Mitte (Stand August 2026) – bei einer möblierten Zwischenmiete kommen Nebenkosten und ein Aufschlag für die Möblierung noch oben drauf. Als Untermieter:in solltest du außerdem wissen: Du hast in der Regel keinen direkten Kündigungsschutz gegenüber dem Vermieter, nur gegenüber deinem Hauptmieter oder deiner Hauptmieterin.
Wie finde ich eine Wohnung zur Untermiete in Berlin?
In Berlin lohnt es sich, mehrere Kanäle parallel zu nutzen, denn die besten Untermiet-Angebote sind oft schnell weg und werden nicht nur über die großen Portale vermittelt.
- Suchfilter „Wohnen auf Zeit": Auf Immobilienportalen wie immowelt gezielt auf befristete Angebote und Untermiete in Berlin filtern
- Spezialisierte Wohnungsportale: für WG-Zimmer und Zwischenmiete, teils auch für möblierte Angebote ohne Kaution oder Schufa-Auskunft
- Soziale Netzwerke: schnell und unkompliziert, aber mit Vorsicht vor Vorkasse-Betrug
- Uni-Schwarzbretter und Studierendenwerk Berlin: digital und analog, besonders ergiebig für Studierende
- Firmen- und Kollegennetzwerke: Corporate-Housing-Listen oder interne Kanäle bei größeren Arbeitgebern
- Freundes- und Bekanntenkreis: Mundpropaganda schlägt in Berlin oft alle Portale
- Timing rund um den Semesterwechsel: im März/April und September/Oktober wird das Angebot deutlich größer, weil viele Studierende ins Ausland gehen oder umziehen
So funktioniert Untermiete in Berlin
Untermiete ist rechtlich klarer geregelt, als viele denken. Diese drei Punkte solltest du zuerst klären:
- Erlaubnis beim Vermieter einholen: Als Hauptmieter brauchst du für jede Untervermietung die Zustimmung deines Vermieters (§ 540 BGB). Bei einem berechtigten Interesse – etwa einem längeren Auslandsaufenthalt oder einer veränderten Lebenssituation – muss der Vermieter die Erlaubnis in der Regel erteilen, kann aber im Gegenzug einen Untermietzuschlag verlangen, wenn ihm die Untervermietung sonst wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Ohne diese Erlaubnis drohen Abmahnung und im Wiederholungsfall die fristlose Kündigung.
- Teiluntermiete oder komplette Untermiete unterscheiden: Bei der Teiluntermiete vermietest du nur ein Zimmer und wohnst selbst weiter in der Wohnung, etwa wenn du vorübergehend Platz für eine Person aus dem Ausland oder einer WG-Situation schaffen willst. Bei der kompletten Untermiete ziehst du selbst für die Dauer aus, zum Beispiel bei einer Zwischenmiete während eines Auslandssemesters.
- Schriftlichen Untermietvertrag aufsetzen: Auch zwischen Haupt- und Untermieter gehört ein eigener, schriftlicher Untermietvertrag mit klaren Regelungen zu Mietdauer, Miethöhe, Kaution und Kündigungsfristen dazu. Das schützt beide Seiten, falls es später Streit gibt.
Zwischenmiete: die zeitlich befristete Variante
Möbliert und auf Zeit: In Berlin lohnt sich für die Untermiet-Suche der Blick über mehrere Kanäle. Foto: KI-generiert / Gemini
Zwischenmiete bezeichnet meist eine möblierte Untermiete auf Zeit, oft für wenige Monate bis zu einem Jahr. Typische Situationen sind ein Auslandssemester, eine berufliche Entsendung, Elternzeit oder eine Renovierung in der eigenen Wohnung. Für Studierende, die selbst ein Auslandssemester planen, haben wir das auch im Guide für Studierende als Option zur eigenen Wohnung aufgegriffen.
Preislich liegt Zwischenmiete meist über der klassischen Kaltmiete pro Quadratmeter, weil Möblierung, Nebenkosten und die zeitliche Flexibilität mit eingepreist sind. Der Berliner Durchschnitt für unmöblierte Wohnungen liegt laut immowelt Angebotsdaten bei rund 14,26 €/m² Kaltmiete – bei einer möblierten Zwischenmiete kannst du realistisch mit einem Aufschlag von grob 10 bis 20 Prozent darauf rechnen, auch wenn es dafür keine gesonderte offizielle Preisstatistik gibt und die Höhe bislang im Einzelfall anhand von Anschaffungspreis, Alter und Zustand der Möbel beurteilt wird. Das könnte sich mit der geplanten Mietrechtsreform 2026 ändern, die erstmals eine gesetzliche Berechnung vorsieht.
Mietpreise im Vergleich: Beliebte Lagen für Untermiete und Zwischenmiete
Laut immowelt Preisindex von August 2026 unterscheiden sich die Kaltmieten zwischen den bei Untermiete und Zwischenmiete gefragten, zentralen Lagen deutlich.
Wedding (13,63 €/m², 489 Euro warm für 30 m²) ist die günstigste Option in der Auswahl. Neukölln (14,42 €/m², 513 Euro), Moabit (14,76 €/m², 523 Euro) und Schöneberg (14,81 €/m², 524 Euro) liegen im Mittelfeld. Prenzlauer Berg (15,04 €/m², 531 Euro), Kreuzberg (15,09 €/m², 533 Euro) und Charlottenburg (15,11 €/m², 533 Euro) sind beliebte, aber teurere Lagen. Am teuersten sind Friedrichshain (16,02 €/m², 561 Euro) und Mitte (16,20 €/m², 566 Euro).
Angebotsmiete kalt pro m² · Berlin gesamt: 14,26 €/m² (Stand 08/2026)
Alle Werte als Tabelle anzeigen
| Ortsteil | €/m² kalt | Warmmiete 30 m²* |
|---|
Auswahlkriterien: zentrale Lage, hoher Anteil möblierter/kurzfristiger Angebote, gute ÖPNV-Anbindung — nicht allein der Preis. Kaltmiete-Quelle: immowelt Angebotsdaten, Stand 08/2026, Ortsteil-Ebene. *Warmmiete für 30 m² ist eine Modellrechnung (Kaltmiete + Nebenkosten-Pauschale 2,67 €/m², Quelle: Deutscher Mieterbund), keine offizielle Zwischenmiete-Statistik. Hervorgehoben: günstigste Lage in der aktuellen Ansicht.
Worauf du bei der Untermiete achten solltest
Untervermietung ohne Erlaubnis
Vermietest du ohne Zustimmung unter, gilt das als Vertragsverletzung. Selbst wenn eigentlich ein Anspruch auf Erlaubnis bestanden hätte, kann der Vermieter abmahnen oder kündigen, wenn du ihn nicht vorher gefragt hast. Hol die Erlaubnis deshalb immer schriftlich ein, bevor du untervermietest.
Kein Kündigungsschutz gegenüber dem Vermieter
Als Untermieter hast du einen Vertrag mit deiner Hauptmieterin oder deinem Hauptmieter, nicht mit dem Vermieter. Endet der Hauptmietvertrag, zum Beispiel durch Eigenbedarfskündigung, endet in der Regel auch dein Untermietverhältnis, ohne dass du dich direkt gegenüber dem Vermieter darauf berufen kannst.
Verkürzte Kündigungsfrist bei Teiluntermiete
Vermietest du als Hauptmieter nur ein einzelnes möbliertes Zimmer innerhalb deiner eigenen Wohnung unter, gilt für die Kündigung des Untermietverhältnisses ein erleichtertes Kündigungsrecht mit kürzeren Fristen (§ 573a BGB). Das gilt in diesem Umfang nicht, wenn du die komplette Wohnung untervermietest.
Haftung für Schäden der Untermieter
Als Hauptmieter bleibst du gegenüber deinem Vermieter für die Wohnung verantwortlich, auch wenn eine Untermieterin oder ein Untermieter dort wohnt. Schäden, die während der Untermiete entstehen, kannst du zivilrechtlich zwar gegenüber der Untermieter geltend machen, haftest aber zunächst selbst gegenüber deinem Vermieter.
Häufige Fragen zu Untermiete und Zwischenmiete in Berlin
Wie finde ich eine Wohnung zur Untermiete in Berlin?
Am besten kombinierst du mehrere Kanäle: den immowelt Filter „Wohnen auf Zeit", spezialisierte Wohnungsportale für WG- und Zwischenmiete, sowie Uni-Schwarzbretter, Firmennetzwerke und den eigenen Bekanntenkreis. Besonders viele Angebote gibt es rund um den Semesterwechsel im März/April und September/Oktober, wenn viele Studierende und Berufspendler kurzfristig umziehen.
Wie finde ich eine möblierte Wohnung auf Zeit in Berlin?
Am schnellsten über den immowelt Filter „möbliert" sowie spezialisierte Plattformen für möblierte Zwischenmiete. Zusätzlich lohnt sich die Suche in Corporate-Housing-Netzwerken, wenn du beruflich befristet in Berlin bist.
Brauche ich eine Erlaubnis für eine Untermiete?
Ja, für jede Form der Untervermietung brauchst du die schriftliche Zustimmung deines Vermieters. Bei einem berechtigten Interesse hast du in der Regel Anspruch darauf, der Vermieter kann aber einen angemessenen Untermietzuschlag verlangen.
Was ist der Unterschied zwischen Untermiete und Zwischenmiete?
Untermiete ist der rechtliche Oberbegriff für jede Weitervermietung durch eine Hauptmieterin oder einen Hauptmieter. Zwischenmiete ist eine zeitlich befristete Form davon, meist möbliert und für einen klar begrenzten Zeitraum, etwa während eines Auslandssemesters oder einer beruflichen Auszeit.
Was kostet eine möblierte Zwischenmiete in Berlin?
Eine offizielle Preisstatistik speziell für Zwischenmiete gibt es nicht. Als Orientierung: Bei einer unmöblierten Wohnung liegt die Kaltmiete laut immowelt Angebotsdaten im Berliner Durchschnitt bei rund 14,26 €/m². Für eine möblierte Zwischenmiete kannst du realistisch einen Aufschlag von grob 10 bis 20 Prozent einplanen.
Habe ich als Untermieter Kündigungsschutz?
Nur gegenüber deiner Hauptmieterin oder deinem Hauptmieter, nicht gegenüber dem eigentlichen Vermieter. Endet der Hauptmietvertrag, endet in der Regel auch dein Untermietverhältnis.
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