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Mietvertrag – Rechtssichere und kostenlose PDF-Vorlage

Autorenbild: Andreas Steger
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Der Mietvertrag regelt Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern während des Mietverhältnisses. Gerade im Streitfall kann es entscheidend sein, was in ihm geschrieben steht. In diesem Artikel gehen wir genauer auf dieses Thema ein. Wir erklären dir unter anderem, was in einem Mietvertrag stehen muss und wie du einen solchen Vertrag selbst aufsetzen kannst. Zusätzlich stellen wir dir eine Vorlage für einen einfachen Mietvertrag (PDF) kostenlos zum Download bereit.

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Inhalt: Was muss im Mietvertrag stehen?

Ein Mietvertrag regelt, zu welchen Konditionen der Mieter die Wohnung des Vermieters nutzen darf. Er ist sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form gültig. Idealerweise bestehst du jedoch immer auf die Schriftform. So kannst du im Streitfall die vereinbarten Vertragsinhalte besser nachweisen.

Neben den Namen und Anschriften aller Parteien muss die Lage der Wohnung genau bezeichnet sein. Wichtige Bestandteile sind:

  • Mietbeginn: Das exakte Datum, ab dem das Mietverhältnis startet.
  • Mietzins: Die Höhe der Kaltmiete.
  • Nebenkosten: Eine präzise Auflistung der umlagefähigen Kosten (z. B. Heizung, Wasser, Müllabfuhr). Werden die Nebenkosten nicht explizit im Vertrag erwähnt, sind sie oft bereits in der Miete enthalten (Inklusivmiete), was für die Vermieterin/den Vermieter von Nachteil sein kann.
  • Räumlichkeiten: Welche Keller, Gärten oder Stellplätze dürfen mitgenutzt werden?
     

Übersicht der wichtigsten Bestandteile

Mietvertragsart Geeignet für Vorteile Risiken
Unbefristeter Vertrag Wohnung, Haus Flexible Kündigung, gesetzlicher Standard Weniger Planungssicherheit bei Eigenbedarf
Befristeter Vertrag Wohnung, Haus Klare Laufzeit, keine Kündigung nötig Kündigung vor Ablauf nur in Ausnahmen möglich
Indexmietvertrag Wohnung, Haus Mieterhöhung nur nach Preisindex (Inflation) Miete steigt automatisch, wenn die Lebenshaltungskosten steigen
Staffelmietvertrag Wohnung, Haus Planungssicherheit: Mieterhöhungen stehen fest Erhöhungen erfolgen auch, wenn die Marktmieten stagnieren
Untermietvertrag WG, Zwischenmiete Flexibel, ideal für Teilvermietung Zustimmung des Hauptvermieters zwingend nötig
WG-Vertrag WG-Zimmer Individuelle Regelungen für Mitbewohner Komplexe Haftungsfragen zwischen den Bewohnern


Diese Angaben dürfen in einem Mietvertrag nicht fehlen und werden eigentlich auch in jeder Vorlage eines Mietvertrags abgefragt. Daneben können Vermieter und Mieter den Mietvertrag noch individueller ausgestalten und beispielsweise weitere Punkte aufnehmen:

Bei fehlenden vertraglichen Regelungen greift das BGB

Sofern im Mietvertrag bestimmte Regelungen fehlen oder Klauseln gegen das geltende Recht verstoßen, gilt der Vertrag als unwirksam. In diesem Fall greifen automatisch die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegten Regelungen (§§ 535 bis 580a).

Unterschiedliche Arten des Mietvertrags: Welcher ist für mich der beste?

Am häufigsten schließt du als Mieter oder Vermieter sogenannte Standard-Mietverträge. Daneben gibt es noch weitere Arten von Mietverträgen:

  • Standard-Mietvertag: In der Regel ein unbefristeter Mietvertrag. Als Mieter kannst du immer mit einer Frist von 3 Monaten ohne Angabe von Gründen kündigen (§ 573c BGB). Als Vermieter kannst du hingegen nur bei berechtigtem Interesse eine Kündigung wegen Eigenbedarf aussprechen.
  • Unbefristeter Mietvertrag mit beidseitigem Kündigungsverzicht: Sowohl Mieter als auch Vermieter verzichten für einen bestimmten Zeitraum auf ihr Recht zu kündigen. Die Frist für den Kündigungsverzicht darf höchsten 4 Jahre betragen und beginnt mit dem Vertragsbeginn. Legst du oder die andere Partei eine längere Frist im Vertrag fest, gilt die entsprechende Mietvertragsklausel als unwirksam.
  • Befristeter MietvertragBefristete Mietverträge sind auch als Zeitmietverträge bekannt. Sie waren bis zur Mietrechtsreform 2001 noch problemlos möglich. Seither darfst du sie als Vermieter allerdings nur noch abschließen, wenn ein Befristungsgrund vorliegt.
  • IndexmietvertragMieterhöhungen orientieren sich am Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland.
  • Staffelmietvertrag: Als Vermieter legst du im Vertrag fest, wann und um welchen Betrag die Miete in Zukunft steigen wird.
  • UntermietvertragAls Mieter einer Wohnung vermietest du (mit Erlaubnis des Vermieters) einen Teil des Wohnraums an einen Untermieter.

Grundsätzlich können Mieter und Vermieter einzelne Klauseln oder gar den gesamten Vertrag individuell aushandeln. In den meisten Fällen kommen für einen Mietvertrag aber vorgefertigte Formularmietverträge (Vorlagen) zum Einsatz. Diese stellst du beispielsweise als Vermieter – als Mieter musst du dich hingegen nicht darum kümmern. Das heißt, sie werden nicht individuell zwischen den beiden Parteien ausgehandelt.

Aber: Als Vermieter giltst du in solchen Fällen vor der Rechtsprechung dann als die stärkere Partei, und die Verträge sind sehr mieterfreundlich.

Welcher Mietvertrag ist der beste für Mieter?

Als Mieter profitierst du hingegen in der Regel am meisten von einem Standard-Mietvertrag ohne Kündigungsfrist. Er bietet dir ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität. Denn er gibt dir die Freiheit, auf Änderungen im Leben reagieren zu können, ohne an rechtliche Restriktionen gebunden zu sein.

Im gleichen Zug bietet der Kündigungsschutz auch Sicherheit gegenüber dem Vermieter. Du weißt, dass dich der Vermieter nicht ohne triftigen Grund – wie Eigenbedarf – aus der Wohnung kündigen kann.

Welcher Mietvertrag ist der beste für Vermieter?

Für dich als Vermieter kann ein Staffelmietvertrag besonders attraktiv sein. Denn dieser sieht von Anfang an eine vertraglich vereinbarte und transparente Mieterhöhung vor. Damit hast du eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Zukunft und kannst somit Instandhaltungs- und Betriebskostensteigerungen besser einkalkulieren. Zudem wird das Prozedere von Mieterhöhungen, etwa auf Grundlage des Mietspiegels oder durch Modernisierungsinvestitionen, vermieden. Denn die stufenweise ansteigende Miete ist bereits im Vertrag geregelt.

Allerdings solltest du die Staffelungen angemessen setzen. Schließlich soll der Wohnraum auch weiterhin für Mieter attraktiv sein.

Tipp: In unserer kostenlosen Vorlage für einen Mietvertrag findest du unter § 4 Miete (Alternativ Variante 2) bereits vorgefertigte Vorgaben. Die dortigen Zeilen musst du nur noch mit der vorgesehenen Staffelmiete ausfüllen.

Ein Indexmietvertrag kann ebenfalls vorteilhaft sein. Insbesondere in Zeiten hoher Inflation, da die Miete automatisch an die Lebenshaltungskosten gekoppelt wird. Somit bleibt die Wertstabilität des Mietzinses gewahrt.

Kann ich einen Mietvertrag selber aufsetzen oder soll ich lieber eine Vorlage nutzen?

Du kannst durchaus einen Mietvertrag für Mieträume selbst erstellen. Wichtig ist nur, dass er alle relevanten Informationen enthält. Rechtliche Vorgaben gibt es hierfür nämlich nicht. Um einen einfachen Mietvertrag zu verfassen, solltest du allerdings auf bewährte Mietvertrag Muster oder eine kostenlose Mietvertrag Vorlage zurückzugreifen. Diese Vorlagen helfen dir, die wesentlichen Punkte im Mietvertrag zu erfassen.

Du möchtest den Mietvertrag nicht selbst erstellen, sondern lieber einen kostenlosen Vordruck herunterladen

Bei speziellen Wünschen oder Konditionen empfehlen wir dir außerdem, einen Fachmann zu kontaktieren. Er setzt einen rechtskonformen Vertrag auf und schützt dich so vor späteren unerwarteten Problemen.

Ist ein einfacher Mietvertrag per PDF-Vorlage gültig?

Ein Muster Mietvertrag als PDF herunterladen spart einiges an Zeit und Nerven. Doch ist dieser überhaupt rechtsgültig? Ja, denn der Gesetzgeber sieht bei einem solchen Vertrag keine besondere Form vor. Theoretisch ist sogar bei mündlicher Zustimmung ein Mietvertrag gültig. Die Schriftform ist dennoch zu bevorzugen, da du dann wirklich alle Daten zu dem Mietobjekt schwarz auf weiß hast.

Eine Sonderform stellen Zeitmietverträge dar. Solche Verträge musst du zwingend in Schriftform inkl. Unterschrift festhalten, da du hier verpflichtet bist, den Befristungsgrund anzugeben.

Also: Du kannst beruhigt eine einfache Mietvertrag Vorlage als PDF herunterladen und ausfüllen. Der Vertrag gilt als rechtsgültig! Außerdem darfst du ihn auch gemäß § 126a auf elektronischem Wege erstellen und versenden.

Welche Pflichten ergeben sich aus dem Mietvertrag?

Aus dem Mietvertrag entstehen sowohl für Mieter als auch Vermieter Pflichten, denen beide nachkommen müssen.

Pflichten des Vermieters

  • Der Vermieter verpflichtet sich durch den Mietvertrag, dem Mieter den Gebrauch der Wohnung während der gesamten Mietdauer zu gewähren.
  • Die Mietsache muss immer in einem dem Vertrag gemäßen Zustand sein.
  • Mängel, die während der Mietzeit entstehen, muss der Vermieter beseitigen.

Pflichten des Mieters

Der Mietvertrag vereinfacht das Mietverhältnis, indem er Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern regelt.

  • Der Mieter muss dem Vermieter die vereinbarte Höhe der Miete pünktlich zahlen.
  • Der Mieter muss sich an die Regeln aus der Hausordnung halten.
  • Der Mieter muss die Wohnung am Ende des Mietverhältnisses zurückgeben.
  • Mängel, die sich im Verlauf der Mietzeit auftun, muss der Mieter dem Vermieter sofort melden.
  • Schutzmaßnahmen, beispielsweise Abklemmen von Wasserrohren, die der Mieter aufgrund von Mängeln eingeleitet hat, muss der Mieter dem Vermieter ebenfalls sofort melden.

Sind mündliche Mietverträge wirksam?

Einen Mietvertrag musst du nicht zwingend schriftlich schließen, es gibt also auch die Möglichkeit, einen Mietvertrag lediglich mündlich abzuschließen. Dabei gibt es jedoch einige Besonderheiten:

  • Es gelten dann ausschließlich die gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.
  • Sonderregelungen lassen sich mündlich nicht rechtssicher vereinbaren.
  • Theoretisch ist es denkbar, in einem mündlichen Mietvertrag festzulegen, dass der Mieter bestimmte Schönheitsreparaturen übernimmt. Die Absprache ist im Streitfall aber schwer beweisbar. Deshalb solltest du (eigentlich) immer auf einem schriftlichen Mietvertrag bestehen und hierzu rechtssichere Vorlagen verwenden.
  • Selbst wenn ihr euch einig über die Absprache seid, lässt sich nicht prüfen, ob die Absprache als rechtsgültig gilt.

Im Ergebnis wird die Verpflichtung deshalb üblicherweise beim Vermieter hängen bleiben. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit den Betriebskosten. Hier regelt das BGB lediglich, dass die Vertragsparteien vereinbaren können, dass der Mieter diese trägt.

Was ist verbindlich: Mietvertrag oder Hausordnung?

Es gilt: Mietvertrag sticht Hausordnung. Wenn Vermieter möchten, dass bestimmte Punkte aus der Hausordnung für die Mieter verbindlich werden, muss die Hausordnung Teil des Mietvertrags sein.

Welche Fallen gibt es in Mietverträgen?

In Mietverträgen kommt es oft auf die Formulierung an. Für dich als Vermieter oder auch Mieter lohnt es sich, den Vertrag deswegen genau zu überprüfen. Steht dort beispielsweise, dass die Wohnungsgröße unverbindlich ist? Dann könnte die Wohnung theoretisch kleiner sein als angeben. Laut BGH-Rechtsprechung ist eine Abweichung von bis zu 10 Prozent zulässig. Erst darüber liegt ein Mangel vor. Während du als Mieter besonders mit bestimmten Begriffen vertraut sein solltest, solltest du als Vermieter hingegen darauf achten, keine veralteten Klauseln zu verwenden.

Was darf der Vermieter nicht verlangen?

Bei der Anmietung einer Wohnung gibt es bestimmte Anforderungen und Fragen, die du als Vermieter legal stellen darfst. Dazu gehört zum Beispiel die Prüfung der Bonität des zukünftigen Mieters. Ein Punkt, der auch interessant ist, falls du eine Wohnung anmieten möchtest.

Es gibt jedoch auch Grenzen dessen, was du als Vermieter verlangen darfst. Beispielsweise darfst du keine unverhältnismäßig hohen Kautionen einfordern. Gesetzlich ist die Kaution auf maximal 3 Nettokaltmieten begrenzt. Des Weiteren ist es dir nicht gestattet, eine Vorab-Gebühr für die Besichtigung der Wohnung oder für die Erstellung des Mietvertrags zu fordern.

Wie sieht es mit persönlichen Fragen, die in die Privatsphäre eingreifen, wie zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, der sexuellen Orientierung oder religiösen Überzeugungen aus? Diese darfst du als Vermieter nicht stellen, als zukünftiger Mieter hingegen brauchst du die Fragen nicht zu beantworten. Zudem kann der Mieter nicht dazu verpflichtet werden, bestimmte Zahlungsformen, wie beispielsweise die Einrichtung eines Dauerauftrags, zu akzeptieren, solange die Miete pünktlich bezahlt wird.

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Was macht einen Mietvertrag ungültig?

Ein Mietvertrag ist ungültig, wenn er gegen gesetzliche Vorgaben verstößt oder wesentliche Pflichtangaben fehlen. Typische Beispiele für unwirksame Klauseln sind zu starre Regelungen zu Schönheitsreparaturen, überlange Mindestmietzeiten (z. B. über 4 Jahre ohne triftigen Grund) oder ein generelles Verbot von Haustieren. Nach aktueller BGH-Rechtsprechung führen solche Klauseln dazu, dass sie im Zweifel nichtig sind. Auch Formfehler, etwa fehlende Unterschriften, können die Rechtsgültigkeit gefährden.

Rechtliche Änderungen und Neuerungen für Mietverträge seit 2025

Seit 2025 gibt es im Mietrecht zahlreiche Änderungen, die sowohl Mieter als auch Vermieter betreffen. Besonders relevant sind neue Transparenzpflichten: Vermieter müssen künftig alle wesentlichen Vertragsinhalte – etwa zur Miete, Nebenkosten und Befristung – klar und nachvollziehbar im Mietvertrag aufführen. Zudem gelten strengere Vorschriften zum Datenschutz: Personenbezogene Daten der Mieter dürfen nur noch im Rahmen des Mietverhältnisses verarbeitet werden.

Form und Inhalt des Mietvertrags müssen den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Dazu gehört, dass alle wichtigen Angaben wie Name und Anschrift der Vertragsparteien, genaue Bezeichnung des Mietobjekts, Höhe der Miete, Nebenkosten, Beginn und ggf. Dauer des Mietverhältnisses sowie die Kündigungsfristen enthalten sein müssen. Handschriftliche Ergänzungen sind weiterhin erlaubt, sollten aber eindeutig und für beide Seiten nachvollziehbar sein.

Praxistipps:

  • Nutze stets eine aktuelle Mietvertrag-Vorlage oder ein geprüftes Mietvertrag-Muster, um rechtlich auf dem Stand des Mietrechts 2025 zu bleiben.
  • Achte auf regelmäßige Updates bei den Anbietern von Mietvertragsvorlagen und Vordrucken.
  • Prüfe vor dem Abschluss, ob alle neuen gesetzlichen Regelungen berücksichtigt sind – insbesondere bei einem Mietvertrag für ein Haus oder eine Wohnung.

Mietvertrag zum Ausdrucken: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Aktuelle Mietvertrag Vorlage als PDF oder Word herunterladen.  
  2. Alle Pflichtfelder (Name, Anschrift, Mietobjekt, Miete, Nebenkosten) vollständig und korrekt ausfüllen.  
  3. Individuelle Absprachen klar ergänzen.  
  4. Vertrag ausdrucken und von allen Vertragsparteien handschriftlich unterschreiben lassen.

 

Wichtig: Halten Sie Personalausweise, ggf. Einkommensnachweise und einen aktuellen Energieausweis bereit. So ist der Mietvertrag zum Ausdrucken rechtssicher und sofort einsatzbereit.

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FAQ – wichtige Antworten zum Thema Mietvertrag Vorlage

Wo gibt es kostenlose Mietverträge?

Kostenlose Mietvertrag Vorlagen findet man online bei seriösen Portalen wie immowelt, Haus & Grund oder mietrecht.org. Dort können Sie einen Mietvertrag kostenlos als PDF oder Word-Datei herunterladen. 

Jetzt Mietvertrag Vorlage herunterladen

Ist eine kostenlose Vorlage (PDF) für einen Mietvertrag rechtsgültig?

In Deutschland sieht der Gesetzgeber für einen Mietvertrag keine besondere Form vor, er ist deshalb sogar mündlich rechtsgültig. Dennoch solltest du auf eine Vorlage für einen Mietvertrag setzen und diesen somit schriftlich festhalten.

Mietvertrag als Mieter im Voraus unterschreiben und erst bei der Übergabe, die Unterschrift vom Vermieter bekommen?

Ein schriftlicher Mietvertrag gilt dann als abgeschlossen, wenn alle Vertragsparteien ihn unterschrieben haben. Zu welchem Zeitpunkt das geschieht, bleibt jedem selbst überlassen. Es sollte allerdings spätestens mit der Schlüssel- beziehungsweise Wohnungsübergabe geschehen.

Nachmieter im Mietrecht – Was müssen Vermieter, Mieter und Nachmieter wissen?

Möchte der Mieter vorzeitig aus dem Mietvertrag, kommt es in der Praxis häufig vor, dass er einen Nachmieter sucht. Dies sollte der Mieter allerdings vorab mit dem Vermieter absprechen. Denn ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht nicht. Falls er einwilligt, hat der Vermieter bis zu 30 Tage Zeit, einen potenziellen Nachmieter zu prüfen. Der Nachmieter muss dem Vermieter alle angeforderten Unterlagen, wie Bonitätsauskunft, Selbstauskunft und Gehaltsnachweise, überreichen.

Soll ich einen Mietvertrag selbst erstellen, eine Vorlage nutzen oder durch einen Fachmann aufsetzen lassen?

Es kommt darauf an. Erstellst du selbst einen Mietvertrag, gibt es einige Aspekte zu beachten. Deshalb setzen die meisten Vermieter bei einfachen Mietverträgen, beispielsweise für eine möblierte oder unmöblierte Wohnung, auf eine kostenlose Vorlage. Bei komplexeren Verträgen für Gewerberäume mit unterschiedlichen Klauseln solltest du hingegen einen Fachmann konsultieren.

Was darf in einem Mietvertrag nicht stehen?

Unzulässig sind beispielsweise Klauseln zu pauschalen Schönheitsreparaturen, generellen Tierhaltungsverboten oder einer zu langen Mindestmietzeit. Solche Klauseln können laut aktueller BGH-Rechtsprechung unwirksam sein.

Ist eine Mindestmietzeit im Mietvertrag zulässig?

Ja, eine Mindestmietzeit ist grundsätzlich zulässig, solange sie nicht unangemessen lang ist und die gesetzlichen Regelungen beachtet werden.

Wer bekommt den Original Mietvertrag und wer die Kopie?

Beide Vertragsparteien – Mieter und Vermieter – erhalten jeweils ein Original des unterschriebenen Mietvertrags.

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