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Sweet Spot zwischen Preis und Effizienz: Diese Immobilien sind der beste Deal

Autorenbild: Andreas Steger
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Die Energieeffizienz entscheidet längst nicht mehr nur über Heizkosten, sondern auch über den Kaufpreis. Wer heute eine Immobilie sucht, zahlt für gute Werte deutlich mehr – spart aber laufend Geld. Doch welche Energieklasse bietet wirklich den besten Deal?

Energieeffizienz treibt die Preise – und verändert den Markt

Die Energieeffizienz hat sich zu einem zentralen Werttreiber auf dem Immobilienmarkt entwickelt. Eine aktuelle Analyse von immowelt zeigt, wie stark sich der Energiestandard direkt auf die Angebotspreise auswirkt.

Wohnungen mit der besten Energieklasse A+ kosten im Schnitt rund 20 Prozent mehr als vergleichbare Objekte mit mittlerem Standard der Klasse D. Bei Häusern liegt der Aufschlag bei etwa 15 Prozent. Gleichzeitig werden ineffiziente Gebäude deutlich günstiger angeboten. Häuser der Klasse H liegen im Schnitt rund 17 Prozent unter dem Niveau von Klasse D.

Auffällig ist zudem die Entwicklung seit dem Zinsanstieg 2022: Energieeffiziente Immobilien haben sich schneller im Preis stabilisiert, während Objekte mit schlechter Energiebilanz stärker unter Druck geraten sind.

Preis und Energiekosten im direkten Vergleich

Wie stark sich Effizienz auf Preis und laufende Kosten auswirkt, zeigt die kombinierte Übersicht:

Energieklasse Preis Häuser*1 Preis Wohnungen*1 Eneegiekosten in €/qm*2 Energie-Differenz
A+ +15% +20% 3 € -88%
A +7% +15% 8 € -67%
B +4% +9% 13 € -46%
C +1% +1% 18 € -25%
D Referenzklasse Referenzklasse 24 € Referenzklasse
E -4% -1% 30 € +25%
F -7% -2% 37 € +54%
G -10% -6% 47 € +96%
H -17% -9% 60 €+ +150%+

*1 Datenbasis für die Untersuchung waren Wohnungen und Häuser (freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser), die im Jahr 2025 auf immowelt.de zum Kauf angeboten wurden.
*2 Die Heizkosten basieren auf einer Einschätzung der Verbraucherzentrale und stellen Durchschnittswerte dar. Sie können je nach Energieträger und individuellem Verbrauch variieren und dienen daher nur als Richtwerte.

Die Tabelle macht deutlich: Gute Energieeffizienz reduziert die laufenden Kosten massiv – aber eben zu einem höheren Einstiegspreis.

Der Sweet Spot liegt im oberen Mittelfeld

Die spannendste Erkenntnis zeigt sich in den mittleren Effizienzklassen:

Von D auf B halbieren sich die Energiekosten fast – bei nur 4 Prozent Aufpreis.

Ein Haus der Klasse B verursacht rund 13 Euro Energiekosten pro Quadratmeter. Das sind etwa 11 Euro weniger als bei Klasse D. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern entspricht das einer jährlichen Ersparnis von rund 1.100 Euro.

Gleichzeitig bleibt der Preisaufschlag moderat. Genau dieses Verhältnis macht Klasse B für viele Käufer zum wirtschaftlich besten Deal.

Auch Klasse C kann attraktiv sein. Hier sinken die Energiekosten um etwa ein Viertel, während der Kaufpreis nahezu auf dem Niveau der Referenzklasse bleibt. Wer stärker auf den Einstiegspreis achten muss, findet hier oft den sinnvollsten Kompromiss.

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Warum die besten Klassen nicht automatisch die beste Wahl sind

Die höchsten Effizienzklassen bieten zwar die niedrigsten Energiekosten, doch der finanzielle Vorteil schrumpft.

Zwischen B und A sinken die Energiekosten nur noch um rund 5 Euro pro Quadratmeter. Gleichzeitig steigt der Kaufpreis deutlich an. Bei Wohnungen etwa von plus 9 Prozent in Klasse B auf plus 15 Prozent in Klasse A.

Das bedeutet: Der zusätzliche Aufpreis amortisiert sich oft erst nach vielen Jahren. Wer flexibel bleiben möchte, zahlt hier schnell mehr, als langfristig eingespart wird.

Günstiger Kauf kann zur Kostenfalle werden

Auf den ersten Blick wirken Immobilien mit schlechter Energiebilanz besonders attraktiv. Doch die laufenden Kosten steigen massiv.

Ein Haus der Klasse G verursacht rund 47 Euro Energiekosten pro Quadratmeter. Bei 100 Quadratmetern sind das etwa 4.700 Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: Ein Haus der Klasse B kommt auf rund 1.300 Euro jährlich. Die Differenz liegt bei etwa 3.400 Euro pro Jahr.

Hinzu kommen steigende Energiepreise und mögliche Sanierungspflichten. Der günstige Kaufpreis kann sich so schnell als langfristige Belastung erweisen.

Fazit: Der beste Deal liegt nicht an der Spitze

Die beste Energieklasse ist nicht automatisch die wirtschaftlich sinnvollste Wahl. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Kaufpreis und laufenden Kosten.

Für viele Käufer liegt der Sweet Spot deshalb in den Klassen B oder C. Hier ist das Verhältnis aus Preis und Energieeffizienz am ausgewogensten.

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