Ratgeber

Alternativen zur Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung und Vergleich

Autorenbild: Andreas Steger
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Die wichtigsten Alternativen zur Wärmepumpe sind die Pelletheizung, Fernwärme, die Brennstoffzellenheizung und Solarthermie als Ergänzung. Laut Heizspiegel 2026 hat die Wärmepumpe mit 735 Euro pro Jahr für eine 70-m²-Wohnung die niedrigsten Heizkosten, Holzpellets folgen mit 860 Euro. Eine Infrarotheizung ist günstig in der Anschaffung, verbraucht aber drei- bis viermal so viel Strom wie eine Wärmepumpe und wird nicht gefördert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pelletheizung ist die gängigste Alternative zur Wärmepumpe. Sie ist förderfähig und im Betrieb günstiger als Gas.
  • Fernwärme ist bequem, aber nur verfügbar, wo ein Netz liegt, und im Betrieb teurer als die Wärmepumpe.
  • Solarthermie ersetzt die Heizung nicht, sondern ergänzt sie.
  • Die Brennstoffzellenheizung ist teuer und braucht Biomethan oder Wasserstoff.
  • Von Infrarotheizungen als Hauptheizung raten Verbraucherschützer ab: Der Strom kostet zu viel.

Alternativen zur Wärmepumpe im Überblick

Keine Alternative passt für jedes Haus. Die Tabelle vergleicht Kosten, Förderung und Einsatzbereich. Die Betriebskosten stammen aus der Prognose des Heizspiegels 2026 für eine 70-m²-Wohnung im Mehrfamilienhaus.

HeizungAnschaffungBetriebskosten pro JahrBEG-FörderungGeeignet für
Wärmepumpe (Vergleich)18.000 bis 35.000 Euro735 EuroJa, ab 30 ProzentHäuser mit niedriger Vorlauftemperatur
Pelletheizungab ca. 20.000 Euro860 EuroJa, ab 30 ProzentHäuser mit Platz für Kessel und Lager
Fernwärme5.000 bis 15.000 Euro (Hausanschluss)1.310 EuroJa, ab 30 ProzentGebiete mit Fernwärmenetz
Solarthermieab ca. 8.000 EuroErgänzung, keine eigene HeizungJa, ab 30 ProzentHäuser mit freier Dachfläche
Brennstoffzellenheizungab ca. 30.000 EuroBrennstoffabhängigUnter VoraussetzungenGebäude mit Gasanschluss und hohem Bedarf
InfrarotheizungNiedrigRund 3- bis 4-fache Stromkosten der WärmepumpeNeinEinzelne Räume, nicht als Hauptheizung

Die Anschaffungskosten sind Richtwerte inklusive Einbau, vor Abzug der Förderung. Quelle der Betriebskosten: co2online Heizspiegel 2026. Zum Vergleich: Erdgas kostet 1.120 Euro und Heizöl 1.275 Euro pro Jahr.

Warum eine Alternative zur Wärmepumpe? Sieben Gründe

Eine Wärmepumpe passt nicht immer, vor allem wegen der Kosten und der Vorlauftemperatur. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das vom Heizkessel zu den Heizkörpern fließt. Prüfe vor einer Entscheidung, ob eine Wärmepumpe wirklich ausscheidet. Im Altbau gelingt sie oft mit kleinen Anpassungen. Mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau: Kosten, Voraussetzungen und welche sich 2026 eignet.

  • Hohe Anschaffungskosten: Eine Wärmepumpe kostet inklusive Installation 18.000 bis 35.000 Euro, im Altbau kommen oft Umbauten hinzu. Die Förderung senkt den Eigenanteil aber deutlich. Bei 46 Prozent Förderung auf 28.000 Euro förderfähige Kosten bekommst du 12.880 Euro Zuschuss.
  • Hohe Vorlauftemperatur nötig: Eine Wärmepumpe arbeitet am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Braucht dein Heizsystem dauerhaft hohe Temperaturen und lässt es sich nicht umbauen, sind andere Systeme sinnvoller.
  • Ungeeignete Heizkörper: Kleine Heizkörper geben bei niedriger Vorlauftemperatur zu wenig Wärme ab. Oft genügt es, einzelne Heizkörper gegen größere auszutauschen.
  • Großes Haus mit hohem Wärmebedarf: Je höher der Bedarf, desto mehr Leistung und Strom braucht die Wärmepumpe. Biomasseheizungen oder Fernwärme können dann wirtschaftlicher sein.
  • Schlechte Dämmung: Ein ungedämmtes Haus kann mit einer Wärmepumpe beheizt werden, braucht aber mehr Heizleistung und Strom. Einzelne Dämmmaßnahmen verbessern die Wirtschaftlichkeit.
  • Kalte Standorte: Bei Frost sinkt die Effizienz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dann springt häufiger der elektrische Heizstab an. Erdwärmepumpen sind davon weniger betroffen, brauchen aber eine Bohrung.
  • Begrenztes Budget: Eine Infrarotheizung kostet in der Anschaffung wenig, ist im Betrieb aber die teuerste Lösung. Die Ersparnis bei der Anschaffung geht durch die Stromkosten verloren.

Muss ich eine Wärmepumpe einbauen?

Nein. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist seit dem 29. Juli 2026 in Kraft. Es streicht die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungseinbau und das Betriebsverbot für alte Heizkessel. Neue Öl- und Gasheizungen sind erlaubt, müssen aber ab 2029 die Bio-Treppe erfüllen: mindestens 10 Prozent biogene Brennstoffe oder Wasserstoff, ab 2040 mindestens 60 Prozent. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert sie nicht.

Gefördert werden Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Solarthermie, Brennstoffzellenheizungen und der Anschluss an ein Wärmenetz. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent, mit Boni für Selbstnutzer sind bis zu 70 Prozent möglich, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 Prozent. Alle Fördersätze und Bedingungen findest du im Abschnitt Förderung für den Heizungstausch im Ratgeber zum Austausch von Öl- und Gasheizungen.

Die Alternativen zur Wärmepumpe im Detail

Ist eine Pelletheizung eine gute Alternative zur Wärmepumpe?

Ja, die Pelletheizung ist die gängigste Alternative, vor allem für ältere Einfamilienhäuser mit Platz für Kessel und Lager. Sie gehört zu den Biomasseheizungen, die Holz als nachwachsenden Brennstoff nutzen. Laut Heizspiegel 2026 kostet das Heizen mit Holzpellets 860 Euro pro Jahr für eine 70-m²-Wohnung. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr, aber weniger als bei Gas (1.120 Euro) oder Heizöl (1.275 Euro).

Förderung und Kosten: Eine Pelletheizung kostet ab etwa 20.000 Euro. Biomasseheizungen erhalten 30 Prozent Grundförderung plus mögliche Boni.

Arten von Biomasseheizungen

Pelletheizung: Läuft mit gepressten Holzpellets. Sie braucht einen Lagerraum oder Gewebetank und eine Förderschnecke, die die Pellets zum Kessel bringt. Es gibt verschiedene Leistungsklassen für Neu- und Altbauten.

Scheitholz-Holzvergaserkessel: Verbrennt Holzscheite in zwei Brennkammern, eine für die Holzvergasung und eine für die Verbrennung. Das ergibt einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen. Du musst das Holz selbst nachlegen.

Hackschnitzelheizung: Nutzt gehackte Holzreste. Sie gibt es vor allem in größeren Leistungsklassen für Mehrfamilienhäuser und kleine Gewerbebetriebe. Sie braucht Lagerraum, Fördereinrichtung und Pufferspeicher.

Kaminofen und Kachelofen: Wärmen den Raum, in dem sie stehen. Mit einer Wassertasche lassen sie sich an das Heizsystem anschließen und geben Wärme an Heizkörper und Warmwasser ab.

Vorteile einer Biomasseheizung:

  • Nachwachsender Rohstoff, bei korrekter Nutzung geringe CO₂-Emissionen
  • Weniger abhängig vom Strompreis
  • Förderfähig

Nachteile einer Biomasseheizung:

  • Anschaffung kann teurer sein als bei Öl oder Gas
  • Regelmäßige Wartung und Reinigung nötig
  • Platzbedarf für Kessel und Pelletlager
  • Stickoxide und Feinstaub bei unzureichender Filterung
  • Bei Scheitholz: manuelles Nachlegen

Wer von Öl auf Pellets umsteigt, hat oft genug Lagerplatz, sobald der Öltank entsorgt ist.

Ist Fernwärme eine Alternative zur Wärmepumpe?

Ja, wenn in deinem Gebiet ein Fernwärmenetz liegt. Fernwärme braucht keine eigene Heizanlage, nur eine kompakte Übergabestation. Der Hausanschluss kostet je nach Anbieter 5.000 bis 15.000 Euro und wird mit 30 Prozent Grundförderung plus möglichen Boni gefördert. Im Betrieb ist Fernwärme laut Heizspiegel 2026 mit 1.310 Euro pro Jahr für eine 70-m²-Wohnung die teuerste der untersuchten Heizarten. Die Preise schwanken je nach Anbieter stark. Ob in deinem Gebiet ein Netz geplant ist, zeigt die kommunale Wärmeplanung. Frage dazu bei den Stadtwerken nach. Mehr dazu im Ratgeber Fernwärme: Das müssen Eigentümer wissen.

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Reicht Solarthermie als Alternative zur Wärmepumpe?

Nein, Solarthermie ersetzt die Heizung in den meisten Fällen nicht, sondern ergänzt sie. Kollektoren auf dem Dach fangen Sonnenstrahlung ein und erhitzen eine Flüssigkeit. Diese gibt die Wärme über einen Rohrkreislauf an einen Speicher ab. Ein Wärmetauscher nutzt sie für das Trinkwasser oder zur Unterstützung der Heizung. Die Flüssigkeit muss in regelmäßigen Abständen erneuert werden.

Kosten und Förderung: Eine Solarthermie-Anlage kostet ab etwa 8.000 Euro. Sie erhält 30 Prozent Grundförderung plus mögliche Boni.

Vorteile von Solarthermie:

  • Erneuerbare Energiequelle ohne direkte CO₂-Emissionen
  • Niedrige Betriebskosten, weil die Sonnenenergie kostenlos ist
  • In Kombination mit einer Wärmepumpe sinkt der Stromverbrauch

Nachteile von Solarthermie:

  • Im Winter und bei bewölktem Wetter ist die Leistung gering
  • Die Kollektoren brauchen Platz auf dem Dach oder im Freien
  • Allein deckt sie den Wärmebedarf meist nicht, eine zweite Heizquelle ist nötig

Eine Ausnahme sind sogenannte Sonnenhäuser mit riesigen Saisonspeichern, die vollständig mit Sonnenenergie heizen.

Ist die Brennstoffzellenheizung eine Alternative zur Wärmepumpe?

Noch nicht für die meisten Haushalte. Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt Wärme und Strom durch eine elektrochemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft. Weil es kein flächendeckendes Wasserstoffnetz gibt, gewinnen die meisten Geräte den Wasserstoff aus Erdgas oder Biomethan. Das macht die Technik ohne grüne Brennstoffe nicht klimaneutral.

Kosten und Förderung: Das Gerät kostet ohne Installation etwa 25.000 Euro, mit Installation ab etwa 30.000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa beim Betrieb mit Biomethan oder grünem Wasserstoff, ist sie mit 30 Prozent Grundförderung plus Boni förderfähig.

Vorteile einer Brennstoffzellenheizung:

  • Hoher Wirkungsgrad, weil sie Wärme und Strom erzeugt und die Abwärme nutzt
  • Kompakt und platzsparend
  • Sie deckt einen Teil des eigenen Strombedarfs
  • Im Betrieb meist leiser als eine Wärmepumpe

Nachteile einer Brennstoffzellenheizung:

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Sie braucht einen geeigneten Brennstoff wie Gas oder künftig Wasserstoff, der nicht überall in ausreichender Menge verfügbar ist.

Ist eine Infrarotheizung eine Alternative zur Wärmepumpe?

Nur für einzelne Räume, nicht als Hauptheizung. Eine Infrarotheizung wandelt Strom direkt in Wärme um und verbraucht dadurch etwa drei- bis viermal so viel Strom wie eine Wärmepumpe. Laut Stiftung Warentest erzeugt eine Wärmepumpe aus 100 Prozent Strom etwa 300 bis 450 Prozent Wärme. Eine Infrarotheizung erreicht höchstens 100 Prozent.

Eine Infrarotheizung besteht aus flachen Heizpaneelen an Wand oder Decke. Sie gibt Infrarotstrahlen ab, die Objekte und Personen im Raum erwärmen, ähnlich wie Sonnenstrahlen. Das System braucht kein wassergeführtes Heizsystem und kann kein Warmwasser erzeugen.

Rechenbeispiel: Infrarotheizung gegen Wärmepumpe. Angenommen, ein Haus braucht 12.000 Kilowattstunden (kWh) Wärme pro Jahr. Der Strompreis liegt bei 37,0 Cent pro kWh, dem Haushaltsdurchschnitt 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse. Die Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl von 3,5, das heißt, sie erzeugt aus einer kWh Strom 3,5 kWh Wärme.

KennzahlInfrarotheizungWärmepumpe
Stromverbrauch pro Jahr12.000 kWhca. 3.429 kWh
Stromkosten pro Jahr bei 37,0 ct/kWhca. 4.440 Euroca. 1.269 Euro
Mehrkosten der Infrarotheizungca. 3.171 Euro pro Jahr

Die Infrarotheizung ist weder förderfähig noch klimafreundlich: Ihre CO₂-Bilanz hängt vom Strommix ab, und sie verbraucht deutlich mehr Strom. In einem sehr gut gedämmten Haus oder für einen selten genutzten Raum wie Garage oder Hobbyraum kann sie dennoch sinnvoll sein.

Vorteile einer Infrarotheizung:

  • Niedrige Anschaffungskosten und einfache Installation
  • Geringer Platzbedarf
  • Emissionsfreier Betrieb bei Ökostrom

Nachteile einer Infrarotheizung:

  • Hohe Betriebskosten durch den Stromverbrauch
  • Ungleichmäßige Wärmeverteilung, wenn Möbel die Strahlung blockieren
  • Kein Warmwasser
  • Keine staatliche Förderung

Sind E-Fuels eine Alternative zur Wärmepumpe?

Noch nicht. E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe, die aus Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind oder Sonne entstehen. Theoretisch könnten sie in Ölkesseln fossiles Heizöl ersetzen, sie sind aber derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar. Ihre Herstellung ist energieaufwendig und teuer: Für einen Liter E-Fuel braucht es etwa 27 kWh Strom, ein Liter Heizöl hat dagegen nur einen Energiegehalt von 9,8 kWh. Ob E-Fuels jemals in der nötigen Menge für Heizungen produziert werden, ist offen.

Fazit: Welche Alternative zur Wärmepumpe passt zu wem?

Pelletheizung

Passt zu Häusern mit Platz für Kessel und Lager, zum Beispiel nach dem Ausbau eines Öltanks. Hohe Anschaffungskosten, mittlere Betriebskosten, förderfähig.

Fernwärme

Passt zu Gebieten mit vorhandenem Netz. Geringer Aufwand im Haus, aber hohe und anbieterabhängige Preise.

Solarthermie

Passt als Ergänzung zu einem anderen Heizsystem. Mittlere Anschaffungskosten, niedrige Betriebskosten, keine Brennstoffkosten.

Brennstoffzellenheizung

Passt zu Gebäuden mit hohem Wärme- und Strombedarf und Gasanschluss. Hohe Kosten, klimafreundlich nur mit Biomethan oder grünem Wasserstoff.

Infrarotheizung

Passt zu einzelnen, selten genutzten Räumen. Niedrige Anschaffungs-, aber sehr hohe Betriebskosten, keine Förderung.

Wärmepumpe

Hat die höchsten Anschaffungskosten, aber im Betrieb die niedrigsten Heizkosten und die höchste Förderung. Prüfe zuerst, ob sie bei dir mit kleinen Anpassungen funktioniert.

Häufige Fragen zu Alternativen zur Wärmepumpe

Welche Alternativen zur Wärmepumpe gibt es?

Die wichtigsten Alternativen sind die Pelletheizung und andere Biomasseheizungen, Fernwärme, Solarthermie als Ergänzung, die Brennstoffzellenheizung und Hybridheizungen. Eine Infrarotheizung eignet sich nur für einzelne Räume. Auch neue Öl- und Gasheizungen sind seit dem GModG wieder erlaubt.

Muss ich 2026 eine Wärmepumpe einbauen?

Nein. Das Gebäudemodernisierungsgesetz hat die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungseinbau und das Betriebsverbot für alte Heizkessel gestrichen. Eine funktionierende Heizung darf weiterlaufen.

Ist eine Infrarotheizung eine gute Alternative zur Wärmepumpe?

Nur für einzelne Räume. Eine Infrarotheizung verbraucht etwa drei- bis viermal so viel Strom wie eine Wärmepumpe, erzeugt kein Warmwasser und wird nicht gefördert. Als Hauptheizung ist sie im Betrieb die teuerste Lösung.

Was kostet eine Infrarotheizung im Betrieb?

Im Rechenbeispiel mit 12.000 kWh Wärmebedarf und 37,0 Cent pro kWh Strom kostet eine Infrarotheizung etwa 4.440 Euro pro Jahr. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 braucht für dieselbe Wärme nur etwa 1.269 Euro Strom.

Wird eine Pelletheizung gefördert?

Ja. Biomasseheizungen erhalten 30 Prozent Grundförderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Selbstnutzer können mit Boni bis zu 70 Prozent erhalten, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 Prozent.

Ist eine Pelletheizung günstiger als eine Wärmepumpe?

Im Betrieb nicht. Laut Heizspiegel 2026 kostet Heizen mit Holzpellets 860 Euro pro Jahr für eine 70-m²-Wohnung, mit Wärmepumpe 735 Euro. Die Anschaffung liegt bei beiden im ähnlichen Bereich: Pelletheizungen ab etwa 20.000 Euro, Wärmepumpen zwischen 18.000 und 35.000 Euro.

Reicht Solarthermie allein zum Heizen?

Nein, in den meisten Fällen nicht. Im Winter und bei bewölktem Wetter liefert sie zu wenig Wärme, deshalb braucht sie eine zweite Heizquelle wie eine Wärmepumpe. Eine Ausnahme sind Sonnenhäuser mit großen Saisonspeichern.

Gibt es E-Fuels für Heizungen?

Noch nicht in ausreichender Menge. E-Fuels sind synthetische Brennstoffe aus erneuerbarem Strom. Ihre Herstellung ist energieaufwendig: Für einen Liter braucht es etwa 27 kWh Strom, ein Liter Heizöl enthält 9,8 kWh Energie.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch bei Kälte?

Ja, aber die Effizienz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sinkt bei Frost. Dann springt häufiger der elektrische Heizstab an, der aus einer Kilowattstunde Strom nur etwa eine Kilowattstunde Wärme erzeugt. Erdwärmepumpen sind davon weniger betroffen.

Darf ich noch eine neue Gasheizung einbauen?

Ja. Neue Gas- und Ölheizungen sind seit dem GModG wieder erlaubt, müssen aber ab 2029 die Bio-Treppe erfüllen und werden nicht gefördert. Wegen steigender CO₂-Preise können die Heizkosten bis 2045 laut co2online mehr als doppelt so hoch ausfallen.

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