Ein Umzug mit Umzugsunternehmen kostet je nach Wohnungsgröße und Entfernung etwa 400 bis 3.800 €. Ein lokaler Umzug mit einer rund 40 m² großen Wohnung beginnt bei etwa 400 €. Bei einer Wohnung ab 120 m² und einer Strecke von mehr als 500 Kilometern können dagegen 2.200 bis 3.800 € anfallen.
Wie hoch deine Umzugskosten tatsächlich ausfallen, hängt vor allem von der Menge des Umzugsguts, der Entfernung, den örtlichen Gegebenheiten und den gebuchten Leistungen ab. Wer selbst umzieht, kann Kosten sparen, muss dafür aber mehr Zeit und Eigenleistung einplanen.
Inhalt
- Was kostet ein Umzug mit Umzugsunternehmen?
- Welche Faktoren beeinflussen die Umzugskosten?
- Was kostet ein Umzug in Eigenregie?
- Welche zusätzlichen Kosten entstehen beim Umzug?
- Wie kannst du beim Umzug Kosten sparen?
- Kannst du Umzugskosten von der Steuer absetzen?
- Wann übernimmt das Jobcenter Umzugskosten?
- Wer haftet für Schäden beim Umzug?
- FAQ: Häufige Fragen zu Umzugskosten
Das Wichtigste zu Umzugskosten in Kürze
- Ein professioneller Umzug kostet je nach Wohnungsgröße und Strecke etwa 400 bis 3.800 €.
- Je größer der Hausstand und je länger die Entfernung, desto höher sind in der Regel die Umzugskosten.
- Neben dem Transport können Kosten für Umzugskartons, Halteverbotszonen, Renovierung oder zusätzliche Leistungen entstehen.
- Mit Eigenleistung, Preisvergleichen und einem flexiblen Umzugstermin lassen sich die Kosten reduzieren.
- Bei einem beruflich bedingten Umzug können bestimmte Kosten steuerlich berücksichtigt werden.
- Auch bei einem privaten Umzug kann für bestimmte Arbeitskosten eine Steuerermäßigung von 20 % möglich sein.
Was kostet ein Umzug mit Umzugsunternehmen?
Die Kosten eines professionellen Umzugs richten sich vor allem nach der Wohnungsgröße und der Entfernung zwischen alter und neuer Wohnung. Als Orientierung kannst du mit folgenden Preisen rechnen:
| Wohnungsgröße | Lokaler Umzug, ca. 50 km | Regionaler Umzug, ca. 120 km | Fernumzug, über 500 km |
| ca. 40 m² | 400–900 € | 600–1.100 € | 1.100–1.800 € |
| ca. 65 m² | 600–1.200 € | 800–1.400 € | 1.400–2.400 € |
| ca. 90 m² | 800–1.500 € | 1.000–1.700 € | 1.700–3.000 € |
| ab 120 m² | 1.100–2.000 € | 1.300–2.100 € | 2.200–3.800 € |
Quelle: Umzugspreisvergleich. Die Angaben sind Richtwerte. Die tatsächlichen Kosten können je nach Umzugsvolumen, Zugänglichkeit und Leistungsumfang abweichen.
Die Tabelle zeigt: Nicht nur die Strecke entscheidet über den Preis. Auch das Umzugsvolumen spielt eine wichtige Rolle. Eine kleine Wohnung mit vielen Möbeln und Kartons kann mehr Aufwand verursachen als eine größere, aber nur spärlich eingerichtete Wohnung.
Welche Leistungen können zusätzlich kosten?
Nicht jede Leistung ist automatisch im Angebot eines Umzugsunternehmens enthalten. Zusätzliche Kosten können beispielsweise entstehen für:
- Ein- und Auspackservice
- Ab- und Aufbau von Möbeln
- Küchenmontage
- Transport besonders schwerer Gegenstände
- Außenaufzug oder Möbellift
- längere Laufwege
- zusätzliche Haltepunkte
- Verpackungsmaterial
- Einlagerung
- Einrichtung einer Halteverbotszone
Prüfe deshalb genau, welche Leistungen im Angebot enthalten sind. Ein transparenter Gesamtpreis erleichtert den Vergleich verschiedener Umzugsunternehmen.
Welche Faktoren beeinflussen die Umzugskosten?
Die Wohnungsgröße liefert eine erste Orientierung. Für den tatsächlichen Preis eines Umzugs sind aber mehrere Faktoren entscheidend.
Wohnungsgröße und Umzugsvolumen
Je mehr Möbel, Kartons und andere Gegenstände transportiert werden müssen, desto größer muss das Fahrzeug sein und desto länger dauert das Be- und Entladen.
Entscheidend ist deshalb neben der Wohnfläche vor allem das tatsächliche Umzugsvolumen in Kubikmetern.
Entfernung
Ein Umzug innerhalb derselben Region ist in der Regel günstiger als ein Umzug über mehrere Hundert Kilometer. Mit zunehmender Entfernung steigen unter anderem Fahrt-, Personal- und Fahrzeugkosten.
Bei einem Fernumzug kann außerdem eine Rolle spielen, ob das Unternehmen eine Rück- oder Leerfahrt einkalkulieren muss.
Etage und Zugänglichkeit
Eine Wohnung im fünften Stock ohne Aufzug verursacht mehr Aufwand als eine gut zugängliche Erdgeschosswohnung.
Auch lange Wege zwischen Hauseingang und Umzugswagen erhöhen den Zeitaufwand. Eine Halteverbotszone kann zusätzliche Kosten verursachen, den Umzug aber gleichzeitig beschleunigen.
Zeitpunkt des Umzugs
Zum Monatsende und an Wochenenden ist die Nachfrage nach Umzugsunternehmen und Miettransportern häufig besonders hoch.
Wenn du zeitlich flexibel bist, lohnt es sich deshalb, auch Angebote für einen Werktag oder die Monatsmitte einzuholen.
Zusatzleistungen
Je mehr Aufgaben das Umzugsunternehmen übernimmt, desto höher fallen die Kosten aus. Ein Packservice, die Möbelmontage oder der Transport besonders schwerer Gegenstände können den Preis erhöhen.
Überlege deshalb vor der Angebotseinholung, welche Arbeiten du selbst übernehmen kannst und welche Leistungen du tatsächlich benötigst.
Was kostet ein Umzug in Eigenregie?
Ein selbst organisierter Umzug kann günstiger sein als ein Komplettumzug mit einer Umzugsfirma. Dafür musst du Transport, Helfer und Verpackungsmaterial selbst organisieren.
Zu den typischen Kosten eines Umzugs in Eigenregie gehören:
- Miettransporter
- Kraftstoff
- Umzugskartons und Verpackungsmaterial
- gegebenenfalls Umzugshelfer
- Halteverbotszone
- Verpflegung für private Helfer
- gegebenenfalls Maut-, Park- oder Übernachtungskosten
Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt stark von der Entfernung und der benötigten Fahrzeuggröße ab. Auch Freikilometer, Versicherungen und zusätzliche Miettage können den Preis eines Transporters beeinflussen.
Worauf solltest du beim Miettransporter achten?
Vergleiche nicht nur den ausgewiesenen Mietpreis. Prüfe vor der Buchung insbesondere:
- Fahrzeuggröße
- enthaltene Kilometer
- Kosten für zusätzliche Kilometer
- Versicherungsumfang
- Höhe der Selbstbeteiligung
- Kraftstoffregelung
- Rückgabezeit und Rückgabeort
Ein zunächst günstiges Angebot kann durch zusätzliche Kilometer oder Versicherungsleistungen deutlich teurer werden.
Welche zusätzlichen Kosten entstehen beim Umzug?
Neben Transport und Umzugsunternehmen gibt es weitere Ausgaben, die bei der Planung leicht übersehen werden.
Umzugskartons und Verpackungsmaterial
Wie viele Umzugskartons du benötigst, hängt von deinem Hausstand ab. Bücher, Geschirr und Kleidung können schnell mehr Kartons erfordern als zunächst gedacht.
Neben Kartons können Kosten für Klebeband, Schutzfolie, Packpapier, Möbeldecken oder Tragegurte entstehen.
Renovierung
Ob du beim Auszug renovieren musst, hängt unter anderem vom Mietvertrag, dem Zustand der Wohnung und den wirksamen Vereinbarungen zu Schönheitsreparaturen ab.
Benötigst du Material oder beauftragst einen Handwerksbetrieb, solltest du diese Ausgaben separat in deinem Umzugsbudget berücksichtigen.
Doppelte Miete
Überschneiden sich alter und neuer Mietvertrag, kann vorübergehend eine doppelte Mietbelastung entstehen. Diese kann schnell höher ausfallen als einzelne Transportkosten.
Prüfe deshalb möglichst früh die Kündigungsfrist deiner bisherigen Wohnung und den möglichen Einzugstermin der neuen Wohnung.
Halteverbotszone
Eine Halteverbotszone ermöglicht es, den Umzugswagen möglichst nah am Hauseingang abzustellen.
Die Kosten unterscheiden sich je nach Kommune und danach, ob du Genehmigung und Beschilderung selbst organisierst oder einen Dienstleister damit beauftragst.
Nachsendeauftrag
Auch einen Nachsendeauftrag solltest du im Umzugsbudget berücksichtigen. Alles zu aktuellen Kosten, Laufzeiten und Einrichtung findest du im Immowelt-Ratgeber zum Nachsendeauftrag.
Neue Möbel und Anschaffungen
Nach einem Umzug werden häufig zusätzliche Möbel, Lampen, Vorhänge oder Haushaltsgegenstände benötigt.
Diese Ausgaben zählen zwar nicht unmittelbar zu den Transportkosten, gehören aber trotzdem zu einer realistischen Budgetplanung.
Wie kannst du beim Umzug Kosten sparen?
Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks lässt sich bei einem Umzug viel Geld sparen. Foto: iStock.com / dragana991
Mit einer guten Vorbereitung lässt sich das Umzugsbudget an mehreren Stellen reduzieren.
Vor dem Umzug aussortieren
Je weniger Umzugsgut du transportierst, desto weniger Ladefläche und Arbeitszeit benötigst du.
Verkaufe, verschenke oder entsorge deshalb Möbel und andere Gegenstände, die du nach dem Umzug nicht mehr brauchst.
Mehrere Angebote vergleichen
Hole für einen professionellen Umzug mehrere Angebote ein. Vergleiche dabei nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch den enthaltenen Leistungsumfang.
Achte außerdem darauf, ob mögliche Zusatzkosten transparent ausgewiesen werden.
Selbst mit anpacken
Auch bei einem professionellen Umzug kannst du einzelne Aufgaben selbst übernehmen. Packst du beispielsweise Kartons selbst oder demontierst einfache Möbel vorab, kann sich der Arbeitsaufwand reduzieren.
Kläre vorher mit dem Umzugsunternehmen, welche Eigenleistungen tatsächlich Auswirkungen auf den Preis haben.
Beim Umzugstermin flexibel bleiben
Wenn möglich, vermeide besonders gefragte Termine wie Wochenenden und Monatsenden.
Ein Umzug unter der Woche oder zur Monatsmitte kann die Auswahl an verfügbaren Anbietern erhöhen.
Kartons wiederverwenden
Umzugskartons müssen nicht zwingend neu gekauft werden. Gebrauchte Kartons können eine günstige Alternative sein, sofern sie stabil und unbeschädigt sind.
Kannst du Umzugskosten von der Steuer absetzen?
Ja, bestimmte Umzugskosten können steuerlich berücksichtigt werden. Welche Regeln gelten, hängt vor allem davon ab, ob dein Umzug beruflich oder privat veranlasst ist.
Beruflich bedingter Umzug
Ist dein Umzug beruflich veranlasst, können bestimmte tatsächliche Umzugskosten als Werbungskosten berücksichtigt werden. Dazu können unter den jeweiligen Voraussetzungen beispielsweise Transport- und Reisekosten gehören.
Daneben gibt es eine Pauschale für sonstige Umzugsauslagen. Sie beträgt derzeit 964 € für die berechtigte Person. Für jede weitere berücksichtigungsfähige Person kommen 643 € hinzu.
Bewahre Rechnungen und andere Nachweise sorgfältig auf. Welche Kosten im konkreten Fall steuerlich anerkannt werden, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.
Privater Umzug
Auch bei einem privaten Umzug kann eine Steuerermäßigung möglich sein. Für bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen können 20 % der begünstigten Arbeitskosten, höchstens 4.000 € pro Jahr, direkt von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden.
Materialkosten zählen grundsätzlich nicht zu den begünstigten Arbeitskosten. Voraussetzung sind unter anderem eine Rechnung und die unbare Zahlung auf das Konto des Dienstleisters.
Wann übernimmt das Jobcenter Umzugskosten?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Jobcenter die Kosten eines notwendigen Umzugs berücksichtigen. Entscheidend ist, die Kostenübernahme vor dem Umzug beziehungsweise vor Abschluss des neuen Mietvertrags mit dem zuständigen Jobcenter abzustimmen.
Welche Kosten übernommen werden können, hängt vom Einzelfall und von der vorherigen Zusicherung ab. Beauftrage deshalb nicht eigenständig ein Umzugsunternehmen in der Erwartung, dass die Rechnung anschließend automatisch übernommen wird.
Ist ein Umzug aus beruflichen Gründen notwendig, kann unter bestimmten Voraussetzungen außerdem eine Förderung über das Vermittlungsbudget der Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters infrage kommen.
Wer haftet für Schäden beim Umzug?
Bei einem professionellen Umzug gelten gesetzliche Haftungsregeln. Ein Umzugsunternehmen haftet grundsätzlich bis zu 620 € je Kubikmeter erforderlichen Laderaums.
Für bestimmte Gegenstände und Schadensursachen können allerdings Haftungsausschlüsse oder Einschränkungen gelten. Bei besonders wertvollen Gegenständen kann deshalb zusätzlicher Versicherungsschutz sinnvoll sein.
Kontrolliere dein Umzugsgut möglichst schnell nach dem Transport. Äußerlich erkennbare Schäden müssen spätestens am Tag nach der Ablieferung angezeigt werden. Für äußerlich nicht erkennbare Schäden gilt grundsätzlich eine Frist von 14 Tagen.
FAQ: Häufige Fragen zu Umzugskosten
Wie hoch sind die Umzugskosten für einen Umzug von 600 km?
Bei einem Umzug über 600 km kannst du dich an den Preisen für Fernumzüge über 500 km orientieren. Je nach Wohnungsgröße liegen die Umzugskosten mit einem Umzugsunternehmen bei etwa 1.100 bis 3.800 €. Entscheidend sind zusätzlich das Umzugsvolumen und gebuchte Zusatzleistungen.
Wie hoch sind die Umzugskosten für einen Umzug von 50 km?
Bei einem Umzug über rund 50 km liegen die Kosten mit einem Umzugsunternehmen je nach Wohnungsgröße bei etwa 400 bis 2.000 €. Für rund 40 m² werden beispielsweise etwa 400 bis 900 € angesetzt, für Wohnungen ab 120 m² etwa 1.100 bis 2.000 €.
Wie hoch sind die Umzugskosten für einen Umzug von 20 km?
Ein Umzug über 20 km fällt grundsätzlich in den Bereich eines lokalen Umzugs. Als Orientierung kannst du deshalb mit ähnlichen Preisen wie bei einem Umzug bis etwa 50 km rechnen: je nach Wohnungsgröße ungefähr 400 bis 2.000 €. Die kürzere Strecke bedeutet nicht automatisch einen deutlich niedrigeren Preis, da auch Arbeitszeit, Umzugsvolumen und Zusatzleistungen den Gesamtpreis bestimmen.
Wie hoch sind die Umzugskosten für einen Singlehaushalt?
Die Kosten eines Singleumzugs hängen vor allem von Wohnungsgröße, Entfernung und Menge des Umzugsguts ab. Bewohnst du beispielsweise eine Wohnung mit rund 40 m², liegen die Richtwerte für ein Umzugsunternehmen bei 400 bis 900 € für einen lokalen Umzug und bei 1.100 bis 1.800 € für einen Fernumzug über 500 km.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Umzugskosten?
Einen aussagekräftigen Durchschnittspreis für jeden Umzug gibt es nicht, da Wohnungsgröße, Entfernung und Umzugsvolumen stark variieren. Als Orientierung liegen die von Umzugspreisvergleich angegebenen Kosten für ein Umzugsunternehmen je nach Wohnungsgröße und Strecke zwischen 400 und 3.800 €. Ein konkreter Preisvergleich anhand des eigenen Umzugs liefert deshalb eine bessere Einschätzung als ein pauschaler Durchschnittswert.
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