Wer eine Wohnung in Stuttgart kaufen möchte, bekommt heute deutlich mehr Wohnfläche als noch vor vier Jahren. Die Entwicklung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Landeshauptstadt. Auch in vielen anderen Städten Baden-Württembergs reicht das gleiche Budget inzwischen für spürbar größere Wohnungen.
Stuttgart gehört zu den großen Gewinnern der Preiskorrektur
Die Zeit, in der die Preise für Eigentumswohnungen scheinbar nur eine Richtung kannten, ist vorbei. Nach dem Immobilienboom der Corona-Jahre und dem anschließenden Zinsanstieg haben die Kaufpreise in vielen Städten nachgegeben. Davon profitieren Käufer inzwischen spürbar. Laut Daten von immowelt erhalten Wohnungskäufer in Stuttgart für ein Budget von 350.000 Euro heute durchschnittlich 73 Quadratmeter Wohnfläche. Im Juni 2022 waren es noch 58 Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 15 Quadratmetern oder knapp 26 Prozent.
Rund um Stuttgart gibt es ebenfalls deutlich mehr Wohnung fürs Geld
Die Entwicklung zeigt sich nicht nur in der Landeshauptstadt. In Reutlingen reicht das gleiche Budget inzwischen für 86 statt 76 Quadratmeter. Käufer gewinnen dort also 10 Quadratmeter hinzu. Auch in Heilbronn ist die leistbare Wohnfläche von 80 auf 87 Quadratmeter gestiegen. Die Zahlen zeigen, dass die Preiskorrektur große Teile der wirtschaftsstarken Region rund um Stuttgart erfasst hat.
Von Mannheim bis Freiburg profitieren Käufer
Auch in anderen baden-württembergischen Großstädten hat sich die Situation entspannt. In Freiburg erhalten Käufer heute 62 statt 55 Quadratmeter für 350.000 Euro. In Mannheim stieg die leistbare Wohnfläche von 74 auf 80 Quadratmeter, in Karlsruhe von 69 auf 75 Quadratmeter. Selbst in Ulm bekommen Käufer inzwischen vier Quadratmeter mehr als noch vor vier Jahren. Damit zählt Baden-Württemberg zu den Bundesländern, in denen sich die Kaufkraft von Wohnungssuchenden besonders deutlich verbessert hat.
Wohnung kaufen in Stuttgart und Baden-Württemberg: Städte im Vergleich
| Stadt | Wohnfläche 2022 | Wohnfläche 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Stuttgart | 58 m² | 73 m² | +15 m² |
| Reutlingen | 76 m² | 86 m² | +10 m² |
| Heilbronn | 80 m² | 87 m² | +7 m² |
| Freiburg im Breisgau | 55 m² | 62 m² | +7 m² |
| Karlsruhe | 69 m² | 75 m² | +6 m² |
| Mannheim | 74 m² | 80 m² | +6 m² |
| Ulm | 68 m² | 72 m² | +4 m² |
| Pforzheim | 95 m² | 99 m² | +4 m² |
| Heidelberg | 56 m² | 58 m² | +2 m² |
Höhere Zinsen, aber günstigere Kaufpreise
Zwar sind Immobilienfinanzierungen heute teurer als noch 2022, gleichzeitig sind die Angebotspreise vielerorts deutlich gesunken. In Stuttgart liegen die Wohnungspreise inzwischen fast 20 Prozent unter dem Niveau des damaligen Höchststands. Für Käufer bedeutet das, dass ein Budget von 350.000 Euro heute häufig für eine größere Wohnung reicht als noch vor wenigen Jahren. Wer aktuell eine Wohnung in Stuttgart oder anderen Städten Baden-Württembergs kaufen möchte, findet damit deutlich bessere Bedingungen vor als auf dem Höhepunkt des Immobilienbooms.
Geschrieben am 04.06.2026
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