Braune Stellen im Rasen, schlappe Stauden und vertrocknete Pflanzen: Die Hitze der vergangenen Wochen hat in vielen Gärten deutliche Spuren hinterlassen. Doch Ende August ist noch längst nicht alles verloren. Im Gegenteil: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Schäden zu beseitigen und den Garten fit für den Herbst zu machen.
Spätsommerliche Gartenkur: Mit etwas Vorbereitung, der richtigen Pflege und gezieltem Nachsäen erholt sich der Rasen nach heißen Tagen schnell. Foto: KI generiert
Brauner Rasen ist nicht immer tot
Wo vor einigen Wochen noch sattes Grün zu sehen war, dominieren nach längeren Hitzeperioden häufig Gelb- und Brauntöne. Das sieht dramatisch aus, bedeutet aber nicht automatisch, dass der Rasen abgestorben ist.
Viele Gräser reagieren auf Trockenheit mit einer Art Ruhephase. Sobald die Temperaturen sinken und wieder ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, können sie sich erholen.
Deshalb gilt zunächst: abwarten und genau hinschauen. Zeigen sich nach Regen oder gründlichem Wässern wieder grüne Halme, besteht Hoffnung auf eine natürliche Regeneration.
Bleiben einzelne Flächen dagegen dauerhaft kahl, kann dort nachgesät werden. Ende August und der beginnende September bieten dafür häufig gute Bedingungen: Der Boden ist noch warm, während die starke Sommerhitze langsam nachlässt.
Tipp: Grasarten, die Hitze besonders gut vertragen.
Jetzt nicht zu kurz mähen
Auch wenn der Rasen ungepflegt aussieht, sollte er nach Hitze und Trockenheit nicht radikal heruntergemäht werden. Eine etwas größere Schnitthöhe schützt den Boden vor schneller Austrocknung und gibt geschwächten Gräsern mehr Blattfläche für die Regeneration.
Wer kahle Stellen ausbessern möchte, lockert dort zunächst den Boden, entfernt abgestorbenes Pflanzenmaterial und bringt anschließend Rasensamen aus. Entscheidend ist danach eine gleichmäßige Feuchtigkeit, damit die Samen keimen können.
Tipp: Rasenpflege im Sommer
Vertrocknete Pflanzen: Erst prüfen, dann schneiden
Bei Stauden und Sträuchern ist ebenfalls nicht jede braune Pflanze verloren. Ein einfacher Blick auf Triebe und Knospen verrät häufig, ob noch Leben vorhanden ist.
Vertrocknete Blüten und eindeutig abgestorbene Pflanzenteile können entfernt werden. Bei Gehölzen sollte mit größeren Schnittmaßnahmen allerdings vorsichtig umgegangen werden. Ein starker Rückschnitt zum falschen Zeitpunkt kann die Pflanze zusätzlich belasten.
Pflanzen, die den Sommer nur knapp überstanden haben, brauchen jetzt vor allem ausreichend Wasser. Dabei ist seltenes, aber durchdringendes Gießen meist sinnvoller als täglich nur die oberste Erdschicht anzufeuchten.
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Beete auf den Herbst vorbereiten
Auch ausgetrocknete Beete profitieren jetzt von etwas Aufmerksamkeit. Eine Mulchschicht aus geeignetem organischem Material kann dabei helfen, Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und starke Temperaturschwankungen abzumildern.
Wo Pflanzen vollständig eingegangen sind, entstehen außerdem freie Flächen für eine Neugestaltung. Dabei lohnt es sich, über Arten nachzudenken, die mit Hitze und zeitweiser Trockenheit besser zurechtkommen.
Lavendel, Salbei oder Katzenminze beispielsweise gelten an passenden sonnigen Standorten als vergleichsweise trockenheitsverträglich. Entscheidend bleibt jedoch immer, ob Boden und Standort zu den jeweiligen Pflanzen passen.
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Beim Gießen kommt es auf den Zeitpunkt an
Nach einem heißen Sommer sollte Wasser möglichst dort ankommen, wo es gebraucht wird: an den Wurzeln. Besonders günstig sind die kühleren Morgenstunden. Dann verdunstet weniger Wasser als während der Mittagshitze.
Statt den gesamten Garten oberflächlich zu beregnen, können Pflanzen gezielt und ausreichend lange gewässert werden. Das fördert eine tiefere Durchfeuchtung des Bodens.
Topfpflanzen benötigen besondere Aufmerksamkeit. Ihre begrenzte Erdmenge trocknet deutlich schneller aus als Gartenboden. Gleichzeitig sollte überschüssiges Wasser ablaufen können, damit keine Staunässe entsteht.
Der Spätsommer bietet eine zweite Chance
Die Schäden eines Hitzesommers lassen sich nicht überall innerhalb weniger Tage beseitigen. Doch Ende August beginnt für viele Gartenbesitzer eine wichtige Phase: Die größte Sommerhitze lässt nach, der Boden ist noch warm und bis zum Winter bleibt Zeit, damit sich Rasen und Pflanzen erholen können.
Wer jetzt kahle Stellen ausbessert, geschwächte Pflanzen richtig versorgt und seine Beete auf die kommenden Monate vorbereitet, schafft gleichzeitig eine gute Grundlage für die nächste Gartensaison.
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