Unsere Artikel können Partnerlinks enthalten. Im Falle eines Kaufs des Produkts erhalten wir ggf. eine Provision.
Gemütlich, effizient und vergleichsweise klimafreundlich: Pelletöfen bringen viele Vorteile mit sich. Umso störender ist es, wenn das Gerät deutlich hörbar arbeitet. Woher kommen die Geräusche – und was lässt sich dagegen tun? Die wichtigsten Ursachen und Stellschrauben im Überblick.
Ein Pelletofen arbeitet nicht geräuschlos – falsche Einstellungen können die Betriebsgeräusche jedoch unnötig verstärken. Foto: iStock.com / urbazon
Wie entstehen Geräusche bei einem Pelletofen?
Ein Pelletofen ist kein geräuschloses Heizsystem. Mehrere mechanische Bauteile arbeiten gleichzeitig: Motor, Förderschnecke und Gebläse. Entsprechend lassen sich Betriebsgeräusche nicht vollständig vermeiden.
Am häufigsten stammt der Lärm vom Ventilator, der die warme Luft im Raum verteilt. Je höher die Drehzahl, desto stärker macht sich ein gleichmäßiges Brummen oder Rauschen bemerkbar.
Hinzu kommt die Förderschnecke, die die Pellets aus dem Vorratsbehälter in den Brennraum transportiert. Sie erzeugt ein regelmäßiges Klicken oder Klacken, das bei ungünstigen Einstellungen lauter ausfallen kann.
Auch Vibrationen des Gehäuses spielen eine Rolle. Sie können sich auf Boden, Wand oder Abgasrohr übertragen und das Geräusch verstärken.
Die gute Nachricht: Viele dieser Geräusche lassen sich deutlich reduzieren – vorausgesetzt, die Ursache wird gezielt angegangen.
Ventilatorleistung reduzieren
In den meisten Fällen ist die Warmluftgebläse die Hauptlärmquelle. Viele Pelletöfen erlauben eine manuelle Einstellung der Ventilatorstufen, häufig in mehreren Leistungsgraden.
Eine niedrigere Stufe senkt nicht nur den Geräuschpegel, sondern sorgt oft auch für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung. Alternativ lässt sich bei vielen Modellen der Konvektionsbetrieb ohne Gebläse aktivieren. Die Wärme wird dann ausschließlich über natürliche Luftzirkulation abgegeben – nahezu geräuschlos.
Bei kanalisierbaren Pelletöfen, die mehrere Räume versorgen, steigt der Geräuschpegel bauartbedingt an. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Ventilator nur für die Luftkanäle zu nutzen und den Hauptraum im Konvektionsbetrieb zu beheizen.
Pelletzufuhr richtig einstellen
Die Förderschnecke transportiert die Pellets portionsweise in den Brennraum. Erfolgt dieser Vorgang in kurzen, schnellen Intervallen, entstehen hörbare Klack- oder Knackgeräusche.
Abhilfe schaffen zwei mögliche Einstellungen:
- eine längere Laufzeit der Förderschnecke
- ein möglichst gleichmäßiger Dauerbetrieb
Letzterer gilt als die leiseste Variante, da abrupte Start- und Stoppbewegungen entfallen.
Gusseisernen Brenntopf bevorzugen
Eine weitere, oft unterschätzte Geräuschquelle ist der Brenntopf (auch Feuerraumschale genannt). In ihn fallen die Pellets, bevor sie verbrennen.
Besteht der Brenntopf aus Stahl, kann das Aufprallen der Pellets ein helles, metallisches Geräusch erzeugen. Modelle aus Gusseisen dämpfen diesen Effekt deutlich besser. Sofern der Hersteller einen Austausch zulässt, kann sich ein Wechsel lohnen.
Hochwertige Pellets verwenden
Auch die Qualität der Pellets hat Einfluss auf die Lautstärke. Zertifizierte Holzpellets nach ENplus A1 oder DINplus weisen eine gleichmäßige Form, geringe Restfeuchte und wenig Abrieb auf.
Das sorgt für einen ruhigeren Lauf der Förderschnecke und ein gleichmäßiges Nachrutschen der Pellets in den Brenntopf. Gleichzeitig wird die Staubentwicklung reduziert – ein weiterer Faktor, der Geräusche und Verschleiß begünstigen kann.
Pelletofen regelmäßig reinigen
Mit der Zeit lagern sich Asche, Staub und Ruß im Gerät ab – insbesondere im Bereich der Luftführung, des Ventilators und der Pelletzufuhr. Das erhöht den Widerstand, der Motor arbeitet stärker und der Geräuschpegel steigt.
Regelmäßiges Entleeren des Aschekastens, Absaugen von Rückständen und Reinigen der Lüftungsgitter helfen, den Betrieb leiser zu halten.
Schrauben, Verkleidungen und Aufstellfläche prüfen
Durch die Hitze dehnen sich Materialien aus. Lose Verkleidungsteile, Schrauben oder Halterungen können dadurch beginnen zu vibrieren. Auch der Kontakt zum Boden oder zur Wand spielt eine Rolle.
Abhilfe schaffen:
- das Nachziehen von Schrauben und Befestigungen
- das Prüfen von Seitenteilen und Abdeckungen
- schwingungsdämpfende Unterlagen wie Gummipuffer oder Silentblöcke unter dem Ofen
Ein letzter, wichtiger Hinweis: Die jährliche Wartung und der vorgeschriebene Schornsteinfegertermin sollten nicht vernachlässigt werden. Sie sichern nicht nur einen effizienten und sicheren Betrieb, sondern tragen auch dazu bei, dass der Pelletofen möglichst leise arbeitet.
Geschrieben am 01.02.2026
von
0% der Leser fanden diesen Artikel hilfreich
Seite weiterleiten
Artikel drucken