Der Immobilienmarkt in Düsseldorf bleibt einer der teuersten in Nordrhein-Westfalen. Besonders zentrale und rheinnahe Wohnlagen erzielen hohe Quadratmeterpreise, während einige Außenbezirke noch vergleichsweise günstige Kaufmöglichkeiten bieten. Das zeigen aktuelle Daten von immowelt.
Der Medienhafen in Düsseldorf mit dem bekannten Fernsehturm, Foto: iStock.com / querbeet
Das Wichtigste im Überblick
- Datenbasis & Stand: immowelt Marktbericht (Mai 2026)
- Teuerste Wohnlagen (Wohnungen): Düsseldorf-Altstadt mit durchschnittlich 8.103 €/m² (Eigentumswohnungen)
- Teuerste Wohnlagen (Häuser): Düsseldorf-Kaiserswerth mit durchschnittlich 8.947 €/m² (Einfamilienhäuser)
- Günstigste Wohnlagen (Wohnungen): Düsseldorf-Garath mit durchschnittlich 3.324 €/m² (Eigentumswohnungen)
- Günstigste Wohnlagen (Häuser): Düsseldorf-Reisholz mit durchschnittlich 4.218 €/m² (Einfamilienhäuser)
Wer in Düsseldorf eine Immobilie kaufen möchte, sollte die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen genau im Blick behalten. Vor allem hochwertige Wohnlagen mit guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität bleiben gefragt. Gleichzeitig suchen viele Käufer nach Alternativen in günstigeren Stadtteilen, um trotz hoher Immobilienpreise Eigentum erwerben zu können.
Premiumlagen am Rhein bleiben besonders gefragt
Zu den teuersten Wohnlagen Düsseldorfs zählt aktuell die Altstadt. Mit durchschnittlich rund 8.103 Euro pro Quadratmeter liegt das Preisniveau hier rund 80 Prozent über dem Düsseldorfer Durchschnitt von 4.493 Euro pro Quadratmeter. Die zentrale Lage, die Nähe zum Rhein und das begrenzte Angebot sorgen weiterhin für eine konstant hohe Nachfrage.
Auch Oberkassel und Carlstadt bleiben stark gefragt. Besonders Oberkassel gehört seit Jahren zu den exklusivsten Adressen der Stadt. Altbauwohnungen, zahlreiche Cafés und die direkte Nähe zum Rhein machen den linksrheinischen Stadtteil besonders attraktiv. Käufer zahlen hier aktuell durchschnittlich rund 6.635 Euro pro Quadratmeter.
Carlstadt überzeugt vor allem durch die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Königsallee und zur Altstadt. Die hohe Wohnqualität und das begrenzte Angebot treiben die Preise weiter nach oben. Mit durchschnittlich 6.617 Euro pro Quadratmeter zählt auch Carlstadt zu den teuersten Wohnlagen Düsseldorfs.
Ebenfalls gefragt bleiben Niederkassel und Kalkum. Während Niederkassel vor allem durch ruhige Wohnstraßen und die Rheinnähe punktet, überzeugt Kalkum mit großzügigen Wohnlagen und einer vergleichsweise grünen Umgebung. Laut Daten von immowelt liegen die Kaufpreise in beiden Stadtteilen deutlich über dem Düsseldorfer Durchschnitt.
Top 5 teuerste Stadtteile in Düsseldorf
| Stadtteil | Ø Kaufpreis pro qm | Abweichung zum Düsseldorfer Durchschnitt |
|---|---|---|
| Altstadt | 8.103 € | +80 % |
| Oberkassel | 6.635 € | +48 % |
| Carlstadt | 6.617 € | +47 % |
| Niederkassel | 5.971 € | +33 % |
| Kalkum | 5.591 € | +24 % |
Familien setzen auf grüne Wohnlagen
Neben den zentralen Premiumlagen gewinnen familienfreundliche Stadtteile zunehmend an Bedeutung. Besonders Stadtteile wie Kaiserswerth, Wittlaer oder Benrath bleiben bei Käufern gefragt. Viele Familien suchen gezielt nach ruhigen Wohnlagen mit guter Infrastruktur und viel Grün.
Kaiserswerth überzeugt dabei vor allem durch seine historische Altstadt, die Rheinnähe und zahlreiche Einfamilienhäuser. Auch Wittlaer bleibt durch die naturnahe Lage und die hohe Wohnqualität attraktiv. Käufer achten zunehmend auf Faktoren wie Wohnqualität, Schulen und Freizeitmöglichkeiten.
Gleichzeitig profitieren diese Stadtteile von einer guten Verkehrsanbindung in Richtung Innenstadt und Flughafen. Dadurch bleiben sie auch langfristig interessante Wohnstandorte für Eigennutzer.
Günstigere Stadtteile bieten weiterhin Chancen
Trotz des hohen Preisniveaus gibt es in Düsseldorf weiterhin Stadtteile mit vergleichsweise günstigeren Kaufpreisen. Besonders in einigen äußeren Bezirken liegen die Quadratmeterpreise deutlich unter denen der Premiumlagen.
Zu den günstigsten Wohnlagen zählt aktuell Garath. Hier kosten Immobilien durchschnittlich rund 3.324 Euro pro Quadratmeter und damit rund 26 Prozent weniger als im Düsseldorfer Durchschnitt. Auch Hassels, Eller, Lierenfeld und Reisholz bieten weiterhin vergleichsweise erschwingliche Einstiegsmöglichkeiten für Käufer und Kapitalanleger.
Vor allem Eigennutzer mit begrenztem Budget suchen gezielt nach Immobilien in diesen Stadtteilen. Gleichzeitig sehen viele Investoren weiteres Entwicklungspotenzial in günstigeren Quartieren. Infrastrukturmaßnahmen und Modernisierungen könnten die Attraktivität einzelner Stadtteile künftig weiter erhöhen. Das zeigen aktuelle Daten von immowelt.
Top 5 günstigste Stadtteile in Düsseldorf
| Stadtteil | Ø Kaufpreis pro qm | Abweichung zum Düsseldorfer Durchschnitt |
|---|---|---|
| Garath | 3.324 € | -26 % |
| Hassels | 3.545 € | -21 % |
| Eller | 3.608 € | -20 % |
| Lierenfeld | 3.630 € | -19 % |
| Reisholz | 3.671 € | -18 % |
Geschrieben am 23.05.2026
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