Immobilienkauf

Hauskauf rund um Nürnberg: So viel sparen Pendler im Umland

Autorenbild: Andreas Steger
immowelt App herunterladen

Wer im Umland von Nürnberg ein Haus kauft, kann teils mehrere hunderttausend Euro sparen. Doch nicht jeder Ort ist automatisch günstiger als die Stadt. Eine Auswertung zeigt: Gerade nahe gelegene Städte bleiben oft überraschend teuer.

Rund um Nürnberg lohnt sich der Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Während im Stadtgebiet aktuell rund 4.637 Euro pro Quadratmeter für Einfamilienhäuser fällig werden, zeigen die Daten im Umland teils massive Unterschiede. Das geht aus einer Analyse von immowelt hervor.

Dabei zeigt sich ein klares Muster mit einigen überraschenden Ausnahmen. Wer weiter pendelt, kann deutlich sparen. Gleichzeitig gibt es Orte in unmittelbarer Nähe, die preislich kaum unter Nürnberg liegen oder sogar teurer sind.

Hauspreise im Nürnberger Umland:

Nürnberger Kernstadt
teurer als die Kernstadt
günstiger als die Kernstadt
Stadt Pendelzeit Preis (€/m²) Vergleich zur Kernstadt Differenz
Erlangen ca. 20 bis 25 Minuten 4.747 €
+2 %
Fürth ca. 15 bis 20 Minuten 4.310 €
−7 %
Schwabach ca. 20 Minuten 3.712 €
−20 %
Herzogenaurach ca. 25 Minuten 3.940 €
−15 %
Lauf an der Pegnitz ca. 20 bis 25 Minuten 3.827 €
−17 %
Forchheim ca. 30 bis 35 Minuten 3.588 €
−23 %
Neumarkt in der Oberpfalz ca. 35 Minuten 3.267 €
−30 %
Roth ca. 25 bis 30 Minuten 3.164 €
−32 %
Ansbach ca. 40 bis 45 Minuten 2.832 €
−39 %
Amberg ca. 50 bis 60 Minuten 2.350 €
−49 %

Hinweis: Zur Veranschaulichung wurden für diesen Artikel 10 Städte im Umland von Nürnberg ausgewählt. Du interessierst dich für den Kaufpreis in einer anderen Stadt? Dann checke die Hauspreise mit der immowelt Price Map.

Teurer oder auf ähnlichem Niveau wie Nürnberg

Erlangen (ca. 20 bis 25 Minuten | 4.747 €/m² | +2 %)

Erlangen zählt rund 115.000 Einwohner und ist als Universitätsstadt sowie Sitz von Siemens Healthineers einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Nordbayern. Die Stadt liegt direkt nördlich von Nürnberg und ist über S-Bahn, Regionalverkehr sowie die A73 eng angebunden. Häuser kosten hier im Schnitt 4.747 Euro pro Quadratmeter, womit das Preisniveau leicht über dem der Nachbarstadt liegt.

Mehrkosten für ein 150-Quadratmeter-Haus: 16.500 €

Nahe dran und kaum günstiger

Fürth (ca. 15 bis 20 Minuten | 4.310 €/m² | −7 %)

Fürth hat etwa 130.000 Einwohner und grenzt direkt an Nürnberg. Die Stadt verfügt über eine eigene wirtschaftliche Struktur mit Mittelstand, Dienstleistungen und wachsendem Technologiesektor. Die Anbindung über U-Bahn, S-Bahn und Autobahnen ist sehr gut. Mit durchschnittlich 4.310 Euro pro Quadratmeter bleibt das Preisniveau trotz Unterschieds weiterhin hoch.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 49.100 €

Klassische Pendlerorte mit echtem Sparpotenzial

Herzogenaurach (ca. 25 Minuten | 3.940 €/m² | −15 %)

Die rund 24.000 Einwohner zählende Stadt ist weltweit bekannt als Sitz von Adidas, Puma und Schaeffler. Herzogenaurach liegt westlich von Nürnberg und ist über Bundesstraßen gut erreichbar. Häuser kosten hier im Schnitt 3.940 Euro pro Quadratmeter und liegen damit spürbar unter dem Niveau der Metropole.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 104.600 €

Lauf an der Pegnitz (ca. 20 bis 25 Minuten | 3.827 €/m² | −17 %)

Mit etwa 27.000 Einwohnern ist Lauf ein wichtiger Standort im Nürnberger Osten. Die Stadt verfügt über eine gute S-Bahn-Anbindung und eine solide industrielle Basis. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 3.827 Euro pro Quadratmeter und zeigt, dass sich bereits im direkten Umland deutliche Unterschiede ergeben.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 121.500 €

Schwabach (ca. 20 Minuten | 3.712 €/m² | −20 %)

Schwabach mit rund 41.000 Einwohnern liegt südlich von Nürnberg und ist über S-Bahn und Autobahn sehr gut angebunden. Die Stadt hat eine lange Tradition im Handwerk und Mittelstand. Häuser kosten hier im Schnitt 3.712 Euro pro Quadratmeter und sind damit deutlich günstiger.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 138.800 €

Ab 30 Minuten wird es richtig günstig

Forchheim (ca. 30 bis 35 Minuten | 3.588 €/m² | −23 %)

Forchheim hat etwa 33.000 Einwohner und liegt nördlich von Nürnberg zwischen Erlangen und Bamberg. Die Stadt ist über die Bahnstrecke Nürnberg Bamberg gut erreichbar und verfügt über eine starke industrielle Basis. Der Quadratmeterpreis liegt bei 3.588 Euro und damit klar unter dem Niveau der Großstadt.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 157.400 €

Neumarkt in der Oberpfalz (ca. 35 Minuten | 3.267 €/m² | −30 %)

Die Kreisstadt mit rund 41.000 Einwohnern liegt südöstlich von Nürnberg und ist über die A3 sowie Regionalzüge angebunden. Neumarkt ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit Industrie und Dienstleistungen. Häuser kosten hier im Schnitt 3.267 Euro pro Quadratmeter.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 205.500 €

Roth (ca. 25 bis 30 Minuten | 3.164 €/m² | −32 %)

Roth zählt etwa 26.000 Einwohner und liegt südlich von Nürnberg. Die Stadt ist über die S-Bahn und die A6 angebunden. Mit durchschnittlich 3.164 Euro pro Quadratmeter gehört Roth zu den günstigeren Standorten im Umland.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 221.000 €

Du planst den Kauf einer Immobilie? 

Meine Immobilie finden

Weit draußen maximal sparen

Ansbach (ca. 40 bis 45 Minuten | 2.832 €/m² | −39 %)

Ansbach ist mit rund 42.000 Einwohnern eine der größten Städte in Mittelfranken und Sitz der Bezirksregierung. Die Stadt liegt westlich von Nürnberg und ist über die Bahn sowie die B14 erreichbar. Häuser kosten hier im Schnitt 2.832 Euro pro Quadratmeter.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 270.800 €

Amberg (ca. 50 bis 60 Minuten | 2.350 €/m² | −49 %)

Amberg hat rund 42.000 Einwohner und liegt östlich von Nürnberg in der Oberpfalz. Die Stadt ist ein eigenständiges wirtschaftliches Zentrum mit Industrie, Maschinenbau und einer Hochschule. Über Regionalzüge besteht eine direkte Anbindung Richtung Nürnberg. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 2.350 Euro pro Quadratmeter.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 343.100 €

Nähe kostet – Distanz zahlt sich aus

Ein Blick auf das Umland zeigt, dass Nähe allein kein Garant für niedrige Preise ist. Städte wie Erlangen liegen preislich sogar leicht über Nürnberg, während Fürth nur begrenztes Sparpotenzial bietet. Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Nachfrage treiben die Preise auch außerhalb der Stadtgrenzen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass sich mit zunehmender Pendelzeit das Sparpotenzial deutlich erhöht. Ab etwa 30 Minuten Fahrzeit sinken die Preise spürbar, während im erweiterten Umland wie in Ansbach oder Amberg deutlich größere Einsparungen möglich sind. Dennoch bleibt das Umland ein heterogener Markt mit klaren Ausnahmen in beide Richtungen.

(0)
0 von 5 Sternen
5
 
4
 
3
 
2
 
1
 
Deine Bewertung:

Seite weiterleiten

Artikel drucken

War dieser Artikel hilfreich?

immowelt Redaktionskodex

Die immowelt Redaktion verfügt über ein breites Immobilienwissen und bietet den Lesern sorgfältig recherchierte Informationen in hilfreichen Ratgebertexten. Der Anspruch der immowelt Experten ist es, komplexe Sachverhalte möglichst einfach wiederzugeben. Sämtliche Inhalte werden regelmäßig überprüft und verlässlich aktualisiert. Die immowelt Redaktion kann und darf keine rechtsgültige Beratung leisten. Für rechtsverbindliche Auskünfte empfehlen wir stets den Rat eines Fachanwalts, Eigentümer- oder Mieterverbands einzuholen.

Hier geht es zu unserem Impressum, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Hinweisen zum Datenschutz und nutzungsbasierter Online-Werbung.