Energieeffizienzklassen

Energieeffizienzklasse A: Warum sich die zweithöchste Klasse wirklich lohnt

Autorenbild: Andreas Steger

Ein Haus mit Energieeffizienzklasse A verbraucht deutlich weniger Energie als herkömmliche Gebäude. Doch was steckt genau hinter dieser Bewertung? Und wie kannst du diesen Standard erreichen – und davon profitieren?

So wird Energieeffizienzklasse A definiert

Die Energieeffizienzklasse A ist die zweithöchste Stufe im Energieausweis und steht für einen sehr niedrigen Energieverbrauch: Konkret liegt der Bedarf zwischen 30 und 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Zum Vergleich: Ein unsaniertes Haus der Klasse H kann mehr als das Zehnfache benötigen. Klasse A bedeutet daher: Das Gebäude ist hervorragend gedämmt, technisch modern ausgestattet und auf dem neuesten energetischen Stand.

Technische Merkmale von Gebäuden der Klasse A

Um die Anforderungen der Effizienzklasse A zu erfüllen, braucht es mehr als nur neue Fenster oder eine moderne Heizung. Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen, die gemeinsam für einen geringen Energiebedarf sorgen:

  • Hochwertige Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke
  • Fenster mit Wärmeschutzverglasung, meist mindestens doppelt verglast
  • Effiziente Heizsysteme wie Gas-Brennwertgeräte oder Wärmepumpen
  • Solaranlagen für Warmwasser oder Photovoltaik zur Stromgewinnung
  • Luftdichte Gebäudehülle zur Vermeidung von Wärmeverlusten

Diese Ausstattung sorgt nicht nur für niedrige Heizkosten, sondern auch für ein angenehmes Raumklima und einen stabilen Immobilienwert.

Welche Sanierungen bringen dein Haus auf Klasse A?

Ein Altbau erreicht die Energieeffizienzklasse A nur durch eine gezielte energetische Sanierung. Dabei spielen mehrere Maßnahmen zusammen, die sich Schritt für Schritt umsetzen lassen. Häufige Bausteine auf dem Weg zur Klasse A sind:

  • Dämmung der Außenfassade, z. B. mit einem Wärmedämmverbundsystem
  • Isolierung von Dach und Kellerdecke
  • Austausch veralteter Fenster durch moderne Modelle mit Wärmeschutz
  • Erneuerung der Heizungsanlage – oft in Kombination mit Solarthermie
  • Dämmung von Heizungsrohren und Warmwasserleitungen

Ein sogenannter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) hilft dabei, die Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen. Er wird von Energieberatern erstellt und sogar staatlich gefördert.

Welche Fördermittel gibt es für die Sanierung?

Die staatliche Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt viele energetische Sanierungsmaßnahmen. Bezuschusst werden unter anderem:

  • Fassaden- und Dachdämmung
  • Austausch von Fenstern
  • Erneuerung der Heiztechnik

Wichtig: Der Förderantrag muss vor dem Start der Sanierung gestellt werden. Je nach Maßnahme und Einkommen sind Zuschüsse von bis zu 30 Prozent möglich. Für die Erreichung der Effizienzklasse A gibt es zwar keine direkte Prämie, aber sie ist durch die Kombination geförderter Maßnahmen erreichbar – und damit oft günstiger als gedacht.

Wie wirkt sich die Effizienzklasse auf den Immobilienwert aus?

Ein Haus mit Energieeffizienzklasse A kann sich beim Verkauf oder der Vermietung positiv auf den Preis auswirken. Laut einer immowelt Analyse liegt der durchschnittliche Preisaufschlag im Vergleich zu einem unsanierten Gebäude bei etwa 8 Prozent. Zwar fällt der Bonus nicht ganz so hoch aus wie bei einem A+-Objekt, doch auch Klasse A signalisiert Käufern und Mietern: Hier ist energetisch alles im grünen Bereich.

Lesetipp: Welche Energieeffizienzklasse hat mein Haus?

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