Wintersport im Schwarzwald boomt – und mit ihm die Immobilienpreise rund um den Feldberg. Welche Orte besonders teuer sind und warum selbst Spitzenlagen im Südwesten noch unter Alpen-Niveau bleiben, zeigt der Überblick.
Eine eigene Immobilie direkt am Hang? Das ist der heimliche Traum vieler Skisport-Begeisteter. Foto: iStock.com / Tsisha
Baden-Württemberg steht im Winter vor allem für den Schwarzwald. Zwar reichen die Höhenlagen nicht an die Alpen heran, doch auch hier haben sich einige Wintersportorte zu gefragten Immobilienstandorten entwickelt. Besonders rund um den Feldberg zeigt sich ein deutliches Preisgefälle innerhalb der Region.
An der Spitze liegt Oberried mit durchschnittlich 3.259 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgt Feldberg selbst mit 3.148 Euro. Auch Münstertal (3.084 Euro) bewegt sich auf vergleichsweise hohem Niveau. Diese Orte profitieren von ihrer Nähe zum größten zusammenhängenden Skigebiet Baden-Württembergs.
Feldberg-Region als Preistreiber
Der Feldberg ist das Herz des Wintersports im Südwesten. Moderne Liftanlagen, vergleichsweise gute Schneesicherheit für Mittelgebirgslagen und eine starke touristische Infrastruktur sorgen für stabile Nachfrage. Wer hier kauft, investiert nicht nur in Pistennähe, sondern in eine etablierte Ferienregion mit Ganzjahresangebot.
Auch kleinere Orte im direkten Umfeld profitieren davon. Die Nachfrage kommt häufig aus dem Großraum Freiburg, aus der Rheinebene oder aus der Schweiz.
Mittleres Preisniveau im Hochschwarzwald
Etwas günstiger, aber weiterhin gefragt, sind Orte wie Bernau im Schwarzwald (2.348 Euro) oder Todtnau (2.258 Euro). Beide verfügen über eigene Skigebiete oder direkte Anbindung an Wintersportinfrastruktur, bleiben preislich jedoch klar unterhalb der Feldberg-Region.
Aitern (2.211 Euro) liegt ebenfalls in diesem Bereich. Die Gemeinde profitiert vom Skigebiet am Belchen, das zwar kleiner ist als der Feldberg, aber touristisch etabliert.
Übersicht:
| Ort | Region | Preis pro m² |
|---|---|---|
| Oberried | Schwarzwald | 3.259 € |
| Feldberg | Schwarzwald | 3.148 € |
| Münstertal | Schwarzwald | 3.084 € |
| Bernau im Schwarzwald | Schwarzwald | 2.348 € |
| Todtnau | Schwarzwald | 2.258 € |
| Aitern | Schwarzwald | 2.211 € |
Deutlicher Abstand zu den Alpen
Im Vergleich zu den bayerischen Alpen wirkt das Preisniveau moderat. Selbst der teuerste Wintersportort Baden-Württembergs bleibt deutlich unter der 4.000-Euro-Marke. Zwischen Oberried mit 3.259 Euro und Aitern mit 2.211 Euro liegt ein Unterschied von gut 1.000 Euro pro Quadratmeter.
Das zeigt: Wintersport im Schwarzwald ist gefragt, aber strukturell anders aufgestellt als in den Alpen. Geringere Höhenlagen, kleinere Skigebiete und eine stärkere regionale Nachfrage begrenzen die Preisentwicklung.
Feldberg bleibt teuerster Standort im Südwesten
Innerhalb Baden-Württembergs konzentriert sich das höchste Preisniveau klar auf die Feldberg-Region. Orte im Hochschwarzwald erreichen solide, aber im Bundesvergleich moderate Werte.
Wer in Baden-Württemberg in Pistennähe investieren will, zahlt am Feldberg den höchsten Quadratmeterpreis. Im Vergleich zu den Alpen bleiben die Einstiegspreise jedoch deutlich niedriger.
Geschrieben am 15.02.2026
von
67% der Leser fanden diesen Artikel hilfreich
Seite weiterleiten
Artikel drucken