Skifahren wird zum Luxus? In Bayerns Wintersportorten steigen nicht nur die Preise für Liftkarten – auch Immobilien sind vielerorts längst im Premiumsegment angekommen.
Eine eigene Immobilie direkt am Hang? Das ist der heimliche Traum vieler Skisport-Begeisteter. Foto: iStock.com / Maica
Spitzengruppe: Luxuslage in den Bayerischen Alpen
Bayern steht für Wintersport – und vor allem die Alpenregion treibt die Immobilienpreise nach oben. In den bekanntesten Wintersportorten sind Wohnungen längst im Premiumsegment angekommen. Doch wo ist es am teuersten? An der Spitze steht Oberstdorf mit durchschnittlich 6.410 Euro pro Quadratmeter.
Es folgen Schliersee mit 6.224 Euro und Garmisch Partenkirchen mit 6.138 Euro. Auch Bayrischzell mit 5.665 Euro, Grainau mit 5.439 Euro und Lenggries mit 5.320 Euro liegen deutlich über der Marke von 5.000 Euro. Diese Orte vereinen mehrere Preistreiber. Hohe Schneesicherheit, moderne Liftanlagen, große zusammenhängende Skigebiete und internationale Bekanntheit sorgen für eine konstant hohe Nachfrage. Rund um die Zugspitze oder das Sudelfeld zahlen Käufer nicht nur für Pistennähe, sondern für ganzjährige Premiumlagen mit Alpenpanorama.
Oberstdorf, Tegernsee, Berchtesgaden: Ganzjahres Tourismus stabilisiert die Nachfrage
Skigebiete wie Oberstdorf, Berchtesgaden mit 4.497 Euro oder Orte rund um den Tegernsee wie Schliersee sind längst keine reinen Wintersportdestinationen mehr. Wanderer, Wellnessgäste und Zweitwohnsitzkäufer sorgen auch außerhalb der Saison für stabile Nachfrage. Das macht diese Regionen besonders wertstabil. Wer hier kauft, investiert nicht nur in ein Skigebiet, sondern in einen Ganzjahresstandort mit hoher touristischer Strahlkraft.
Allgäu und Oberbayern: Große Unterschiede auf engem Raum
Innerhalb der Alpenregion zeigen sich deutliche Preisunterschiede. Im Allgäu zählen Bolsterlang mit 5.172 Euro und Ofterschwang mit 4.541 Euro zu den teureren Standorten, während Rettenberg mit 3.810 Euro oder Halblech mit 3.846 Euro noch unter der 4.000 Euro Marke liegen.
Auch im Oberland differenziert sich der Markt. Mittenwald mit 5.020 Euro oder Kochel am See mit 4.867 Euro liegen deutlich höher als kleinere Gemeinden. Auffällig ist zudem, dass selbst Orte mit überschaubareren Skigebieten wie Nesselwang mit 4.351 Euro oder Pfronten mit 4.328 Euro inzwischen ein solides Preisniveau erreicht haben.
Bayerischer Wald: Deutlich günstiger trotz Arber
Anders das Bild im Bayerischen Wald. Hier liegen die Quadratmeterpreise spürbar niedriger. Bayerisch Eisenstein kommt auf 1.239 Euro, Arrach auf 1.406 Euro, Neukirchen beim Heiligen Blut auf 1.533 Euro und Bischofsmais auf 1.959 Euro.
Auch Bodenmais, touristisch eng mit dem Großen Arber verbunden, bewegt sich typischerweise auf diesem Niveau und damit deutlich unter den Preisen der Alpenregion.
Die Gründe sind strukturell. Geringere Höhenlagen, kleinere Skigebiete und eine kürzere Saison begrenzen die Nachfrage. Während Garmisch oder Oberstdorf internationales Publikum anziehen, bleibt der Bayerische Wald stärker regional geprägt.
Über 5.000 Euro Unterschied pro Quadratmeter
Der Abstand zwischen dem teuersten und dem günstigsten Wintersportort ist erheblich. Zwischen Oberstdorf mit 6.410 Euro und Bayerisch Eisenstein mit 1.239 Euro liegen mehr als 5.000 Euro pro Quadratmeter.
Das zeigt, dass Skigebiet nicht gleich Skigebiet ist. Entscheidend sind Größe, Höhenlage, Infrastruktur, touristische Strahlkraft und die Frage, ob ein Ort nur im Winter gefragt ist oder ganzjährig als Premiumstandort gilt.
Fazit: Die Alpen bleiben Preistreiber
In Bayern dominieren klar die Alpenregionen das obere Preisniveau. Rund um Zugspitze, Tegernsee und Allgäu sind Immobilien längst hochpreisige Investitionsgüter.
Der Bayerische Wald bleibt im Vergleich deutlich erschwinglicher, bietet jedoch kleinere Skigebiete und eine stärker regionale Nachfrage. Wer in Pistennähe investieren will, zahlt in den Alpen einen deutlichen Aufpreis. Wer Wintersport mit moderaterem Budget sucht, findet im Bayerischen Wald noch bezahlbarere Alternativen.
Die Übersicht
| Ort | Region | Preis pro m² |
|---|---|---|
| Oberstdorf | Bayerische Alpen | 6.410 € |
| Schliersee | Bayerische Alpen | 6.224 € |
| Garmisch-Partenkirchen | Bayerische Alpen | 6.138 € |
| Bayrischzell | Bayerische Alpen | 5.665 € |
| Grainau | Bayerische Alpen | 5.439 € |
| Lenggries | Bayerische Alpen | 5.320 € |
| Bolsterlang | Bayerische Alpen | 5.172 € |
| Aschau im Chiemgau | Bayerische Alpen | 5.044 € |
| Mittenwald | Bayerische Alpen | 5.020 € |
| Kochel am See | Bayerische Alpen | 4.867 € |
| Reit im Winkl | Bayerische Alpen | 4.782 € |
| Oberammergau | Bayerische Alpen | 4.646 € |
| Bad Hindelang | Bayerische Alpen | 4.538 € |
| Oberaudorf | Bayerische Alpen | 4.530 € |
| Ofterschwang | Bayerische Alpen | 4.541 € |
| Berchtesgaden | Bayerische Alpen | 4.497 € |
| Nesselwang | Bayerische Alpen | 4.351 € |
| Pfronten | Bayerische Alpen | 4.328 € |
| Oberstaufen | Bayerische Alpen | 4.200 € |
| Bad Kohlgrub | Bayerische Alpen | 4.030 € |
| Wertach | Bayerische Alpen | 3.983 € |
| Immenstadt im Allgäu | Bayerische Alpen | 3.894 € |
| Halblech | Bayerische Alpen | 3.846 € |
| Rettenberg | Bayerische Alpen | 3.810 € |
| Balderschwang | Bayerische Alpen | 3.410 € |
| Bischofsmais | Bayerischer Wald | 1.959 € |
| Sankt Englmar | Bayerischer Wald | 1.782 € |
| Neukirchen beim Heiligen Blut | Bayerischer Wald | 1.533 € |
| Arrach | Bayerischer Wald | 1.406 € |
| Bayerisch Eisenstein | Bayerischer Wald | 1.239 € |
Geschrieben am 13.02.2026
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