24, 26 oder doch 28 Grad? Wenn draußen die Temperaturen steigen, stellt sich vielen die Frage: Wie warm darf es in der Wohnung eigentlich werden? Schon wenige Grad können einen großen Unterschied für den Wohnkomfort, den Schlaf und den Energieverbrauch machen. Doch welche Temperatur gilt im Sommer als optimal? Die Antwort hängt auch davon ab, in welchem Raum man sich aufhält.
Hohe Raumtemperaturen können den Kreislauf belasten und den Schlaf verschlechtern. Foto: iStock.com / cyano66
Wohn- und Arbeitsräume: 24 bis 26 Grad sind ideal
Für Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsräume empfehlen Experten im Sommer eine Temperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius. In diesem Bereich bleibt das Raumklima angenehm, ohne dass Klimaanlagen unnötig viel Energie verbrauchen.
Steigt die Raumtemperatur über 28 Grad, wird die Hitze für viele Menschen deutlich belastender. Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und ein erhöhtes Risiko für Kreislaufbeschwerden können die Folge sein. Besonders ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten dann auf ausreichenden Hitzeschutz achten.
Schlafzimmer: Möglichst kühl bleiben
Für einen erholsamen Schlaf gelten weiterhin Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad als ideal. Während einer Hitzewelle lässt sich dieser Wert jedoch oft kaum erreichen.
Ein guter Kompromiss im Sommer sind etwa 24 Grad im Schlafzimmer. Das sorgt zwar nicht für optimale Schlafbedingungen, ermöglicht aber zumindest eine vergleichsweise angenehme Nachtruhe.
So bleibt die Wohnung auch ohne Klimaanlage kühl
Wer auf eine Klimaanlage verzichten möchte, kann mit einfachen Maßnahmen die Raumtemperatur senken:
- Fenster und Rollläden schließen, sobald es draußen wärmer ist als drinnen.
- Früh morgens und spät abends intensiv lüften.
- Zusätzliche Wärmequellen vermeiden, etwa durch den Verzicht auf Backofen, Herd oder Geschirrspüler während der heißesten Tagesstunden.
- Zimmerpflanzen aufstellen. Durch die Verdunstung von Wasser können sie die Umgebungsluft leicht abkühlen.
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Klimaanlage: Nicht zu stark herunterkühlen
Bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad ist die Versuchung groß, die Klimaanlage auf niedrige Temperaturen einzustellen. Fachleute raten jedoch davon ab.
Der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich sollte maximal 5 bis 7 Grad betragen. Wer beispielsweise aus einer auf 20 Grad gekühlten Wohnung in eine 35 Grad heiße Straße tritt, belastet seinen Kreislauf unnötig. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Unwohlsein oder erhöhte Müdigkeit.
Klimaanlage effizient nutzen
Damit die Klimaanlage möglichst sparsam arbeitet, empfehlen Experten folgende Vorgehensweise:
- Die Wohnung morgens zunächst durch Querlüften abkühlen.
- Die Zieltemperatur auf etwa 26 Grad einstellen.
- Nur die Räume klimatisieren, die tatsächlich genutzt werden.
- Die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten.
Gerade die Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle für das persönliche Wärmeempfinden. Ist die Luft zu feucht, verdunstet Schweiß schlechter und der Körper kann sich weniger effektiv abkühlen. Idealerweise sollte die relative Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen unter 60 Prozent liegen.
Fazit: Im Sommer gilt für Wohnräume eine Temperatur von 24 bis 26 Grad als optimal. Im Schlafzimmer darf es möglichst etwas kühler sein. Wer richtig lüftet, Wärmequellen reduziert und eine Klimaanlage maßvoll einsetzt, kann auch an heißen Tagen für ein angenehmes Raumklima sorgen und gleichzeitig Energie sparen.
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