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Wohnung kaufen in Ostdeutschland: Warum Käufer in Chemnitz gewinnen und in Halle verlieren

Autorenbild Kilian Treß
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Wer in Ostdeutschland eine Wohnung kaufen möchte, erlebt derzeit einen gespaltenen Markt. Während Käufer in einigen Städten deutlich mehr Wohnfläche für ihr Geld bekommen als noch vor vier Jahren, müssen Interessenten in anderen Regionen spürbare Abstriche machen. Besonders Chemnitz, Halle und Magdeburg zeigen, wie unterschiedlich sich die Wohnungsmärkte entwickelt haben.

Chemnitz bietet den größten Flächengewinn Deutschlands

Nirgendwo in Deutschland hat sich die leistbare Wohnfläche so stark erhöht wie in Chemnitz. Laut Daten von immowelt reicht ein Budget von 350.000 Euro heute für durchschnittlich 218 Quadratmeter Wohnfläche. Im Jahr 2022 waren es noch 194 Quadratmeter. Käufer gewinnen damit 24 Quadratmeter hinzu. Gleichzeitig sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen seit dem damaligen Höchststand um knapp 11 Prozent gesunken.

Auch Erfurt gehört zu den Gewinnern

Ein ähnlicher Trend zeigt sich in Thüringen. In Erfurt erhalten Käufer heute 114 statt 103 Quadratmeter für ein Budget von 350.000 Euro. Das entspricht einem Plus von 11 Quadratmetern. Die Entwicklung verdeutlicht, dass die Preiskorrektur nach dem Immobilienboom in mehreren ostdeutschen Städten deutlich ausgefallen ist. Käufer profitieren dadurch von einer spürbar höheren Kaufkraft.

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Halle und Magdeburg gehen den entgegengesetzten Weg

Ganz anders sieht die Lage in Sachsen-Anhalt aus. In Halle reicht das gleiche Budget heute nur noch für 112 statt 126 Quadratmeter Wohnfläche. Käufer verlieren damit 14 Quadratmeter. In Magdeburg fällt der Rückgang mit ebenfalls 14 Quadratmetern ähnlich deutlich aus. Beide Städte zählen bundesweit zu den größten Verlierern bei der leistbaren Wohnfläche. Hintergrund sind steigende Wohnungspreise, die den Trend vieler anderer Regionen durchbrechen.

Wohnung kaufen in Ostdeutschland: Städte im Vergleich

Stadt Wohnfläche 2022 Wohnfläche 2026 Veränderung
Chemnitz 194 m² 218 m² +24 m²
Erfurt 103 m² 114 m² +11 m²
Leipzig 118 m² 121 m² +3 m²
Dresden 107 m² 108 m² +1 m²
Jena 91 m² 87 m² -4 m²
Halle (Saale) 126 m² 112 m² -14 m²
Magdeburg 156 qm 142 qm -14 m²

Ostdeutschland entwickelt sich immer unterschiedlicher

Die Zahlen zeigen, dass sich die Wohnungsmärkte im Osten zunehmend auseinanderentwickeln. Während Chemnitz von sinkenden Preisen profitiert und Käufern deutlich mehr Wohnfläche bietet, verteuern sich Wohnungen in Städten wie Halle und Magdeburg weiter. Für Kaufinteressenten lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die jeweilige Region. Kaum irgendwo in Deutschland liegen Gewinner und Verlierer des Immobilienmarkts derzeit so nah beieinander wie in Ostdeutschland.

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