Ratgeber

Trendwende an der Ostsee: Warum Rostock plötzlich teurer ist als Lübeck

Autorenbild Kilian Treß
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Im Nord und Nord-Osten Deutschlands zeigen sich im dritten Quartal 2025 leichte Preissteigerungen. Während Rostock und Lübeck auf Erholungskurs bleiben, zieht Schwerin langsam nach. Der Immobilienmarkt an der Ostseeküste stabilisiert sich – auf moderatem Niveau.

Rostock: Erholung setzt sich fort, aber unter früheren Spitzenwerten

Die Hansestadt Rostock zeigt auch im dritten Quartal 2025, dass sie ihren Erholungskurs fortsetzt. Wohnungen kosten aktuell rund 3.690 Euro pro Quadratmeter, nach etwa 3.640 Euro zu Quartalsbeginn – ein Plus von 1,4 Prozent. Häuser verteuern sich im selben Zeitraum leicht, von 3.265 auf 3.315 Euro pro Quadratmeter (+1,5 Prozent). Das ergeben Daten des immowelt Preiskompass.

Zum Vergleich: Im Sommer 2022 erreichten Wohnungen an der Warnow noch Werte von über 4.000 Euro pro Quadratmeter. Danach kühlte der Markt in Folge steigender Zinsen merklich ab. Seit Mitte 2024 zeigt die Kurve jedoch wieder nach oben. Die Nachfrage bleibt stabil – besonders in den beliebten Küstenvierteln und der lebendigen Innenstadt.
Rostock bleibt zwar unter seinen alten Rekorden, zeigt aber eine solide Erholung und gewinnt langsam wieder an Schwung

Preis-Explorer: Mehrstädte-Vergleich – mobil optimiert

Lübeck: Die Hansestadt stabilisiert sich

In der Hafenstadt Lübeck verläuft die Preisentwicklung im dritten Quartal 2025 ruhig, aber positiv. Wohnungen bewegen sich seit Juli weitgehend seitwärts – aktuell bei etwa 3.640 Euro pro Quadratmeter. Häuser legen hingegen leicht zu, von 3.210 auf 3.255 Euro pro Quadratmeter (+1,4 Prozent).
Schon Anfang 2024 zeichnete sich ab, dass die Preisrückgänge gestoppt sind. Besonders gefragt bleiben Altbauwohnungen in der Altstadt und Reihenhäuser im grünen Gürtel rund um die Trave.
Lübeck profitiert von seiner Nähe zu Hamburg und der Ostsee, bleibt dabei aber preislich deutlich moderater. Der Markt hat sich nach der Zinswende beruhigt – und bewegt sich nun langsam, aber stetig nach oben.

Schwerin: Die Landeshauptstadt holt auf

In der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns zieht der Markt ebenfalls leicht an. Wohnungen steigen auf rund 2.420 Euro pro Quadratmeter, nach 2.390 Euro zu Quartalsbeginn (+1,3 Prozent). Hauspreise klettern etwas stärker, von 2.250 auf 2.295 Euro pro Quadratmeter (+2,0 Prozent).
Schwerin reagiert traditionell etwas verzögert auf überregionale Entwicklungen. Nach einem ruhigen Jahr 2023 zeigt der Trend jetzt wieder nach oben – wenn auch auf niedrigerem Niveau als in den Küstenstädten.
Die Stadt zwischen sieben Seen bleibt eines der günstigsten Pflaster im Norden, bietet aber mit ihrer hohen Lebensqualität und dem Potenzial für Wertzuwächse langfristig attraktive Bedingungen – besonders für Eigennutzer.

Einordnung: Der Ostseeküstenmarkt findet zur Ruhe

Nach der Zinswende hat sich der Immobilienmarkt an der Ostseeküste spürbar stabilisiert. Rostock und Lübeck gelten inzwischen als gefestigt, Schwerin zieht langsam nach.
Die Zinsen bleiben zwar das zentrale Thema, doch die Nachfrage nach Eigentum wächst wieder – vor allem bei Käufern, die selbst einziehen wollen. Wer auf langfristige Sicherheit und Lebensqualität setzt, findet hier solide Einstiegspreise und eine gelungene Mischung aus Stadtleben, Natur und Nähe zum Wasser.

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