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Staffelmietvertrag: Was steckt hinter den regelmäßigen Mieterhöhungen?

Autorenbild Kilian Treß
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Einmal unterschrieben, steigen die Mieten automatisch – und das sogar ganz legal: Der Staffelmietvertrag ist bei Vermietern beliebt, sorgt aber bei Mietern oft für Überraschung. Was du wissen musst und welche Regeln gelten.

Was ist ein Staffelmietvertrag?

Ein Staffelmietvertrag ist ein spezieller Mietvertrag, bei dem bereits im Voraus festgelegt wird, wie und wann sich die Miete erhöht. Anders als bei herkömmlichen Mietverträgen, bei denen Mieterhöhungen  Beispiel mit dem Mietspiegel oder nach Modernisierungen begründet werden müssen, regelt der Staffelmietvertrag die Erhöhungen ganz automatisch.

Wichtig: Die Erhöhungen müssen in Eurobeträgen angegeben werden – prozentuale Angaben sind nicht erlaubt. Außerdem muss zwischen zwei Staffeln mindestens ein Jahr liegen.

Weitere Infos zum gesestzlichen Regeln findest du im Ratgeber zum Staffelmietvertrag.

Was bedeutet das für Mieter?

Der Vorteil: Mieter wissen genau, was auf sie zukommt – es gibt keine überraschenden Mieterhöhungen. Der Nachteil: Auch wenn sich der Mietmarkt entspannt oder andere Mieter günstiger wohnen, bleibt die Staffel gültig.

Ein Beispiel:
Eine Wohnung kostet im ersten Jahr 900 Euro Kaltmiete. Laut Vertrag steigt die Miete nach 12 Monaten auf 930 Euro, nach weiteren 12 Monaten auf 960 Euro usw. Die Steigerung ist fest vereinbart – daran lässt sich später nichts mehr rütteln.

Welche Regeln gelten beim Staffelmietvertrag?

Wer einen Staffelmietvertrag abschließt, sollte Folgendes wissen:

  • Die Staffeln müssen schriftlich im Mietvertrag stehen.
  • Zwischen den Erhöhungen müssen mindestens 12 Monate liegen.
  • Die Miete muss in Eurobeträgen angegeben sein – z. B. „ab 1. Januar 2026: 950 Euro Kaltmiete“.
  • Während der Laufzeit sind keine weiteren Mieterhöhungen zulässig – weder wegen Modernisierungen noch wegen Mietspiegelanpassungen.
  • Auch beim Staffelmietvertrag gelten Mietpreisbremsen und Obergrenzen, etwa bei überhöhten Anfangsmieten.

Ist das fair oder ein Nachteil?

Ob ein Staffelmietvertrag fair ist, hängt vom Einzelfall ab. Vermieter profitieren von der langfristigen Kalkulierbarkeit und umgehen aufwendige Mieterhöhungsverfahren. Mieter wiederum haben zumindest Planungssicherheit – müssen aber genau prüfen, ob die vereinbarten Mieterhöhungen über mehrere Jahre realistisch sind. Vermieter wie Mieter sollten zudem prüfen, ob die Kappungsgrenze eingehalten wird.

Tipp: Wer sich unsicher ist, kann die Mietstaffeln mit dem örtlichen Mietspiegel vergleichen. So lässt sich prüfen, ob die Mietentwicklung im Rahmen bleibt oder die Staffeln überdurchschnittlich ausfallen.

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Für wen lohnt sich ein Staffelmietvertrag?

Für Vermieter ist der Staffelmietvertrag ein beliebtes Instrument, um regelmäßige Einnahmen zu sichern. Für Mieter kann der Vertrag dann sinnvoll sein, wenn:

  • die Wohnung besonders begehrt oder günstig ist,
  • die Mieterhöhung moderat ausfällt,
  • oder die Mietdauer ohnehin nur auf wenige Jahre angelegt ist.

Achtung: Kündigungen sind auch bei einem Staffelmietvertrag möglich – nach Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit, es sei denn, eine Befristung ist ausdrücklich vereinbart.

Fazit: Planbar, aber nicht immer vorteilhaft

Der Staffelmietvertrag kann für beide Seiten Vorteile bringen – aber auch Risiken. Wichtig ist, die Vereinbarungen vor der Unterschrift genau zu prüfen: Stimmen die Beträge? Ist der Zeitraum nachvollziehbar? Und liegt die Startmiete im ortsüblichen Rahmen?

Wer frühzeitig rechnet, kann später besser entscheiden, ob sich das Wohnen auf Zeit mit festgelegtem Preisanstieg wirklich lohnt – oder ob ein klassischer Mietvertrag vielleicht die bessere Wahl ist.

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