Jahreszeiten & Feiertage

Nach dem Winter ein Desaster? So rettest du deinen Rasen im Frühling

Die Vögel zwitschern und die ersten sonnigen Nachmittage locken uns raus in den Garten. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, deinem Rasen wieder auf die Sprünge zu helfen. Aber was genau braucht deine Wiese im März? Hier findest du die besten Tipps für einen gesunden Start in die neue Gartensaison.

1. Die erste Bestandsaufnahme: Wie sieht dein Rasen aus?

Nach dem Winter kann das Gras einige Probleme haben: Moos, kahle Stellen oder eine gelbliche Verfärbung sind keine Seltenheit. Bevor du loslegst, solltest du dir einen Überblick verschaffen:

Sind noch viele Blätter oder Äste auf der Fläche? Dann ist der erste Schritt: Aufräumen!

Steht das Wasser irgendwo? Eventuell hat der Boden eine Verdichtung, die gelockert werden muss.

Ist das Gras dicht und gesund? Falls es stark verfilzt ist, kann ein Vertikutieren nötig sein (dazu später mehr).

Lesetipp: Die Frühlings-Dos und Dont’s für deinen Garten

2. Rasen mähen: Schon oder noch nicht?

Viele Gartenbesitzer sind im März unsicher: Darf man schon mähen? Die Antwort lautet: Es kommt auf die Temperaturen an!

  • Ab 8–10 °C Bodentemperatur beginnt das Gras langsam zu wachsen. Dann kannst du es auf etwa 4–5 cm kürzen.
  • Achtung: Nicht zu tief mähen! Das Gras ist noch geschwächt und braucht eine dichte Oberfläche, um sich zu regenerieren.

3. Düngen: Jetzt braucht der Rasen Nährstoffe

Nach der langen Winterpause ist das Gras oft hungrig. Eine erste Düngung im März kann das Wachstum fördern. Düngen solltest du allerdings nur, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Ein Regenschauer nach dem Düngen hilft, die Nährstoffe gleichmäßig zu verteilen.

💡 Welcher Dünger ist der richtige?

  • Ein stickstoffhaltiger Dünger sorgt für kräftiges Wachstum und sattes Grün.
  • Spezieller Frühlingsdünger für Rasen enthält oft eine Kombination aus Stickstoff, Kalium und Phosphor.
  • Langzeitdünger gibt die Nährstoffe über mehrere Wochen hinweg ab – ideal für eine gleichmäßige Versorgung.
     

📌 Tipp: Im Baumarkt kannst du dich beraten lassen, welcher Dünger am besten zu deinem Rasen passt.

4. Moos und Rasenfilz entfernen: Vertikutieren oder nicht?

Moos liebt schattige, feuchte Stellen – und nach dem Winter ist es oft in Massen vorhanden. Hier hilft Vertikutieren: Dabei wird die Oberfläche leicht angeritzt, um Moos und Rasenfilz zu entfernen.

💡 Was ist Rasenfilz?

Rasenfilz besteht aus abgestorbenen Grashalmen, Moos und Wurzeln, die sich über die Zeit ansammeln und eine dichte, verfilzte Schicht auf der Erde bilden. Diese Schicht verhindert, dass Luft, Wasser und Nährstoffe in den Boden gelangen – das Gras wächst schlechter.

💡 Was bedeutet vertikutieren?

Beim Vertikutieren wird der Rasen mit einem speziellen Gerät behandelt, das mit rotierenden Messern die Oberfläche einritzt. Dadurch werden Moos und Rasenfilz entfernt, und das Gras kann wieder besser „atmen“.

Aber Achtung:

  • Nicht zu früh vertikutieren! Das Gras sollte bereits wachsen, sonst fügst du ihm mehr Schaden als Nutzen zu. Warte bis Mitte/Ende März oder sogar April, je nach Wetterlage.
  • Nicht zu tief gehen! Maximal 3 mm in den Boden eindringen.

Welchen Vertikutierer brauche ich?

Einen Vertikutierer bekommst du in jedem gut sortierten Baumarkt, Gartencenter oder Online-Shop. Falls du ihn nur einmal im Jahr brauchst, kannst du ihn in vielen Baumärkten auch mieten.

Manuell oder elektrisch – was ist besser?

Es gibt zwei Arten von Vertikutierern:

Manuelle Vertikutierer
Sehen aus wie Harken mit scharfen Klingen.
  • Vorteil: Leise, günstig, umweltfreundlich.
  • Nachteil: Erfordert viel Kraft und ist nur für kleine Flächen geeignet.
Elektrische oder benzinbetriebene Vertikutierer
Haben rotierende Messer, die den Boden durchschneiden.
  • Vorteil: Schnell, effektiv, auch für größere Flächen geeignet.
  • Nachteil: Teurer, braucht Strom oder Benzin.

 

📌 Tipp: Hast du eine kleine Rasenfläche, reicht ein manueller Vertikutierer. Bei größeren Gärten lohnt sich ein elektrisches Gerät – oder du leihst dir eines aus.

Alternative zum Vertikutieren: Du kannst auch eine Rasenlüfter-Harke benutzen. Diese hat gebogene Zinken, mit denen du Moos und Rasenfilz aus dem Boden ziehst – das ist allerdings anstrengender als mit einem elektrischen Gerät.

5. Kahle Stellen ausbessern: Nachsäen oder Rollrasen?

Wo der Winter besonders zugeschlagen hat, bleiben kahle Stellen zurück. Doch keine Sorge – die lassen sich ausbessern:

Nachsäen: Spezielle Rasennachsaaten keimen schnell und schließen Lücken innerhalb weniger Wochen.

Rollrasen: Für eine sofortige Lösung kannst du kleine Stücke Rollrasen verlegen.

📌 Tipp: Nach der Nachsaat die Stellen feucht halten, bis die Keimlinge gut angewachsen sind.

6. Bewässerung: Wann braucht der Rasen Wasser?

Im März ist es oft noch feucht genug, aber wenn es bereits trockene Phasen gibt, kann eine erste Bewässerung sinnvoll sein. Für die nachhaltige Gartenbewässerung eignet sich am besten Regenwasser. Erfahre hier alles über Regenwassersammler.

💡 Grundregel: Der Rasen braucht ca. 15–20 Liter Wasser pro Quadratmeter pro Woche, wenn es nicht regnet. Lieber seltener, aber intensiv gießen, damit die Wurzeln tief wachsen.
 

Dein Rasen-Programm für den März:

Rasen inspizieren und Laub entfernen

Erstes Mal Mähen ab 8–10 °C Bodentemperatur

Düngen für gesundes Wachstum (im Baumarkt beraten lassen!)

Moos und Rasenfilz entfernen – aber nicht zu früh!

Passenden Vertikutierer wählen oder eine Alternative nutzen

Kahle Stellen nachsäen oder Rollrasen verwenden

Bei trockenen Phasen gezielt bewässern
 

Mit diesen Tipps gibst du deinem Rasen den perfekten Start in den Frühling. Und keine Sorge: Sollte das Wetter noch nicht mitspielen, kannst du einige Maßnahmen auch in den April verschieben. Hauptsache, dein Grün bekommt die richtige Pflege zur richtigen Zeit!

Du suchst ein neues Zuhause?

Immobilie finden

(2)
5 von 5 Sternen
5 Sterne
 
2
4 Sterne
 
0
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Deine Bewertung:

Seite weiterleiten

Artikel drucken

War dieser Artikel hilfreich?

Neuen Kommentar schreiben

immowelt Redaktionskodex

Die immowelt Redaktion verfügt über ein breites Immobilienwissen und bietet den Lesern sorgfältig recherchierte Informationen in hilfreichen Ratgebertexten. Der Anspruch der immowelt Experten ist es, komplexe Sachverhalte möglichst einfach wiederzugeben. Sämtliche Inhalte werden regelmäßig überprüft und verlässlich aktualisiert. Die immowelt Redaktion kann und darf keine rechtsgültige Beratung leisten. Für rechtsverbindliche Auskünfte empfehlen wir stets den Rat eines Fachanwalts, Eigentümer- oder Mieterverbands einzuholen.

Hier geht es zu unserem Impressum, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Hinweisen zum Datenschutz und nutzungsbasierter Online-Werbung.