Urlaub

Micro Vacation statt Sommerurlaub? Warum Kurzreisen gerade zum großen Trend werden

Autorenbild: Andreas Steger
immowelt App herunterladen

Zwei Wochen am Stück verreisen war lange der Klassiker. Doch immer mehr Menschen tauschen den großen Jahresurlaub gegen mehrere kurze Auszeiten ein. Der Trend nennt sich „Micro Vacation“ und verändert, wie Urlaub heute geplant wird.

Lieber öfter weg als einmal lange

Drei Tage in den Bergen, ein Wellnesswochenende an der Ostsee oder ein spontaner Städtetrip: Immer mehr Reisende entscheiden sich bewusst für mehrere kurze Urlaube statt einer einzigen langen Reise. Diese sogenannten Micro Vacations dauern meist zwischen zwei und vier Tagen und lassen sich oft mit einem Brückentag oder einem verlängerten Wochenende verbinden.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Schon wenige Tage Abstand vom Alltag können dabei helfen, neue Energie zu tanken. Gleichzeitig bleibt genügend Urlaub für weitere Reisen im Laufe des Jahres übrig.

Warum der Trend gerade jetzt boomt

Dass Micro Vacations immer beliebter werden, hat mehrere Gründe. Viele Beschäftigte arbeiten heute zumindest teilweise im Homeoffice und können ihren Arbeitsalltag flexibler gestalten. Dadurch lassen sich Kurzreisen einfacher organisieren als früher.

Hinzu kommen die gestiegenen Reisekosten. Flugtickets, Hotels und Mietwagen sind in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Mehrere kurze Reisen in der näheren Umgebung sind oft günstiger als eine Fernreise mit der ganzen Familie.

Auch das Sicherheitsgefühl spielt eine Rolle. Wer nur wenige Tage verreist, muss weniger planen und kann spontaner entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Das macht Kurzurlaube besonders attraktiv.

Anzeige

Reiseziele liegen oft direkt vor der Haustür

Micro Vacations führen selten auf einen anderen Kontinent. Stattdessen stehen Ziele im eigenen Land oder in den Nachbarstaaten hoch im Kurs. Beliebt sind Regionen, die sich innerhalb weniger Stunden mit dem Auto oder der Bahn erreichen lassen.

Besonders gefragt sind:

  • Wellnesshotels
  • Küstenregionen an Nord und Ostsee
  • Seenlandschaften
  • Mittelgebirge und Alpen
  • Städte für einen Wochenendtrip

Der Weg zum Urlaubsziel wird dadurch deutlich kürzer. Statt einen ganzen Tag für An und Abreise einzuplanen, bleibt mehr Zeit für Erholung.

Mehr Erholung über das ganze Jahr verteilt

Psychologen sehen in mehreren kleinen Auszeiten durchaus Vorteile. Wer regelmäßig den Alltag unterbricht, kann Stress abbauen und neue Motivation gewinnen. Statt elf Monate auf den einen großen Urlaub zu warten, entstehen über das Jahr verteilt immer wieder Erholungsphasen.

Gerade Berufstätige mit hoher Arbeitsbelastung schätzen dieses Modell. Ein verlängertes Wochenende reicht häufig aus, um Abstand vom Job zu gewinnen und mit neuer Energie zurückzukehren.

Verändert sich der Urlaub dauerhaft?

Der klassische Sommerurlaub wird dadurch zwar nicht verschwinden. Für Familien mit schulpflichtigen Kindern bleibt die längere Reise während der Ferien oft die einzige Möglichkeit. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein klarer Wandel: Immer mehr Menschen ergänzen den Jahresurlaub durch mehrere Kurztrips oder ersetzen ihn sogar vollständig.

Die Micro Vacation steht damit für einen neuen Umgang mit Freizeit. Nicht möglichst weit weg oder möglichst lange lautet das Ziel, sondern häufiger bewusst abschalten. Für viele ist genau das die passende Antwort auf einen immer hektischeren Alltag.

Der neue immowelt Werbespot

Such nicht "irgendwie, irgendwo, irgendwas". Finde genau, was du willst, wo du willst. Mit immowelt.

(0)
0 von 5 Sternen
5
 
4
 
3
 
2
 
1
 
Deine Bewertung:

Seite weiterleiten

Artikel drucken

War dieser Artikel hilfreich?

immowelt Redaktionskodex

Die immowelt Redaktion verfügt über ein breites Immobilienwissen und bietet den Lesern sorgfältig recherchierte Informationen in hilfreichen Ratgebertexten. Der Anspruch der immowelt Experten ist es, komplexe Sachverhalte möglichst einfach wiederzugeben. Sämtliche Inhalte werden regelmäßig überprüft und verlässlich aktualisiert. Die immowelt Redaktion kann und darf keine rechtsgültige Beratung leisten. Für rechtsverbindliche Auskünfte empfehlen wir stets den Rat eines Fachanwalts, Eigentümer- oder Mieterverbands einzuholen.

Hier geht es zu unserem Impressum, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Hinweisen zum Datenschutz und nutzungsbasierter Online-Werbung.