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Heizt dein Holz schlechter als gedacht? Dann steckt womöglich zu viel Wasser in den Scheiten. Zu feuchtes Holz liefert weniger Wärme, verursacht höhere Kosten und belastet die Umwelt stärker. So trocknest du dein Kaminholz richtig – für mehr Heizleistung und Sicherheit.
Gut getrocknetes Kaminholz sorgt für mehr Wärme, weniger Schadstoffe und ein sicheres Feuer im eigenen Zuhause. Foto: Mario Hoesel / stock.adobe.com
Warum solltest du dein Brennholz trocknen?
Im Schnitt hat geliefertes Brennholz oft noch rund 30 Prozent Restfeuchte. Für effizientes Heizen sollte der Wert jedoch unter 20 Prozent liegen.
Der Grund: Ist das Holz zu feucht, wird ein Teil der Energie zunächst dafür verbraucht, das enthaltene Wasser zu verdampfen. Trockenes Holz erzeugt dadurch deutlich mehr Wärme als nasses.
Außerdem bildet feuchtes Holz mehr Ruß und Ablagerungen im Schornstein. Das kann die Abzüge verstopfen und das Brandrisiko erhöhen. Hinzu kommt: Ab etwa 25 Prozent Feuchtigkeit verbrennt Holz nicht nur schlechter, sondern auch schadstoffreicher. Es entstehen mehr Feinstaub und Kohlenmonoxid – belastend für Raumluft und Umwelt.
So trocknest du dein Kaminholz richtig
Frisch geschlagenes Holz enthält sehr viel Wasser. Erst durch richtige Lagerung kann es ausreichend trocknen.
1. Scheite vor dem Lagern spalten
Das Spalten ist der wichtigste Schritt. Ganze Holzstücke trocknen deutlich langsamer, weil die Feuchtigkeit im Inneren eingeschlossen bleibt. Gespaltene Scheite haben mehr Oberfläche – dadurch verdunstet das Wasser schneller.
2. An einem gut belüfteten Ort lagern
Holz trocknet nur, wenn Luft zirkulieren kann. Ideal ist ein überdachter Lagerplatz im Freien, der seitlich offen ist. So bleibt das Holz vor Regen geschützt, während Wind hindurchziehen kann. In geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen staut sich dagegen Feuchtigkeit.
3. Locker stapeln
Staple die Scheite nicht zu dicht. Zwischenräume sorgen dafür, dass Luft zirkulieren kann. Eine leicht versetzte Stapeltechnik verbessert die Trocknung zusätzlich. Decke nur die Oberseite mit einer atmungsaktiven Plane oder einem festen Dach ab.
4. Abstand zum Boden halten
Lagere dein Holz niemals direkt auf der Erde. Lege es auf Paletten oder Steine, damit keine Bodenfeuchtigkeit aufsteigt. So verhinderst du Fäulnis und Schimmelbildung.
Woran erkennst du trockenes Holz?
Je nach Holzart dauert es bis zu zwei Jahre, bis Brennholz vollständig getrocknet ist. Doch es gibt einfache Anzeichen.
Schlage zwei Scheite gegeneinander: Klingt das Geräusch hell und klar, ist das Holz trocken. Ein dumpfer Ton weist auf Restfeuchte hin.
Auch das Aussehen verrät viel. Trockenes Holz ist heller, riecht neutral und die Rinde löst sich oft leicht. Feuchtes Holz wirkt dunkler und kann schimmelige Stellen zeigen.
Für eine genaue Messung eignet sich ein Feuchtigkeitsmessgerät. Es zeigt dir den exakten Wert an – idealerweise unter 20 Prozent. Dafür wird ein Scheit gespalten und die Messspitzen im Inneren angesetzt.
Nützliche Produkte zum Trocknen und Lagern von Brennholz
Um dein Kaminholz optimal vorzubereiten, können folgende Helfer sinnvoll sein:
- Holz-Feuchtigkeitsmessgerät zur Kontrolle der Restfeuchte
- Holzregal oder Lagergestell für gute Belüftung
- Axt oder Holzspalter zum schnelleren Trocknen durch Spalten
- Atmungsaktive Abdeckplane als Regenschutz
Mit richtig getrocknetem Holz heizt du effizienter, sauberer und sicherer – und holst das Maximum aus deinem Kamin heraus.
Geschrieben am 22.02.2026
von
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