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Jeder Zehnte kann nicht richtig heizen: Alleinerziehende geraten bei Wohnkosten unter Druck

Autorenbild Kilian Treß
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Alleinerziehende gehören zu den Haushalten, die steigende Wohn- und Energiekosten besonders hart treffen. Der neue Mietenreport 2026 zeigt: Jeder zehnte Alleinerziehenden-Haushalt kann die Wohnung nicht angemessen warm halten. Bei einkommensarmen Alleinerziehenden reicht das Geld häufig nicht einmal, um abgenutzte Möbel zu ersetzen.

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In Kürze

  • 10 Prozent der Alleinerziehenden können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten.
  • Bei Paaren im höheren Alter sind es lediglich 3,2 Prozent.
  • Fast die Hälfte der einkommensarmen Alleinerziehenden kann abgenutzte Möbel nicht ersetzen.
  • Alleinerziehende sind zudem besonders häufig Mieter: 77,4 Prozent wohnen zur Miete.
  • Auch bei Zahlungsrückständen gehören Alleinerziehende zu den besonders gefährdeten Haushalten.

Jeder zehnte Alleinerziehende kann nicht ausreichend heizen

Der Mietenreport des Deutschen Mieterbundes macht die finanzielle Belastung von Alleinerziehenden an einer besonders grundlegenden Ausgabe sichtbar: dem Heizen. 10 Prozent können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten. Damit betrifft das Problem jeden zehnten Haushalt dieser Gruppe.

Zum Vergleich: Bei Familien mit mindestens drei Kindern liegt der Anteil bei 7,3 Prozent, bei Familien mit zwei Kindern bei 5,2 Prozent. Unter älteren Paaren sind lediglich 3,2 Prozent betroffen.

Für Alleinerziehende ist die finanzielle Ausgangslage besonders schwierig: Die laufenden Kosten eines Haushalts müssen häufig im Wesentlichen aus einem Einkommen bestritten werden. Gleichzeitig fallen Ausgaben für Kinder, Wohnung und Energie an.

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Fast die Hälfte kann abgenutzte Möbel nicht ersetzen

Wie knapp das Haushaltsbudget ausfallen kann, zeigt eine weitere Zahl. Nahezu die Hälfte der einkommensarmen Alleinerziehenden kann es sich nicht leisten, abgenutzte Möbel zu ersetzen.

Dabei geht es nicht um Luxusausgaben. Ein kaputtes Bett, ein defekter Schrank oder ein notwendiger Tisch können schnell zu einer Ausgabe werden, für die keine ausreichenden Rücklagen vorhanden sind.

Auch armutsbetroffene Großfamilien stehen vor diesem Problem. Bei Haushalten mit mindestens drei Kindern können 44,1 Prozent abgenutzte Möbel nicht ersetzen. Jeder achte kann seinen Strom nicht mehr zahlen.

Mehr als drei Viertel der Alleinerziehenden wohnen zur Miete

Hinzu kommt eine Besonderheit beim Wohnen: 77,4 Prozent der Alleinerziehenden leben zur Miete. Damit sind sie deutlich stärker vom Mietwohnungsmarkt abhängig als viele andere Haushaltsgruppen.

Steigen Mieten oder Nebenkosten, können sie deshalb besonders schnell unter Druck geraten. Gleichzeitig brauchen Eltern mit Kindern ausreichend große Wohnungen – und genau diese können in angespannten Wohnungsmärkten teuer sein.

Das macht Alleinerziehende gleich mehrfach abhängig von der Entwicklung der Wohnkosten: Sie benötigen ausreichend Platz für ihre Kinder, leben besonders häufig zur Miete und verfügen vielfach über weniger finanziellen Spielraum für unerwartete Mehrkosten.

Bei Strom und Gas drohen Zahlungsrückstände

Die finanzielle Belastung zeigt sich schließlich dort, wo Rechnungen nicht mehr vollständig bezahlt werden können. Der Mietenreport stellt fest, dass größere Familien und Alleinerziehende bei wohnbezogenen Zahlungsrückständen besonders gefährdet sind.

Besonders deutlich wird das bei einkommensarmen Alleinerziehenden: Jeder achte armutsbetroffene Alleinerziehende hat Zahlungsrückstände bei Versorgungsunternehmen. Dazu können beispielsweise offene Rechnungen für Strom oder Gas gehören.

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