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Hauskauf rund um München: So viel sparen Pendler im Umland

Autorenbild: Andreas Steger

Wer sich den Traum vom Eigenheim in München erfüllen will, braucht vor allem eines: sehr viel Geld. Doch schon wenige Kilometer außerhalb zeigt sich ein ganz anderes Bild. Eine immowelt Analyse zeigt, wo Käufer im Umland massiv sparen können – und wo selbst außerhalb der Stadt kaum Preisunterschiede bestehen.

München bleibt mit durchschnittlich 9.084 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt Deutschlands. Für viele Kaufinteressenten rückt deshalb das Umland in den Fokus. Doch der Blick auf die Daten zeigt: Nicht jede Pendlerstadt bietet automatisch ein Schnäppchen.

Das geht aus den Daten von immowelt hervor. Während einige Städte teuer bleiben, sinken die Preise mit wachsender Entfernung teils drastisch. Entscheidend ist dabei nicht nur die Distanz, sondern auch wirtschaftliche Stärke und Nachfrage vor Ort.

Hauspreise im Münchner Umland

Münchner Kernstadt
teurer als die Kernstadt
günstiger als die Kernstadt
Stadt Pendelzeit Preis (€/m²) Vergleich zur Kernstadt Differenz
Starnberg ca. 25 Minuten 8.290 €
−9 %
Dachau ca. 20 Minuten 6.790 €
−25 %
Germering ca. 25 Minuten 6.825 €
−25 %
Unterschleißheim ca. 25 Minuten 6.892 €
−24 %
Fürstenfeldbruck ca. 30 Minuten 6.180 €
−32 %
Erding ca. 35 Minuten 6.178 €
−32 %
Freising ca. 35 Minuten 5.806 €
−36 %
Rosenheim ca. 50 bis 60 Minuten 5.666 €
−38 %
Landshut ca. 50 bis 60 Minuten 4.528 €
−50 %
Pfaffenhofen a. d. Ilm ca. 50 bis 60 Minuten 4.147 €
−54 %

Hinweis: Zur Veranschaulichung wurden für diesen Artikel 10 Städte im Umland von München ausgewählt. Du interessierst dich für den Kaufpreis in einer anderen Stadt? Dann checke die Hauspreise mit der immowelt Price Map.

Nahe dran aber kaum günstiger

Starnberg (ca. 25 Minuten | 8.290 €/m² | −9 %)

Starnberg hat rund 23.000 Einwohner und gehört zu den wohlhabendsten Regionen Bayerns. Die Stadt liegt südwestlich von München direkt am Starnberger See und ist über die S-Bahn sowie die Autobahn A95 angebunden. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 8.290 Euro pro Quadratmeter und damit nur knapp unter dem Niveau von München. Viele Bewohner arbeiten in München, gleichzeitig ist die Region selbst wirtschaftlich stark und als Wohnstandort extrem gefragt.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 119.100 €

Klassische Pendlerorte mit echtem Sparpotenzial

Dachau (ca. 20 Minuten | 6.790 €/m² | −25 %)

Dachau zählt rund 48.000 Einwohner und liegt nordwestlich von München. Die Stadt ist über die S-Bahn und die A8 sehr gut angebunden. Der Quadratmeterpreis liegt bei 6.790 Euro und damit deutlich unter dem Niveau der Landeshauptstadt. Neben ihrer historischen Bedeutung hat sich Dachau als wichtiger Wohnstandort im Münchner Umland etabliert.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 344.100 €

Germering (ca. 25 Minuten | 6.825 €/m² | −25 %)

Germering mit etwa 40.000 Einwohnern liegt westlich von München und ist direkt an das S-Bahn-Netz angebunden. Häuser kosten hier im Schnitt 6.825 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt verfügt über eine solide Infrastruktur und wächst kontinuierlich. Als klassische Pendlerstadt bietet sie eine gute Mischung aus Nähe zur Metropole und moderateren Preisen.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 338.850 €

Unterschleißheim (ca. 25 Minuten | 6.892 €/m² | −24 %)

Unterschleißheim liegt nördlich von München und hat rund 30.000 Einwohner. Große Unternehmen aus der IT- und Logistikbranche prägen den Standort. Der durchschnittliche Hauspreis liegt bei 6.892 Euro pro Quadratmeter. Die S-Bahn-Anbindung sorgt für kurze Wege in die Münchner Innenstadt.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 328.800 €

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Ab 30 Minuten wird es richtig günstig

Fürstenfeldbruck (ca. 30 Minuten | 6.180 €/m² | −32 %)

Fürstenfeldbruck zählt rund 38.000 Einwohner und liegt westlich von München. Die Stadt ist ein eigenständiges Mittelzentrum mit guter Infrastruktur und direkter S-Bahn-Anbindung. Der Quadratmeterpreis liegt bei 6.180 Euro und damit deutlich unter München.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 435.600 €

Erding (ca. 35 Minuten | 6.178 €/m² | −32 %)

Erding mit etwa 37.000 Einwohnern liegt nordöstlich von München. Die Stadt profitiert von der Nähe zum Flughafen und einer guten Verkehrsanbindung. Häuser kosten hier im Schnitt 6.178 Euro pro Quadratmeter. Wirtschaftlich ist sie durch Dienstleistung und Tourismus geprägt.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 435.900 €

Freising (ca. 35 Minuten | 5.806 €/m² | −36 %)

Freising zählt rund 50.000 Einwohner und ist ein bedeutender Wissenschaftsstandort mit der Technischen Universität München. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 5.806 Euro pro Quadratmeter. Die Nähe zum Flughafen sowie die gute Bahnanbindung machen die Stadt attraktiv.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 491.700 €

Weit draußen maximal sparen

Rosenheim (ca. 50 bis 60 Minuten | 5.666 €/m² | −38 %)

Rosenheim hat rund 63.000 Einwohner und liegt südöstlich von München. Die Stadt ist ein wirtschaftliches Zentrum der Region mit Industrie, Handel und Dienstleistungen. Der Quadratmeterpreis liegt bei 5.666 Euro. Über die Bahn ist München gut erreichbar.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 512.700 €

Landshut (ca. 50 bis 60 Minuten | 4.528 €/m² | −50 %)

Landshut zählt etwa 75.000 Einwohner und liegt nordöstlich von München. Die Stadt ist ein eigenständiges Oberzentrum mit starker Wirtschaft und guter Infrastruktur. Häuser kosten hier im Schnitt 4.528 Euro pro Quadratmeter.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 683.400 €

Pfaffenhofen an der Ilm (ca. 50 bis 60 Minuten | 4.147 €/m² | −54 %)

Pfaffenhofen an der Ilm hat rund 26.000 Einwohner und liegt nördlich von München. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 4.147 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt ist wirtschaftlich stabil und profitiert von ihrer Lage zwischen München und Ingolstadt.

Ersparnis für ein 150-Quadratmeter-Haus: 740.550 €

Nähe kostet – Distanz zahlt sich aus

Das Umland von München bietet enormes Sparpotenzial, aber nicht überall gleichermaßen. Besonders Orte wie Starnberg zeigen, dass Lage und Nachfrage Preise auch außerhalb der Stadt hoch halten können. Wer nah dran bleiben will, zahlt oft weiterhin hohe Summen.

Mit zunehmender Entfernung sinken die Preise jedoch deutlich. Ab etwa 30 Minuten Fahrzeit werden die Unterschiede spürbar, während Städte in rund einer Stunde Entfernung oft die größten Einsparungen ermöglichen. Dennoch bleibt klar: Das Umland ist kein Selbstläufer – entscheidend sind Infrastruktur, Wirtschaftskraft und Attraktivität des jeweiligen Standorts.

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