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Eichenprozessionsspinner breitet sich massiv aus: Das müssen Gartenbesitzer, Vermieter und Eigentümer jetzt wissen

Autorenbild Kilian Treß
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Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind zurück – und vielerorts schlimmer als erwartet. Experten berichten von einer starken Ausbreitung, Schulen müssen schließen und Kommunen kämpfen mit hohen Kosten. Wer eine Eiche im Garten hat, sollte jetzt besonders aufmerksam sein. Denn die Tiere können nicht nur Menschen und Haustieren gefährlich werden, sondern auch rechtliche Folgen für Eigentümer haben.

Der Eichenprozessionsspinner entwickelt sich aktuell erneut zu einer echten Plage. Besonders aus Berlin und Brandenburg werden massive Befälle gemeldet. Experten sprechen von einem Ausmaß, das in dieser Form nicht vorhersehbar gewesen sei. Die Raupen besiedeln aber längst nicht mehr nur Wälder. Auch in Gärten, Parks, Wohnanlagen und an Straßenbäumen treten sie immer häufiger auf.

Warum der Eichenprozessionsspinner so gefährlich ist

Gefährlich sind nicht die Raupen selbst, sondern ihre winzigen Brennhaare. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bereits ab Mai bilden die Tiere Millionen dieser Haare aus. Sie brechen leicht ab, werden vom Wind verbreitet und können noch lange nach dem Verschwinden der Raupen Probleme verursachen.

Mögliche Folgen sind:

  • starker Juckreiz
  • Hautausschläge
  • Augenreizungen
  • Atembeschwerden
  • allergische Reaktionen

Besonders gefährdet sind Kinder, Gartenbesitzer, Hundebesitzer sowie Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten. Auch Hunde können auf die Brennhaare reagieren.

Eichenprozessionsspinner im Garten entdeckt? Das sollten Eigentümer tun

Wer Gespinste an einer Eiche entdeckt, sollte Abstand halten. Die Nester befinden sich häufig am Stamm oder an stärkeren Ästen und wirken wie graue, watteartige Gebilde.

Wichtig: Die Nester sollten niemals selbst entfernt werden. Beim Berühren oder Wegkehren werden die Brennhaare aufgewirbelt und verteilen sich noch stärker. Experten empfehlen stattdessen professionelle Schädlingsbekämpfer. Diese saugen die Nester mit Spezialgeräten ab und entfernen gleichzeitig die gefährlichen Brennhaare. Von Methoden wie Abflammen raten Fachleute eher ab. Dabei können die Haare zusätzlich verteilt und die Bäume beschädigt werden.

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Welche Pflichten haben Vermieter?

Für Vermieter und Wohnungseigentümer kann ein Befall schnell zum Problem werden. Befindet sich ein befallener Baum auf dem Grundstück, besteht grundsätzlich eine Verkehrssicherungspflicht. Das bedeutet: Geht von den Raupen eine Gefahr für Mieter, Besucher oder Passanten aus, muss gehandelt werden.

Deshalb sollten Vermieter bei einem Verdacht schnell Fachleute einschalten und betroffene Bereiche gegebenenfalls absperren lassen. Besonders Spielplätze, Gemeinschaftsgärten oder Zugänge zu Wohnanlagen sollten kontrolliert werden.

Muss die Eiche gefällt werden?

In den meisten Fällen lautet die Antwort: Nein. Naturschutzverbände raten ausdrücklich davon ab, alte Eichen wegen eines Befalls zu fällen. Die Bäume sind wichtige Lebensräume für zahlreiche Tierarten und können in der Regel erhalten werden. Eine professionelle Entfernung der Nester reicht meist aus.

So beugen Gartenbesitzer einem Befall vor

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Naturnahe Gärten können jedoch natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners fördern. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Vogelarten wie Meisen. Auch das Aufhängen von Nistkästen wird häufig empfohlen. Wer eine Eiche auf dem Grundstück besitzt, sollte die Bäume insbesondere zwischen Mai und Juli regelmäßig kontrollieren. Werden Gespinste oder Raupenkolonnen entdeckt, ist schnelles Handeln gefragt.

Fazit

Der Eichenprozessionsspinner ist längst nicht mehr nur ein Problem der Forstwirtschaft. Die Raupen breiten sich zunehmend in Wohngebieten aus und können für Eigentümer, Vermieter und Mieter zur Gesundheitsgefahr werden. Wer Nester entdeckt, sollte keinesfalls selbst Hand anlegen, sondern Fachleute informieren. Gerade jetzt, zur Hauptsaison der Brennhaare, lohnt sich ein genauer Blick auf die Eichen im Garten.

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