Immobilienpreise

Düsseldorfs teuerste Straßen 2026: Wo Wohnen besonders viel kostet

Autorenbild: Andreas Steger
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Historische Plätze, belebte Einkaufsstraßen und zentrale Wohnlagen: Düsseldorfs teuerste Adressen liegen überwiegend mitten in der Stadt. Besonders die Altstadt fällt im Ranking auf. Eine aktuelle Auswertung von immowelt zeigt, wo die Quadratmeterpreise am höchsten sind und wie groß die Unterschiede innerhalb Düsseldorfs ausfallen.

Der Graf-Adolf-Platz ist mit 12.298 Euro pro Quadratmeter die teuerste Adresse Düsseldorfs und liegt an der Grenze zwischen Stadtmitte und Unterbilk. Dahinter folgen die Friedrichstraße mit 11.702 Euro und der Marktplatz in der Altstadt mit 11.366 Euro. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Angebotspreise für Häuser und Wohnungen auf immowelt.de für die 15 größten deutschen Städte.

Anders als in Städten, deren Spitzenpreise vor allem in ruhigen Villenvierteln erreicht werden, konzentrieren sich Düsseldorfs teuerste Adressen auf die Innenstadt. Gleich sechs der zehn teuersten Straßen und Plätze liegen in der Altstadt.

Graf-Adolf-Platz: Düsseldorfs teuerste Adresse liegt in der Stadtmitte

Mit 12.298 Euro pro Quadratmeter führt der Graf-Adolf-Platz das Düsseldorfer Ranking an. Für eine Immobilie mit 100 Quadratmetern Wohnfläche entspricht das rechnerisch einem Wert von rund 1,23 Millionen Euro – ohne Kaufnebenkosten.

Der Platz liegt am südlichen Rand der Stadtmitte und zählt zu den zentralen Verkehrsknotenpunkten Düsseldorfs. Von hier aus sind die Königsallee, die Altstadt und die Einkaufsstraßen der Innenstadt schnell erreichbar.

Die Umgebung ist durch eine Mischung aus Bürogebäuden, Einzelhandel, Gastronomie und Wohnungen geprägt. Das unterscheidet den Graf-Adolf-Platz von klassischen ruhigen Wohnvierteln: Hier steht vor allem die zentrale Lage im Mittelpunkt.

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Altstadt: Sechs Adressen unter den zehn teuersten

Die Düsseldorfer Altstadt prägt das Ranking besonders stark. Der Marktplatz erreicht mit 11.366 Euro pro Quadratmeter Platz 3, unmittelbar gefolgt vom Burgplatz mit 11.319 Euro.

Auch die Marktstraße (11.268 Euro), die Berger Straße (11.161 Euro), die Schneider-Wibbel-Gasse (11.136 Euro) und die Zollstraße (11.100 Euro) gehören zu den zehn teuersten Adressen.

Die Straßen und Plätze liegen im historischen Stadtkern, in unmittelbarer Nähe zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Geschäften und dem Rheinufer.

Am Marktplatz befindet sich das Düsseldorfer Rathaus, während der Burgplatz direkt an der Rheinuferpromenade liegt. Die Schneider-Wibbel-Gasse und die Berger Straße stehen dagegen für die engen Gassen und das lebendige Umfeld der Altstadt.

Dass so viele Altstadtadressen Spitzenpreise erreichen, ist eine Besonderheit des Düsseldorfer Rankings. Historisches Stadtbild, zentrale Lage und kurze Wege prägen hier die Wohnumgebung.

Friedrichstraße: Hohe Preise zwischen Friedrichstadt und Unterbilk

Mit 11.702 Euro pro Quadratmeter belegt die Friedrichstraße den zweiten Platz.

Die Straße verläuft entlang der Grenze zwischen Friedrichstadt und Unterbilk und verbindet den Bereich am Graf-Adolf-Platz mit dem Umfeld des Bilker Bahnhofs.

Die Friedrichstraße ist eine wichtige innerstädtische Verkehrs- und Geschäftsstraße. Wohngebäude, Einzelhandel und Dienstleistungen prägen das Straßenbild. Ihre zentrale Lage macht sie zu einer anderen Art von Spitzenadresse als die historischen Plätze der Altstadt.

Auch die Haroldstraße, die am Graf-Adolf-Platz beginnt und in Richtung Rhein verläuft, gehört mit 11.029 Euro pro Quadratmeter zu den teuersten Straßen Düsseldorfs.

Die zehn teuersten Straßen Düsseldorfs

RangStraßeStadtteilØ Angebotspreis pro m² für Häuser und Wohnungen
1Graf-Adolf-PlatzStadtmitte12.298 €
2FriedrichstraßeFriedrichstadt / Unterbilk11.702 €
3MarktplatzAltstadt11.366 €
4BurgplatzAltstadt11.319 €
5MarktstraßeAltstadt11.268 €
6Berger StraßeAltstadt11.161 €
7Schneider-Wibbel-GasseAltstadt11.136 €
8ZollstraßeAltstadt11.100 €
9HaroldstraßeCarlstadt / Unterbilk11.029 €
10Albrecht-von-Hagen-PlatzGolzheim11.016 €

Quelle: immowelt, Datenstand 1. Oktober 2026

Golzheim: Auch nördlich der Innenstadt werden Spitzenpreise erreicht

Mit dem Albrecht-von-Hagen-Platz in Golzheim ist auch eine Adresse außerhalb des unmittelbaren Altstadt- und Innenstadtbereichs unter den zehn teuersten vertreten.

Der Platz erreicht 11.016 Euro pro Quadratmeter und liegt damit nur knapp hinter der Haroldstraße.

Golzheim befindet sich nördlich der Stadtmitte und zählt zu den gefragten innerstädtischen Wohnlagen Düsseldorfs. Die Nähe zum Rhein, zum Rheinpark und zu wichtigen Bürostandorten prägt den Stadtteil.

Der Albrecht-von-Hagen-Platz zeigt, dass sich hohe Quadratmeterpreise nicht ausschließlich auf die historische Innenstadt konzentrieren.

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Mehr als 9.000 Euro Unterschied innerhalb Düsseldorfs

Wie stark die Immobilienpreise innerhalb Düsseldorfs auseinandergehen, verdeutlicht der Vergleich mit den günstigsten Straßen der Auswertung.

Während am Graf-Adolf-Platz 12.298 Euro pro Quadratmeter erreicht werden, liegt der Wert in der Döberitzer Straße in Hassels bei 3.220 Euro. Damit ist der höchste ermittelte Quadratmeterpreis rund 3,8-mal so hoch wie der niedrigste.

Für eine Wohnfläche von 100 Quadratmetern ergibt sich rechnerisch ein Unterschied von rund 908.000 Euro.

Auch die Schuchardstraße in Garath liegt mit 3.280 Euro pro Quadratmeter deutlich unter den Spitzenwerten der Innenstadt. In der Stendaler Straße in Hassels werden 3.310 Euro erreicht.

Während die teuersten Adressen vor allem in der zentralen Innenstadt liegen, befinden sich mehrere der günstigsten Straßen in den südlichen Stadtteilen Düsseldorfs.

Düsseldorfs teuerste Adressen liegen mitten im Stadtleben

Das Düsseldorfer Ranking unterscheidet sich von den Ergebnissen anderer Großstädte: Nicht abgelegene Villenstraßen dominieren die Spitzenplätze, sondern historische Plätze und zentrale Geschäfts- und Wohnstraßen.

Besonders die Altstadt fällt mit sechs Adressen unter den zehn teuersten auf. Hinzu kommen der Graf-Adolf-Platz in der Stadtmitte, die Friedrichstraße zwischen Friedrichstadt und Unterbilk sowie weitere zentrale Lagen.

Die Auswertung zeigt, dass die konkrete Adresse einen erheblichen Einfluss auf das Preisniveau hat. Zwischen den teuersten Straßen im Zentrum und günstigeren Wohnlagen im Süden der Stadt liegen mehrere Tausend Euro pro Quadratmeter.

Berechnungsgrundlage

Die Auswertung basiert auf den Angebotspreisen für Bestandswohnungen und -häuser auf immowelt.de. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Quadratmeterpreise beziehen sich auf den 1. Oktober 2026. Es handelt sich um Angebots-, nicht um Abschlusspreise.

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