Immobilienpreise

Über 18.000 Euro pro Quadratmeter: Das sind Deutschlands teuerste Straßen und Viertel zum Wohnen

Autorenbild: Andreas Steger
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Mehr als 18.000 Euro pro Quadratmeter: In Deutschlands teuersten Wohnstraßen hat Exklusivität ihren Preis. Eine aktuelle immowelt Auswertung zeigt, wo Käufer besonders tief in die Tasche greifen müssen – und welche Viertel zu den begehrtesten Adressen zählen.

München bleibt Deutschlands teuerstes Pflaster: In der Bonselsstraße in Bogenhausen werden 18.099 Euro pro Quadratmeter fällig – auch die Isolde-Kurz-Straße (17.902 Euro) und die Gustav-Freytag-Straße (16.150 Euro) erreichen Spitzenwerte.

Hamburg folgt auf Platz 2: In der Straße Fernsicht (14.922 Euro), an der Alsterterrasse (14.850 Euro) und am Alsterufer (14.359 Euro) kostet Wohneigentum besonders viel.

Düsseldorf und Berlin mit fünfstelligen Preisen: Der Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf (12.298 Euro) und der Wildentensteig in Berlin (11.898 Euro) zählen zu den exklusivsten Adressen Deutschlands.

Große Unterschiede zwischen den Städten: Während die teuerste Straße in Köln die Marke von 10.000 Euro knapp überschreitet, liegen die Spitzenpreise in Dortmund, Dresden und Leipzig unter 5.000 Euro.

Wer in Deutschlands exklusivsten Wohnlagen eine Immobilie kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen: In der Spitze werden mehr als 18.000 Euro pro Quadratmeter fällig. Besonders teuer ist Wohneigentum in München und Hamburg. Doch auch in Düsseldorf, Berlin und Köln erreichen die Quadratmeterpreise in begehrten Straßen fünfstellige Beträge. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Angebotspreise für Häuser und Wohnungen auf immowelt.de für die 15 größten deutschen Städte. 

Dabei wird deutlich: Nicht immer sind es zentrale Innenstadtlagen, die besonders hohe Preise erzielen. Auch ruhige Wohnviertel mit großzügigen Grundstücken und viel Grün gehören zu den teuersten Adressen.

München: Spitzenpreise von über 18.000 Euro in Bogenhausen

Die teuersten Wohnstraßen Deutschlands befinden sich in München. An der Spitze steht die Bonselsstraße im noblen Stadtbezirk Bogenhausen mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 18.099 Euro. Nur knapp dahinter folgen die ebenfalls in Bogenhausen gelegene Isolde-Kurz-Straße (17.902 Euro) und die Gustav-Freytag-Straße (16.150 Euro). Das Viertel im Münchner Nordosten zählt mit seinen großzügigen Villen, herrschaftlichen Häusern und weitläufigen Grünflächen zu den exklusivsten Wohnlagen der bayerischen Landeshauptstadt. Die Nähe zur Isar und zum Englischen Garten macht die Gegend zusätzlich attraktiv.

Auch die weiteren Spitzenplätze belegen das hohe Preisniveau in München: Am Regensburger Platz werden 15.987 Euro pro Quadratmeter erreicht, in der Tittmoninger Straße sind es 15.869 Euro. Damit liegen die fünf teuersten Straßen der Stadt allesamt oberhalb der Marke von 15.000 Euro.

Hamburg: Wohnen an der Alster besonders kostspielig

Auch in Hamburg befinden sich die exklusivsten Adressen in besonders begehrten Wohnlagen. Die teuerste Straße der Hansestadt ist Fernsicht im Stadtteil Winterhude mit einem Quadratmeterpreis von 14.922 Euro. Es folgen die Alsterterrasse im Stadtteil Rotherbaum (14.850 Euro) und das ebenfalls in Rotherbaum gelegene Alsterufer (14.359 Euro). Die Nähe zur Außenalster, repräsentative Altbauten und der Blick aufs Wasser machen diese Wohnlagen besonders attraktiv.

Mit der Blumenstraße (14.261 Euro) und der Agnesstraße (14.100 Euro) liegen zwei weitere Hamburger Straßen oberhalb der Marke von 14.000 Euro pro Quadratmeter. Damit konzentrieren sich die teuersten Adressen der Hansestadt vor allem auf die begehrten Wohnviertel rund um die Alster. Insbesondere die Kombination aus Wasserlage, großzügigen Wohnungen und guter Anbindung an die Innenstadt sorgt dort für ein hohes Preisniveau.

Düsseldorf vor Berlin: Innenstadt und grüne Randlagen besonders teuer

Auf dem dritten Platz unter den 15 untersuchten Großstädten liegt Düsseldorf. Die teuerste Adresse der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist der Graf-Adolf-Platz im zentralen Stadtgebiet mit 12.298 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen die Friedrichstraße (11.702 Euro) und der Marktplatz (11.366 Euro). Anders als in München oder Hamburg liegen die teuersten Düsseldorfer Adressen damit vor allem in zentralen Lagen, die durch kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und kulturellen Angeboten geprägt sind.

In Berlin befinden sich die exklusivsten Wohnstraßen dagegen abseits des geschäftigen Stadtzentrums. Die höchsten Quadratmeterpreise der Hauptstadt werden im Wildentensteig (11.898 Euro), im Frischlingsteig (10.574 Euro) und in der Iltisstraße (10.048 Euro) erreicht. Die Straßen liegen in grünen Wohnlagen im Südwesten Berlins, wo großzügige Grundstücke, Einfamilienhäuser und die Nähe zu Wald- und Erholungsflächen für eine hohe Wohnqualität sorgen. Die Ergebnisse zeigen, dass in der Hauptstadt vor allem ruhige und naturnahe Wohnlagen besonders hohe Preise erzielen.

Köln und Frankfurt: Spitzenpreise um 10.000 Euro

Auch in Köln erreichen die teuersten Wohnlagen fünfstellige Quadratmeterpreise. Mit 10.012 Euro führt die Friedrich-Moritz-Straße die Rangliste der Domstadt an. Dahinter folgen die Peter-Kintgen-Straße (9.136 Euro) und die Benesisstraße (9.051 Euro).

In Frankfurt am Main liegt die teuerste Adresse knapp unterhalb der 10.000-Euro-Marke. In der Feyerleinstraße im beliebten Nordend werden 9.956 Euro pro Quadratmeter erreicht. Es folgen die Hans-Sachs-Straße mit 9.774 Euro und die Straße Am Leonhardsbrunn mit 9.748 Euro. Das Nordend zählt mit seinen Altbauten, zahlreichen Cafés und Restaurants sowie der Nähe zur Innenstadt zu den begehrtesten Wohnvierteln der Mainmetropole.

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Essen überrascht – Stuttgart und Nürnberg dahinter

Bemerkenswert ist auch das Ergebnis für Essen. Die teuerste Straße der Ruhrgebietsstadt ist die Waldtrautstraße im gehobenen Stadtteil Bredeney mit einem Quadratmeterpreis von 8.791 Euro. Es folgen die Lerchenstraße (8.249 Euro) und der Hackenberghang (7.400 Euro). Bredeney zählt mit seinen Villen, großzügigen Grundstücken und der Nähe zum Baldeneysee zu den exklusivsten Wohngegenden des Ruhrgebiets.

Damit liegt Essen bei den Spitzenpreisen sogar vor Stuttgart. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt führt der Kappisweg mit 7.893 Euro pro Quadratmeter das Ranking an. Dahinter folgen die Mähderklinge (7.802 Euro) und die Straße Am Höhenpark (7.760 Euro). Die teuersten Stuttgarter Wohnlagen befinden sich häufig in grünen Hanglagen und rund um den Killesberg, die durch ihre Aussicht und die Nähe zu Parks besonders begehrt sind.

In Nürnberg erreicht die Weißenseestraße mit 7.047 Euro den höchsten Quadratmeterpreis. Die Tieckstraße folgt mit 6.324 Euro.

Dortmund, Dresden und Leipzig: Spitzenlagen unter 5.000 Euro

Deutlich niedriger fallen die Höchstpreise in einigen anderen Großstädten aus. In Hannover werden in der teuersten Straße, Im Rehwinkel, 5.918 Euro pro Quadratmeter erreicht. In Bremen liegt die Hermann-Allmers-Straße mit 5.128 Euro an der Spitze.

In Dortmund, Dresden und Leipzig bleiben selbst die teuersten Wohnstraßen unterhalb der Marke von 5.000 Euro. In Dortmund führt die Gersdorffstraße im grünen Stadtteil Brünninghausen mit 4.992 Euro das Ranking an. In Dresden ist die Merseburger Straße mit 4.952 Euro die teuerste Adresse, während in Leipzig die Perrestraße mit 4.781 Euro an der Spitze steht.

Den niedrigsten Spitzenwert der 15 untersuchten Großstädte weist Duisburg auf. Dort ist die Zeller Straße mit 4.574 Euro pro Quadratmeter die teuerste Adresse. Zum Vergleich: In der Münchner Bonselsstraße ist der Quadratmeterpreis damit fast viermal so hoch.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie stark sich die Immobilienpreise selbst in den teuersten Wohnlagen der deutschen Großstädte unterscheiden. Während Käufer in München und Hamburg für exklusive Adressen fünfstellige Beträge pro Quadratmeter einkalkulieren müssen, bleiben die Spitzenpreise in zahlreichen anderen Städten deutlich darunter. Gemeinsam ist vielen hochpreisigen Wohnlagen allerdings die Nähe zu Grünflächen, Parks oder Gewässern – und damit eine Kombination aus guter Infrastruktur und hoher Wohnqualität.

Die teuersten Straßen der 15 größten deutschen Städte

StadtTeuerste StraßeØ Angebotspreis pro m² für Häuser und Wohnungen
MünchenBonselsstraße18.099 €
HamburgFernsicht14.922 €
DüsseldorfGraf-Adolf-Platz12.298 €
BerlinWildentensteig11.898 €
KölnFriedrich-Moritz-Straße10.012 €
Frankfurt am MainFeyerleinstraße9.956 €
EssenWaldtrautstraße8.791 €
StuttgartKappisweg7.893 €
NürnbergWeißenseestraße7.047 €
HannoverIm Rehwinkel5.918 €
BremenHermann-Allmers-Straße5.128 €
DortmundGersdorffstraße4.992 €
DresdenMerseburger Straße4.952 €
LeipzigPerrestraße4.781 €
DuisburgZeller Straße4.574 €

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote für Wohnimmobilien im Bestand in den 15 größten Städten. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Preise für den Quadratmeter von Häusern und Wohnungen zum jeweils 01.10.2026 wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise. Es wurden nur Straßen mit vorrangiger Wohnnutzung und mindestens 20 Adressen berücksichtigt.

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