Der Sommer zeigt gnadenlos, was funktioniert – und was nicht. Manche Ideen für Garten oder Wohnung klangen im Frühling noch perfekt, entpuppten sich dann aber als Fehlgriff. Ob falsch gepflanzt, zu viel dekoriert oder zu wenig vorbereitet: 2025 war lehrreich. Diese 7 Dinge will ich im nächsten Jahr definitiv anders machen.
Tagsüber ist es schon schön warm, aber nachts kommt häufig noch – der Tod für viele Blühpflanzen. Foto: iStock.com / Mariya Spiridonova
1. Zu früh losgelegt – und dann gebremst worden
Im März war ich voller Tatendrang. Der Rasen wurde bearbeitet, neue Stauden kamen in die Erde, Balkonkästen waren schon bepflanzt. Doch dann kamen die Spätfröste – und vieles war dahin.
Nächstes Jahr starte ich langsamer: Der Rasen muss nicht vor Mitte April dran sein, und Pflanzen kommen erst nach den Eisheiligen raus. Für den Balkon wähle ich im Frühjahr lieber robuste Hornveilchen oder Primeln, die auch kalte Nächte überstehen.
2. Möbel und Deko ohne Plan gekauft
Die neue Lounge sah im Prospekt toll aus, im Garten dagegen wirkte sie zu wuchtig. Ähnlich lief es im Wohnzimmer: spontane Käufe, aber kein roter Faden.
Für 2026 will ich mir vor jedem Kauf ein paar Fragen stellen: Passt das wirklich zum Raum? Wie wirkt das Material bei Tageslicht? Und vor allem: Brauche ich das – oder gefällt’s nur auf den ersten Blick?
3. Pflanzen nur nach Optik gewählt
Lavendel im Schatten, Tomaten ohne Dach, Monstera direkt in der Sonne – auch dieses Jahr habe ich mich wieder von schönen Bildern statt von Standort und Pflegeaufwand leiten lassen.
Nächstes Jahr will ich klüger wählen: Mediterrane Pflanzen wie Rosmarin oder Oleander gehören auf den Südbalkon, während Funkien und Farne schattige Plätze lieben. Und im Wohnzimmer ziehe ich pflegeleichte Arten wie Glücksfeder oder Efeutute allem vor, was empfindlich auf Licht oder Trockenheit reagiert.
4. Den Außenbereich zu spät vorbereitet
Als die ersten warmen Abende kamen, war nichts griffbereit: Die Kissen lagen noch im Keller, die Lichterkette war defekt, die Töpfe ungefüllt. Statt Gemütlichkeit gab’s Hektik.
2026 will ich Anfang März alle Basics checken – Polster säubern, Balkonpflanzen umtopfen, Beleuchtung prüfen – damit der Frühling nicht wieder an mir vorbeirauscht.
5. Abstellräume einfach ignoriert
Alles rein und Tür zu, das Schicksal vieler Gartenhäuschen. Foto: iStock.com / Christine Kohler
In Garage und Gartenhaus sammelte sich auch 2025 wieder alles, was nirgends sonst hinpasste. Mit dem Ergebnis, dass ich später nichts mehr fand.
Nächstes Jahr will ich schon im Februar aufräumen und vor allem festlegen, was wohin gehört. Ein paar Haken an der Wand und beschriftete Kisten können mehr Ordnung bringen, als man denkt – wenn man’s wirklich macht.
6. Zu viele Projekte auf einmal
Ich wollte zu viel: Hochbeet anlegen, Wohnzimmer streichen, die Terrasse umgestalten. Am Ende war ich gestresst – und viele Dinge blieben halb fertig.
Für 2026 nehme ich mir vor, pro Monat ein Vorhaben zu planen. Lieber eine Sache in Ruhe umsetzen als drei gleichzeitig anfangen und keine beenden.
7. Trends übernommen, die nicht zu mir passen
Pampasgras, Boho-Kissen, graue Wände – ich habe mich auch dieses Jahr wieder von aktuellen Trends verleiten lassen. Doch am Ende fühlte sich vieles nicht stimmig an.
Nächstes Jahr will ich mutiger meinen eigenen Stil verfolgen. Warme Töne, natürliche Materialien und Dinge mit Geschichte passen einfach besser zu mir als jeder Hochglanzlook aus dem Katalog.
Geschrieben am 20.07.2025
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