Ob Tegernsee, Chiemsee, Allgäu oder Berchtesgadener Land: Bayerns Ferienorte zählen zu den begehrtesten Wohnlagen Deutschlands. Unsere Auswertung zeigt, wie viel Käufer aktuell für Häuser und Eigentumswohnungen in den beliebstesten bayrischen Ferienregionen bezahlen müssen.
Die Ferienorte rund um den Tegernsee zählen zu den teuersten Deutschlands. Foto: Matthias / stock.adobe.com
Ein Haus mit Bergblick oder eine Eigentumswohnung in Seenähe – davon träumen viele. Entsprechend gefragt sind Bayerns Ferienorte nicht nur bei Urlaubern, sondern auch bei Menschen, die dauerhaft in einer der schönsten Regionen Deutschlands leben oder in eine Ferienimmobilie investieren möchten. Die Folge: Je nach Lage unterscheiden sich die Kaufpreise um mehrere Tausend Euro pro Quadratmeter.
Das zeigt ein immowelt Ranking der durchschnittlichen Angebotspreise in 68 deutschen Ferienorten.
Zwischen Tegernsee und Allgäu liegen mehrere Tausend Euro pro Quadratmeter
Am teuersten ist das Wohnen traditionell rund um den Tegernsee. Für Häuser werden in Rottach-Egern derzeit durchschnittlich rund 12.700 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Tegernsee etwa 12.500 Euro und in Kreuth noch rund 10.700 Euro. Auch Eigentumswohnungen bewegen sich dort auf einem außergewöhnlich hohen Niveau und kosten häufig mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter.
Immobilienpreise in Bayerns Ferienorten
Der Kartenausschnitt zeigt den bayerischen Alpenraum vom Bodensee bis Berchtesgaden. Tippe oder klicke auf einen Punkt, um die Quadratmeterpreise zu sehen.
Preise in Euro pro Quadratmeter. Die Farbgebung basiert auf dem Mittelwert aus Haus- und Wohnungspreis. Flüsse, Seen und Alpenrelief sind zur Orientierung vereinfacht dargestellt. Daten: immowelt.de
Am Chiemsee fällt das Preisniveau etwas moderater aus. In Prien am Chiemsee werden für Häuser im Schnitt rund 8.300 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, in Gstadt am Chiemsee etwa 7.900 Euro und in Bernau am Chiemsee rund 6.800 Euro. Die Region profitiert von ihrer Lage zwischen München und Salzburg sowie dem hohen Freizeitwert, erreicht aber meist nicht das Niveau des Tegernsees.
Noch günstiger wird es vielerorts im Allgäu. Für Häuser werden in Füssen durchschnittlich rund 5.700 Euro pro Quadratmeter verlangt, in Oberstdorf etwa 6.200 Euro, während Käufer in Bad Hindelang im Mittel rund 5.000 Euro bezahlen. Auch Oberstaufen bewegt sich mit etwa 5.900 Euro pro Quadratmeter unter den Spitzenwerten der oberbayerischen Seenlandschaften.
Im Berchtesgadener Land liegt das Preisniveau dazwischen. In Berchtesgaden kosten Häuser durchschnittlich rund 6.400 Euro pro Quadratmeter, in Schönau am Königssee etwa 7.300 Euro und in Bad Reichenhall rund 6.600 Euro.
Alpen, Seen und begrenztes Bauland treiben die Preise
Dass die Unterschiede so groß ausfallen, hat mehrere Gründe. Rund um den Tegernsee ist Bauland knapp und viele Grundstücke bleiben über Generationen in Familienbesitz. Gleichzeitig zieht die Region wohlhabende Käufer aus München sowie zahlreiche Zweitwohnsitzbesitzer an.
Am Chiemsee, im Berchtesgadener Land oder im Allgäu sorgt ebenfalls die hohe Lebensqualität für eine starke Nachfrage. Dort ist das Angebot jedoch vielerorts etwas größer, wodurch die Kaufpreise trotz Seen- oder Alpenlage häufig unter denen der exklusiven Tegernsee-Region bleiben.
Nicht zuletzt spielt auch die Erreichbarkeit eine Rolle. Orte mit guter Anbindung an München oder an touristische Zentren sind häufig stärker nachgefragt als abgelegenere Gemeinden. Gleichzeitig begrenzen Natur- und Landschaftsschutzgebiete vielerorts die Ausweisung neuer Bauflächen – ein weiterer Faktor, der das Angebot knapp hält und die Preise stützt.
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