Mieten

Überraschende Mietpreisentwicklung in Bayern: München nicht ganz vorne

Autorenbild: Andreas Steger
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Die Mieten in Bayern sind in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen. Doch München beim Wachstum nur im Mittelfeld der großen Städte im Freistaat. Andere Städte holen stärker auf.

Zwischen 2022 und 2026 steigen die Angebotsmieten in München von 18,30 auf 20,70 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 13,5 Prozent. Klingt viel – ist im Vergleich zu anderen bayerischen Städten aber eher durchschnittlich, wie eine Analyse von immowelt zur Mietpreisentwicklung zeigt.

Augsburg wächst am schnellsten

Die stärkste Entwicklung zeigt Augsburg. Dort klettern die Mieten in vier Jahren von 10,40 auf 12,10 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg um 16,1 Prozent. Damit liegt Augsburg deutlich vor München.

Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die Stadt lange als günstigere Alternative zur Landeshauptstadt galt. Wer München nicht mehr bezahlen konnte, wich häufig nach Augsburg aus. Genau dieser Ausweich-Effekt könnte jetzt zu einem stärkeren Preisanstieg geführt haben.

Nürnberg und Erlangen holen auf

Auch Nürnberg und Erlangen legen stärker zu als München. In Nürnberg steigen die Mieten von 10,40 auf 11,90 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 14,7 Prozent. Erlangen kommt sogar auf 14,8 Prozent und wächst von 10,40 auf 12 Euro.

Beide Städte profitieren von einer stabilen Wirtschaft, Universitäten und einer hohen Nachfrage nach Wohnraum. Gleichzeitig waren die Ausgangsmieten deutlich niedriger als in München – was stärkere prozentuale Sprünge begünstigt. Nachbar Fürth bleibt mit 11,10 Euro pro Quadratmeter die günstigste bayerische Großstadt für Mieter.

München bleibt teuer – aber nicht der Treiber

Trotz der geringeren Dynamik bleibt München mit Abstand die teuerste Stadt Bayerns. 20,70 Euro pro Quadratmeter sind im Vergleich weiterhin ein Spitzenwert.

Der entscheidende Unterschied: München wächst von einem bereits sehr hohen Niveau aus. Viele andere Städte holen dagegen auf. Das verschiebt den Druck zunehmend in die Breite des Marktes.

Regensburg überrascht – schwächster Anstieg

Am unteren Ende der Entwicklung liegt Regensburg. Dort steigen die Mieten zwischen 2022 und 2026 nur um 7,8 Prozent – von 10,80 auf 11,60 Euro pro Quadratmeter.

Auch Ingolstadt (+11 Prozent auf 11,70 Euro) entwickelt sich vergleichsweise moderat. Das zeigt: Innerhalb Bayerns gibt es deutliche Unterschiede bei der Mietdynamik – wirklich günstige Mieten gibt es aber in keiner bayerischen Großstadt mehr.

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