Energieausweis – Pflicht nach EnEV 2014

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude nach energetischen Kriterien bewertet. Laut aktueller Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) sind die meisten Hausbesitzer verpflichtet, ein solches Zertifikat anfertigen zu lassen. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Gebäude verkauft oder vermietet werden soll.

Bedarfsausweis Verbrauchsausweis

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis – welchen Energieausweis benötigen Sie?

Können Sie mindestens eine der folgenden Fragen mit "ja" beantworten, beantragen Sie einen Verbrauchsausweis:

  • Verfügt Ihr Gebäude über mindestens 5 Wohneinheiten?
  • Wurde der Bauantrag für Ihr Gebäude nach dem 01.11.1977 gestellt?
  • Entspricht das Gebäude mindestens dem Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung vom 11.08.1977?

Ihre Vorteile

Kompetenz

Alle Varianten des Energieausweises aus einer Hand durch zentrale Bearbeitung eines Kompetenzteams.

Erfahrung

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Transparenz

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Folgende Pflichtangaben gelten seit dem 01. Mai 2014

Für Wohngebäude

  • Angabe zur Art des Energieausweises
  • Endenergiekennwert in kWh / (m2*a) und Energieeffizienzklasse
  • wesentliche Energieträger für Heizung
  • Baujahr laut Energieausweis

Für Nicht-Wohngebäude

  • Angaben zur Art des Energieausweises
  • Endenergiekennwert in kWh / (m2*a) getrennt für Heizung und Strom
  • wesentliche Energieträger für Heizung

Ist nach EnEV 2014 der Energieausweis für fast alle Hausbesitzer Pflicht?

Wer seine Immobilie neu vermietet oder verkaufen will, muss in den meisten Fällen einen Energieausweis vorweisen können. Ist kein Energieausweis vorhanden oder wird er nicht vorgelegt, drohen empfindliche Bußgelder. Die Vorgaben zum Energieausweis sind in der aktuellen Energieeinsparverordnung, der EnEV 2014, geregelt. Demnach gilt die Energieausweispflicht für fast alle Gebäude, die verkauft oder vermietet werden sollen. Ausnahmen: Denkmalgeschützte Immobilien und kleine (Ferien-)Häuschen. Wer gegen die Pflicht verstößt, sich einen Energieausweis ausstellen zu lassen, muss mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro rechnen.

Wie sieht die Energieausweis-Pflicht gemäß EnEV 2014 aus?

Bei einem Verkauf oder einer Vermietung sollten bereits in der Immobilienanzeige Angaben zur Effizienzklasse des Gebäudes enthalten sein. Die entsprechenden Angaben sind auf dem Energieausweis vermerkt. Liegt zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung noch kein Ausweis vor, so ist es ausnahmsweise zulässig, ihn erst zum Besichtigungstermin vorzuzeigen.

Die Energieeffizienzklasse, die der Ausweis dem Gebäude zuweist, ist in etwa vergleichbar mit der bekannten Effizienzskala von Elektrogeräten: Besonders effiziente Gebäude erhalten die Energieeffizienzklasse A+, energetisch besonders schlechte Häuser die Effizienzklasse H. Diese Klassifizierungen werden anhand der benötigten, beziehungsweise tatsächlich verbrauchten Endenergie des jeweiligen Gebäudes vergeben. A+ bedeutet einen Endenergiebedarf von weniger als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, Klasse H bedeutet mehr als 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Die Annonce muss gemäß EnEV 2014 folgende Angaben zum Energieausweis enthalten: Art des Energieausweises, Endenergiekennwert, Energieträger der Heizung, Gebäudebaujahr sowie die festgestellte Energieeffizienzklasse.
Hausbesitzer wählen dabei zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Energieausweisen – dem bedarfs- oder dem verbrauchsorientierten.

Was kostet ein Energieausweis?

Der Verbrauchsausweis hat für Hausbesitzer zwei Vorteile: Er ist zum einen wesentlich günstiger als der Bedarfsausweis. Durch die vereinfachte Berechnungsmethode und der Orientierung am tatsächlichen Verbrauch weist er zudem oftmals einen niedrigeren Energieverbrauchskennwert als ein Bedarfsausweis aus: ein klarer Wettbewerbsvorteil bei der Immobilienvermarktung. Einen Verbrauchsausweis gibt es, je nach Anbieter, online schon für einen mittleren zweistelligen Euro-Betrag.

Was ist die Grundlage für die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)?

Grundlage für die Regelungen zum Energieausweis ist die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). In ihr ist unter anderem festgelegt, welche energetischen Standards Neubauten erfüllen müssen, welche Nachrüstpflichten Eigentümer von bestehenden Immobilien haben und welche Mindeststandards bei Sanierung, Erweiterung oder Umbau einzuhalten sind. Außerdem regelt die EnEV 2014 detailliert die Pflichten zum Energieausweis.

Was bedeutet bedarfsorientierter Energieausweis gemäß EnEV 2014?

Beim bedarfsorientierten Energieausweis wird der Energiebedarf eines Gebäudes durch ein Gutachten ermittelt. Bei der Beurteilung werden alleine bauliche Aspekte wie Art der Heizungsanlage, Wärmedämmung der Fassade, des Dachs oder der Fenster zugrunde gelegt. Für die Ausstellung eines bedarfsorientierten Energieausweises gemäß EnEV 2014 wird in der Regel ein Sachverständiger benötigt, der vor Ort eine Bestandsaufnahme des Gebäudes vornimmt. Der Bedarfsausweis ist Pflicht für alle Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor dem 1. November 1977 genehmigt wurden. Damals trat die erste Wärmeschutzverordnung in Kraft, deren Ziel die Reduzierung des Energieverbrauchs eines Gebäudes war.

Was bedeutet verbrauchsorientierter Energieausweis gemäß EnEV 2014?

Für viele Gebäude reicht der verbrauchsorientierte Energieausweis. Zulässig ist dieser

  • für alle Gebäude mit mehr als vier Wohneinheiten,
  • für alle Häuser mit weniger als vier Wohneinheiten, die nach dem 1. November 1977 genehmigt wurden,
  • für Häuser mit weniger als vier Wohneinheiten,die vor dem 1. November 1977 genehmigt wurden, sofern das Gebäude die Vorgaben der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 einhält.

Beim Verbrauchsausweis wird anhand des tatsächlichen Verbrauchs aller Wohneinheiten der vergangenen drei Jahre der Kennwert errechnet. Hierfür sind in der Regel die Abrechnungsdaten des Energieversorgers für diesen Zeitraum ausreichend. Korrigierend wird dabei eine Witterungsbereinigung vorgenommen, um Verfälschungen durch ungewöhnlich milde oder harte Winter auszugleichen. Maßgeblich für die Berechnung ist die Gebäudenutzfläche. Diese wird vereinfacht ermittelt, indem die Wohnfläche mit 1,2 multipliziert wird, bei Häusern mit bis zu zwei Wohneinheiten mit 1,35.

Wie und wo erhält man einen Energieausweis?

Den Verbrauchsausweis bekommen Hausbesitzer zum Beispiel bei Energieberatern oder auch bei vielen Online-Anbietern. Hierbei sollten Eigentümer vor allem auf die Seriosität des Anbieters achten. Bei immowelt.de gibt es den Ausweis zum Beispiel über unseren Kooperationspartner ista. Wird aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ein Bedarfsausweis benötigt, kann ista diesen über eine Partnerfirma vermitteln.

Direkt online zum Energieausweis

Ein Energieausweis ist für Vermieter und Verkäufer Pflicht gemäß EnEV 2014.