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Die E-Auto-Prämie ist zurück – doch beim Laden zu Hause sieht es anders aus. Während der Staat den Kauf wieder fördert, bleibt die Unterstützung für private Wallboxen lückenhaft. Wer 2026 profitieren will, muss genau hinschauen.
Während die E-Auto-Prämie zurückkehrt, ist eine bundesweite Wallbox-Förderung bestimmten Personengruppen vorbehalten. Foto: iStock.com / InfiniteStudio
Comeback der E-Auto-Förderung: Der Staat zahlt wieder mit
Nach dem abrupten Förderstopp Ende 2023 erlebt die E-Auto-Prämie ihr Comeback. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 unterstützt der Bund den Kauf oder das Leasing von Elektroautos erneut. Je nach Einkommen und Familiensituation sind Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro möglich.
Die Basisförderung für reine Elektroautos liegt bei 3.000 Euro. Haushalte mit geringerem Einkommen erhalten mehr: Bis zu 5.000 Euro bei einem Jahreseinkommen von maximal 45.000 Euro, ergänzt um 500 Euro pro Kind. Insgesamt sind Zuschläge bis zu 1.000 Euro möglich. Auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender werden gefördert, allerdings mit deutlich geringeren Beträgen.
Wichtig ist der Zeitplan: Anträge können erst ab Mai 2026 gestellt werden. Die Förderung gilt zwar rückwirkend, ausgezahlt wird sie aber erst nach erfolgreicher Antragstellung.
E-Auto gekauft – und wie lädt man es künftig zu Hause?
Mit der neuen Kaufprämie rückt eine andere Frage stärker in den Fokus: die Ladeinfrastruktur. Denn ohne eigene Wallbox wird das Laden im Alltag schnell unpraktisch.
Genau hier zeigt sich die aktuelle Schwäche der Förderpolitik. Eine bundesweite Förderung für private Wallboxen existiert derzeit nicht. Das frühere KfW-Programm „Solarstrom für Elektroautos“, das Zuschüsse von bis zu 10.200 Euro für Wallbox, Photovoltaik und Speicher bot, wurde bereits 2024 eingestellt. Neue Anträge sind seitdem ausgeschlossen.
Wer heute eine Wallbox installieren möchte, muss die Kosten in der Regel selbst tragen – zumindest, wenn es um bundesweite Programme geht.
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Länder und Kommunen springen ein – aber ohne klare Linie
Ganz ohne Unterstützung bleibt der Ausbau privater Ladeinfrastruktur jedoch nicht. Einige Bundesländer und Kommunen bieten weiterhin eigene Förderprogramme an – allerdings mit sehr unterschiedlichen Bedingungen.
Nordrhein-Westfalen beteiligt sich beispielsweise an der Grundinstallation von Ladeinfrastruktur, während Baden-Württemberg zumindest die Elektroinstallation in Wohnungseigentümergemeinschaften unterstützt. Hinzu kommen lokale Angebote von Städten und Energieversorgern, etwa in Düsseldorf, Mainz oder Konstanz.
Diese Programme sind jedoch oft an Bedingungen geknüpft, etwa den Bezug von Ökostrom oder bestimmte technische Anforderungen. Zudem bewegen sich die Zuschüsse meist im niedrigen dreistelligen Bereich oder werden als Stromgutschrift gewährt. Einheitliche Regeln oder eine langfristige Planungssicherheit gibt es nicht.
Wallbox-Förderung für Mehrfamilienhäuser kommt
Ein neuer Ansatz zeichnet sich jedoch ab. Ab 15. April 2026 soll ein bundesweites Förderprogramm speziell für Mehrfamilienhäuser starten. Ziel ist es, die Ladeinfrastruktur in Wohnanlagen auszubauen und damit mehr Menschen den Zugang zum Laden zu Hause zu ermöglichen.
Gefördert werden sollen nicht nur Wallboxen selbst, sondern auch vorbereitende Maßnahmen wie Verkabelung, Netzanschlüsse und bauliche Anpassungen. Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro pro Stellplatz sind vorgesehen, etwa für bidirektionales Laden.
Adressaten sind vor allem Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter und kleinere Unternehmen. Voraussetzung ist unter anderem, dass ein Teil der Stellplätze elektrifiziert wird und der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.
Klassische Einfamilienhäuser bleiben bei diese Förderung jedoch außen vor.
Geschrieben am 01.04.2026
von
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