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Wärmepumpe ineffizient? So sparst du bares Geld

Autorenbild: Regine Curth
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Die Wärmepumpe gilt als effizient, sparsam und zukunftssicher. Doch genau dieser Vorteil steht schneller auf dem Spiel, als viele Eigentümer denken. Schon leichte Verschmutzungen können die Effizienz deiner Wärmepumpe spürbar senken – und damit deine Stromkosten in die Höhe treiben. Die gute Nachricht: Einen Teil der Wartung kannst du selbst übernehmen. Die schlechte: Viele wissen nicht, welche Bauteile besonders kritisch sind und wo Selbermachen gefährlich wird.

In diesem Artikel erfährst du, welche Teile deiner Wärmepumpe du selbst reinigen kannst, welche besonders verschmutzungsanfällig sind – und wo Nichtstun richtig teuer wird.

Warum schon kleine Verschmutzungen die Effizienz der Wärmepumpe senken

Eine effiziente Wärmepumpe nimmt möglichst viel Energie aus der Umwelt auf. Jede Blockade im Luftstrom oder Wärmeaustausch wirkt wie eine Bremse.

Die Folgen:

  • längere Laufzeiten
  • höherer Stromverbrauch
  • schlechtere Jahresarbeitszahl
  • mehr Verschleiß

Besonders tückisch: Der Effizienzverlust passiert schleichend. Die Anlage läuft weiter – nur deutlich teurer. Viele Eigentümer merken es erst bei der Stromabrechnung.

Diese Teile der Wärmepumpe sind besonders verschmutzungsanfällig

Nicht jede Komponente ist gleich sensibel. Einige Bereiche ziehen Schmutz regelrecht an:

  • Luftfilter bei Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen
  • Lufteinlass und Lamellen der Außeneinheit
  • Kondensatablauf
  • direktes Umfeld der Wärmepumpe (Laub, Pflanzen, Erde)

Je nach Standort – Garten, Straßennähe oder Wald – kann sich Schmutz innerhalb weniger Wochen ansammeln.

Wärmepumpe selbst reinigen: Diese Arbeiten sind erlaubt und sinnvoll

Luftfilter reinigen – der wichtigste Schritt gegen Effizienzverlust

Verschmutzte Luftfilter gehören zu den häufigsten Ursachen für sinkende Leistung.

So gehst du vor:

  • Filter entnehmen (meist ohne Werkzeug)
  • absaugen oder mit lauwarmem Wasser ausspülen
  • vollständig trocknen lassen

Empfehlung: alle 1–3 Monate prüfen, besonders in der Heizperiode.

Außeneinheit reinigen: Luft muss frei strömen können

Die Außeneinheit ist permanent Wind und Wetter ausgesetzt.

Typische Verschmutzungen:

  • Laub und Blütenstaub
  • Insektenreste
  • Straßenschmutz

Erlaubt ist:

  • Reinigung mit Handfeger oder weicher Bürste
  • vorsichtiges Abspülen mit Gartenschlauch
  • niemals Hochdruckreiniger verwenden

Schon leicht verbogene Lamellen können die Effizienz deutlich verschlechtern.

Kondensatablauf prüfen und freihalten

Ein verstopfter Ablauf kann zu Wasserstau und im Winter zu Frostschäden führen.

Das kannst du tun:

  • Sichtprüfung
  • mit Wasser durchspülen
  • Laub und Schmutz entfernen

Diese Teile solltest du auf keinen Fall selbst reinigen

Hier endet das Selbermachen – und das aus gutem Grund:

Verdampfer und interne Wärmetauscher

Diese Bauteile sind empfindlich und sitzen oft tief im Gerät. Falsche Reinigungsmittel oder Druck können irreparable Schäden verursachen.

Kältekreislauf

Arbeiten am Kältemittel sind gesetzlich geregelt und dürfen nur von zertifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden.

Elektronik und Steuerung

Feuchtigkeit oder Reinigungsmittel können zu Ausfällen führen – oft mit Garantieverlust.

Wer hier selbst Hand anlegt, riskiert nicht nur die Effizienz, sondern die gesamte Anlage.

Wie oft solltest du deine Wärmepumpe reinigen?

Als Faustregel gilt:

  • Sichtprüfung: monatlich
  • Luftfilter reinigen: 1–3 Monate
  • Außeneinheit reinigen: mindestens zweimal im Jahr, ideal vor und nach der Heizsaison

Zusätzlich empfiehlt sich eine professionelle Wartung einmal jährlich, um Effizienz und Lebensdauer langfristig zu sichern.

Fazit: Nicht reinigen ist teurer als du denkst

Eine verschmutzte Wärmepumpe verliert leise, aber stetig an Effizienz. Was du heute nicht reinigst, zahlst du morgen über höhere Stromkosten. Wer regelmäßig einfache Reinigungsarbeiten selbst erledigt, schützt nicht nur die Technik, sondern auch den Geldbeutel.

Entscheidend ist, die Grenze zu kennen: Selbst reinigen, wo es erlaubt ist – und Fachleute ranlassen, wo es nötig ist. So bleibt deine Wärmepumpe effizient, zuverlässig und wirtschaftlich.

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