Die Immobilienpreise in Essen unterscheiden sich je nach Stadtteil deutlich. Während Käufer in den beliebten südlichen Wohnlagen hohe Quadratmeterpreise zahlen, bleiben einige nördliche Bezirke vergleichsweise günstig. Das zeigen aktuelle Daten von immowelt.
Blick auf das Bistum Essen am Burgplatz in der Innenstadt. Foto: iStock.com / trabantos
Südliche Stadtteile bleiben die teuersten Wohnlagen
Zu den gefragtesten Wohnlagen Essens zählt weiterhin Bredeney. Der Stadtteil im Essener Süden gehört seit Jahren zu den exklusivsten Adressen der Stadt. Große Grundstücke, viele Grünflächen und die Nähe zum Baldeneysee sorgen für eine konstant hohe Nachfrage. Käufer zahlen hier aktuell durchschnittlich rund 4.520 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Preisniveau von rund 56 Prozent über dem Essener Durchschnitt von 2.894 Euro pro Quadratmeter.
Auch Fischlaken und Schuir bleiben besonders beliebt. Beide Stadtteile überzeugen durch ihre naturnahe Lage, viele Einfamilienhäuser und eine hohe Wohnqualität. Die durchschnittlichen Angebotspreise liegen in Fischlaken aktuell bei rund 4.164 Euro pro Quadratmeter und in Schuir bei rund 4.151 Euro pro Quadratmeter.
Ebenfalls gefragt bleiben Heisingen und Heidhausen. Beide Stadtteile bieten eine hohe Lebensqualität und viele Freizeitmöglichkeiten im Grünen. Laut Daten von immowelt zählen auch Rüttenscheid, Stadtwald und Werden weiterhin zu den hochpreisigen Wohnlagen in Essen.
Top 5 teuerste Stadtteile in Essen
| Stadtteil | Ø Kaufpreis pro qm | Abweichung zum Essener Durchschnitt |
|---|---|---|
| Bredeney | 4.520 € | +56 % |
| Fischlaken | 4.164 € | +44 % |
| Schuir | 4.151 € | +43 % |
| Heisingen | 4.109 € | +42 % |
| Heidhausen | 4.037 € | +39 % |
Familien suchen ruhige und grüne Wohnlagen
Neben den zentralen Quartieren gewinnen familienfreundliche Stadtteile zunehmend an Bedeutung. Besonders Stadtwald und Heisingen bleiben bei Käufern gefragt. Viele Familien suchen gezielt nach ruhigen Wohnlagen mit guter Infrastruktur, Schulen und Freizeitangeboten.
Auch Kettwig überzeugt durch seinen historischen Ortskern und die naturnahe Lage an der Ruhr. Käufer schätzen hier vor allem die hohe Wohnqualität und die vergleichsweise ruhige Umgebung. Gleichzeitig profitieren die Stadtteile im Essener Süden von einer guten Anbindung an Düsseldorf und das übrige Ruhrgebiet.
Viele Kaufinteressenten legen inzwischen größeren Wert auf Faktoren wie Naherholung, Verkehrsanbindung und langfristige Wertentwicklung. Dadurch bleiben etablierte Wohnlagen im Süden Essens weiterhin besonders gefragt.
Günstigere Stadtteile bieten weiterhin Chancen
Trotz steigender Immobilienpreise gibt es in Essen weiterhin vergleichsweise günstige Wohnlagen. Besonders in einigen nördlichen Bezirken liegen die Quadratmeterpreise deutlich unter denen der Premiumlagen.
Zu den günstigsten Stadtteilen zählt aktuell Altendorf. Hier kosten Immobilien durchschnittlich rund 2.072 Euro pro Quadratmeter und damit rund 28 Prozent weniger als im Essener Durchschnitt. Auch Ostviertel, Altenessen-Süd, Nordviertel und Bergeborbeck bieten weiterhin vergleichsweise erschwingliche Einstiegsmöglichkeiten für Käufer und Kapitalanleger.
Vor allem Eigennutzer mit kleinerem Budget suchen gezielt nach Immobilien in diesen Stadtteilen. Gleichzeitig sehen viele Investoren in einigen günstigeren Quartieren weiteres Entwicklungspotenzial. Infrastrukturmaßnahmen und Modernisierungen könnten die Attraktivität einzelner Stadtteile künftig weiter steigern. Das zeigen aktuelle Daten von immowelt.
Top 5 günstigste Stadtteile in Essen
| Stadtteil | Ø Kaufpreis pro qm | Abweichung zum Essener Durchschnitt |
|---|---|---|
| Altendorf | 2.072 € | -28 % |
| Ostviertel | 2.078 € | -28 % |
| Altenessen-Süd | 2.081 € | -28 % |
| Nordviertel | 2.130 € | -26 % |
| Bergeborbeck | 2.201 € | -24 % |
Geschrieben am 24.05.2026
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