Wohnen

Überfordert vom Haushaltschaos? Diese Methode sorgt dauerhaft für Ordnung

Autorenbild: Andreas Steger
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Fühlst du dich vom Chaos in den eigenen vier Wänden überfordert und weißt nicht, wo du anfangen sollst? Die FlyLady-Methode verspricht Abhilfe – mit klaren Routinen statt Perfektionsdruck. Wer bislang noch nichts davon gehört hat, sollte jetzt weiterlesen.

Was ist die FlyLady-Methode?

Hinter der FlyLady-Methode steht die US-Amerikanerin Marla Cilley, die sich selbst lange als „chronisch unorganisiert“ bezeichnete. Um wieder Struktur in ihr Zuhause – und ihren Alltag – zu bringen, entwickelte sie ein Ordnungssystem, das auf einfachen, wiederkehrenden Routinen basiert.

Der Name „FlyLady“ ist dabei doppelt belegt: Er verweist auf Cilleys Leidenschaft fürs Fliegenfischen, steht aber auch für das Motto Finally Loving Yourself – „endlich sich selbst lieben“. Denn die Methode zielt nicht nur auf einen sauberen Haushalt ab, sondern auch auf einen freundlicheren Umgang mit sich selbst.

Jeden Abend die Spüle zum Glänzen bringen

Ein zentrales Element der FlyLady-Methode ist das gründliche Reinigen der Küchenspüle am Abend. Schmutziges Geschirr bleibt nicht über Nacht stehen. Der Gedanke dahinter: Wer morgens in eine saubere, aufgeräumte Küche kommt, startet strukturierter in den Tag.

Anziehen und Schuhe anziehen

FlyLady empfiehlt außerdem, sich morgens direkt anzuziehen und Schuhe anzuziehen – auch dann, wenn man den Tag zu Hause verbringt. Ziel ist es, in einen aktiven Modus zu kommen. Bequeme Kleidung und Hausschuhe können dazu verleiten, sich früh auf das Sofa zurückzuziehen. Die Methode setzt bewusst auf Bewegung statt Stillstand.

Entrümpeln – aber mit Zeitlimit

Für das Entrümpeln genügt ein Karton oder ein Müllsack. Aufgabe: 27 Gegenstände aussortieren, die nicht mehr gebraucht werden – innerhalb von 15 Minuten.

Das Zeitlimit ist bewusst gewählt. Wer zu lange überlegt, läuft Gefahr, Dinge wieder zurückzulegen. Schnelle Entscheidungen helfen, Ballast loszuwerden.

Die „Hotspots“ im Blick behalten

Als „Hotspots“ gelten Bereiche, an denen sich besonders schnell Unordnung ansammelt: die Schublade für Kleinkram, der Ablagekorb im Flur oder der berühmte Stuhl, auf dem Kleidung landet, die weder richtig sauber noch wirklich schmutzig ist.

Die FlyLady-Regel: Täglich fünf Minuten investieren, um diese Zonen aufzuräumen – so bleibt das Chaos beherrschbar.

Zwei tägliche Routinen etablieren

Eine Morgenroutine und eine Abendroutine bilden das Grundgerüst. Dazu gehören einfache Aufgaben wie Bettenmachen, den Geschirrspüler ausräumen oder Kleidung für den nächsten Tag bereitlegen.

Marla Cilley spricht von „Babysteps“ – kleinen Schritten, die durch Wiederholung zu festen Gewohnheiten werden.

Eine Stunde Hausarbeit pro Woche einplanen

Statt einen ganzen Samstag mit Putzen zu verbringen, setzt die Methode auf eine fest eingeplante Stunde pro Woche. In dieser Zeit werden klar definierte Aufgaben erledigt: Staubsaugen, Staubwischen, Bad reinigen.

Jede Woche steht dabei ein anderer Raum im Fokus. Der Grundgedanke: Unordnung entsteht nicht über Nacht – und lässt sich auch nicht an einem Tag beseitigen.

Pausen bewusst einplanen

Ein weiterer Grundpfeiler der FlyLady-Methode ist Selbstfürsorge. Ob entspannte Dusche, Mittagsschlaf, Spaziergang oder Sport – regelmäßige Pausen sind notwendig, um langfristig dranzubleiben.

Fazit: Die FlyLady-Methode verlangt keine radikale Umstellung, sondern setzt auf kleine, alltagstaugliche Handgriffe. Mit der Zeit werden diese Routinen zur Selbstverständlichkeit – und sorgen für ein aufgeräumtes, ruhiges Zuhause ohne Dauerstress.

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