Ein Trampolin im Garten gehört für viele Familien zum Sommer einfach dazu. Es sorgt für Bewegung, macht Kindern Spaß und bringt selbst Erwachsene zum Hüpfen. Doch was viele unterschätzen: Trampoline zählen zu den häufigsten Ursachen für Freizeitverletzungen bei Kindern. Besonders in den warmen Monaten steigt die Zahl der Unfälle deutlich an.
Knochenbrüche an Armen und Beinen gehören zu den häufigsten Verletzungen nach Trampolin-Unfällen im Garten. Foto: pegbes / stock.adobe.com
Warum Trampoline so riskant sind
Die meisten Verletzungen passieren nicht durch spektakuläre Sprünge oder Salti, sondern bei ganz normalen Sprüngen. Häufige Ursachen sind:
- Mehrere Kinder springen gleichzeitig.
- Jüngere und ältere Kinder nutzen das Trampolin gemeinsam.
- Landungen auf den Sprungfedern oder dem Rahmen.
- Stürze vom Trampolin.
- Selbstüberschätzung bei schwierigen Sprüngen.
Das Problem: Springt eine schwerere Person gleichzeitig mit einer leichteren, entstehen deutlich höhere Kräfte. Das kleinere Kind wird unkontrolliert nach oben geschleudert und landet oft ungünstig.
Diese Verletzungen treten besonders häufig auf
Die Bandbreite reicht von harmlosen Prellungen bis zu schweren Knochenbrüchen. Besonders betroffen sind:
- Handgelenke und Unterarme
- Knöchel und Sprunggelenke
- Knie
- Ellenbogen
- Kopf und Nacken
Vor allem bei Kindern unter sechs Jahren ist das Risiko für komplizierte Knochenverletzungen besonders hoch.
So lässt sich das Unfallrisiko deutlich senken
Einige einfache Regeln können viele Unfälle verhindern:
Nur eine Person gleichzeitig springen
Das ist die wichtigste Sicherheitsregel. Die meisten schweren Verletzungen entstehen, wenn mehrere Personen gleichzeitig auf dem Trampolin sind.
Keine Saltos oder Überschläge
Vorwärts- oder Rückwärtssaltos gehören nur in professionelle Sporthallen unter Anleitung. Im Garten endet ein missglückter Versuch schnell mit einer schweren Nackenverletzung.
Sicherheitsnetz und Randpolster regelmäßig kontrollieren
Netze sollten keine Löcher haben und die Polster müssen die Federn vollständig abdecken. Beschädigte Teile sollten sofort ersetzt werden.
Das Trampolin richtig aufstellen
Der Untergrund sollte eben sein und rund um das Trampolin ausreichend Freiraum bieten. Äste, Gartenmöbel oder Zäune dürfen sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden.
Aufsicht ist wichtig
Gerade kleinere Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt springen. Erwachsene können eingreifen, wenn Regeln missachtet werden oder gefährliche Situationen entstehen.
Ab welchem Alter ist ein Trampolin sinnvoll?
Viele Kinder wünschen sich bereits im Kindergartenalter ein Trampolin. Fachgesellschaften raten jedoch dazu, Kinder unter sechs Jahren möglichst nicht auf großen Gartentrampolinen springen zu lassen. Ihre Knochen und Gelenke sind noch nicht vollständig entwickelt und dadurch anfälliger für Verletzungen.
Fazit: Ein Gartentrampolin muss kein Sicherheitsrisiko sein – wenn klare Regeln gelten. Nur eine Person gleichzeitig, keine Saltos und eine regelmäßige Kontrolle der Sicherheitsausstattung reduzieren das Verletzungsrisiko erheblich. Wer diese einfachen Maßnahmen beachtet, kann den Hüpfspaß deutlich sicherer gestalten.
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