Wohnnebenkosten

Teurer als New York und London: In dieser deutschen Großstadt sind die Nebenkosten weltweit am höchsten

Autorenbild: Andreas Steger
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Die laufenden Kosten für eine Wohnung unterscheiden sich von Metropole zu Metropole erheblich. Eine deutsche Millionenstadt landet in einem weltweiten Vergleich der Nebenkosten überraschend auf Platz eins.

Wer in einer Großstadt lebt, muss neben der Miete oft tief in die Tasche greifen. Strom, Heizung, Wasser und Müllabfuhr können die monatlichen Wohnkosten spürbar erhöhen. Doch in welcher Metropole ist diese Belastung besonders groß?

Eine Auswertung der Deutschen Bank liefert darauf eine überraschende Antwort. Für die Studie „Mapping the World’s Prices“ wurden die monatlichen Grundversorgungskosten einer 85 Quadratmeter großen Wohnung in 69 Städten miteinander verglichen. Berücksichtigt wurden Strom, Heizung, Kühlung, Wasser und Müllabfuhr.

Berlin hat die höchsten Nebenkosten im Vergleich

Berlin steht an der Spitze des Rankings. In der deutschen Hauptstadt werden für die untersuchten Nebenkosten monatlich umgerechnet rund 359 Euro* fällig. Damit liegt Berlin vor allen anderen Städten der Auswertung.

Auf dem zweiten Platz folgt Tel Aviv-Jaffa mit rund 348 Euro im Monat. Oslo belegt mit etwa 336 Euro Rang drei. Dahinter folgen London mit rund 335 Euro und Edinburgh mit etwa 332 Euro.

Auch zwei weitere deutsche Städte landen weit oben: München und Frankfurt teilen sich mit jeweils rund 329 Euro im Monat den sechsten Platz. Deutschland ist damit gleich dreimal unter den sieben teuersten Städten des Vergleichs vertreten.

So groß ist der Abstand zu New York

Besonders auffällig ist der Vergleich mit New York. In der US-Metropole liegen die erfassten monatlichen Grundversorgungskosten bei umgerechnet rund 221 Euro. Berliner Haushalte zahlen demnach etwa 138 Euro mehr pro Monat. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das einem Unterschied von ungefähr 1.660 Euro.

Die Studie weist für Berlin einen Wert von 162 Prozent relativ zu New York aus. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Nebenkosten in Berlin „162 Prozent höher“ sind. Korrekt ist: Sie entsprechen 162 Prozent des New Yorker Niveaus und liegen damit rund 62 Prozent über dem Wert von New York.

Neben Berlin, München und Frankfurt schaffen es weitere europäische Städte auf die vorderen Plätze. Warschau kommt auf monatlich rund 299 Euro, Wien auf etwa 297 Euro und Birmingham auf rund 292 Euro. New York landet mit seinen ungefähr 221 Euro erst auf Rang 21.

In diesen 10 Städten sind die Nebenkosten am höchsten:

Platz Stadt Nebenkosten
1. Berlin 359 Euro
2. Tel Aviv-Jaffa 348 Euro
3. Oslo 336 Euro
4. London 335 Euro
5. Edinburgh 332 Euro
6. München 329 Euro
7. Frankfurt 329 Euro
8. Warschau 299 Euro
9. Wien 297 Euro
10. Birmingham 292 Euro

 

Auch die Berliner Mieten sind kräftig gestiegen

Die hohen Versorgungskosten treffen in Berlin auf einen ohnehin angespannten Wohnungsmarkt. Nach einer Auswertung von Immowelt stiegen die Angebotsmieten für Bestandswohnungen zwischen April 2023 und Juli 2026 um 12,2 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis erhöhte sich in diesem Zeitraum von 12,95 Euro auf 14,53 Euro.

Für eine 75 Quadratmeter große Wohnung bedeutet das rechnerisch rund 119 Euro mehr Kaltmiete im Monat. Wer in der Hauptstadt eine neue Wohnung sucht, muss somit nicht nur mit hohen Nebenkosten, sondern auch mit deutlich gestiegenen Angebotsmieten rechnen.

Lesetipp: Wohnung finden in Berlin

*Hinweis zur Umrechnung und Methodik: Die in der Studie genannten US-Dollar-Beträge wurden zum EZB-Referenzkurs vom 13. Juli 2026 von 1 Euro = 1,1424 US-Dollar in Euro umgerechnet und auf volle Euro gerundet. Quelle der Vergleichsdaten: Deutsche Bank, „Mapping the World’s Prices“, Abbildung 37; Datengrundlage: Numbeo. Das Ranking bildet nicht die gesamten Wohnkosten ab. Verglichen wird ausschließlich ein festgelegtes Paket aus Strom, Heizung, Kühlung, Wasser und Müllabfuhr für eine 85 Quadratmeter große Wohnung.

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