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Pool ohne Chlor: Wie sauber sind Salzwasser, Aktivsauerstoff und Co. wirklich?

Autorenbild: Andreas Steger

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Der Traum vom eigenen Pool endet für viele mit roten Augen, Chlorgeruch und dem ständigen Griff zur Chemie. Kein Wunder, dass immer mehr Hausbesitzer nach Alternativen suchen. Doch können Salzwasser, Pflanzenfilter oder UV-Anlagen das klassische Chlor tatsächlich ersetzen?

Wer an einen Swimmingpool denkt, hat oft sofort den typischen Chlorgeruch in der Nase. Tatsächlich sorgt Chlor seit Jahrzehnten dafür, dass sich im Wasser keine Bakterien, Algen oder Krankheitserreger vermehren. Gleichzeitig berichten viele Poolbesitzer über gereizte Haut, trockene Haare oder brennende Augen nach dem Baden.

Hinzu kommt der Wunsch nach einer möglichst natürlichen Gartengestaltung. Während naturnahe Gärten, Wildblumenwiesen und nachhaltige Lösungen boomen, wirkt ein Pool voller Chemikalien auf manche Eigentümer nicht mehr zeitgemäß. Die Nachfrage nach chlorfreien oder chlorarmen Alternativen steigt deshalb spürbar.

Doch ganz ohne Wasserpflege funktioniert kein Pool. Die entscheidende Frage lautet daher: Welche Alternativen gibt es und wie gut funktionieren sie?

Salzwasserpool: Weniger Chlor als gedacht

Eine der beliebtesten Alternativen ist der Salzwasserpool. Dabei wird dem Wasser Salz zugesetzt. Eine sogenannte Salzelektrolyseanlage wandelt dieses Salz anschließend in Chlor um.

Der große Vorteil: Es muss kein Chlor von Hand dosiert werden und der typische Chlorgeruch fällt deutlich geringer aus. Viele Badegäste empfinden das Wasser zudem als angenehmer auf der Haut.

Ganz ohne Chlor kommt ein Salzwasserpool allerdings nicht aus. Das Desinfektionsmittel entsteht lediglich direkt im Wasser. Wer sich einen komplett chlorfreien Pool erhofft, wird daher enttäuscht.

UV-Anlagen: Unterstützung statt Ersatz

Immer häufiger werden Pools mit UV-Lichtanlagen ausgestattet. Das Wasser fließt dabei an einer UV-Lampe vorbei, die zahlreiche Keime und Mikroorganismen abtötet.

Der Vorteil: Der Chemikalienbedarf kann deutlich sinken. Außerdem entstehen weniger Nebenprodukte, die für den typischen Schwimmbadgeruch verantwortlich sind.

Ein vollständiger Ersatz für Chlor sind UV-Anlagen jedoch meist nicht. Das Wasser wird nur innerhalb der Anlage behandelt. Gelangen später neue Keime in den Pool, fehlt ein dauerhaft wirkendes Desinfektionsmittel im Becken.

Aktivsauerstoff: Angenehm, aber nicht für jeden Pool geeignet

Eine weitere Alternative ist Aktivsauerstoff. Dabei werden spezielle Sauerstoffverbindungen eingesetzt, die Keime bekämpfen und das Wasser sauber halten sollen.

Viele Poolbesitzer schätzen die geruchslose Wasserpflege und die gute Hautverträglichkeit. Gerade bei kleineren Pools kann das Verfahren funktionieren.

Bei hohen Temperaturen oder starker Nutzung stößt Aktivsauerstoff allerdings häufig an seine Grenzen. Dann sind zusätzliche Pflegemittel notwendig. Für große Familienpools ist die Methode oft aufwendiger und teurer als klassische Chlorpflege.

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Naturpool und Schwimmteich: Baden wie im See

Wer möglichst naturnah baden möchte, landet früher oder später beim Naturpool oder Schwimmteich. Hier übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und biologische Filter die Wasserreinigung.

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Chlor wird nicht benötigt. Stattdessen entsteht ein naturnahes Badeerlebnis, das eher an einen klaren Bergsee erinnert als an ein Freibad.

Allerdings benötigen solche Anlagen deutlich mehr Platz. Ein Teil der Fläche wird für die Regenerationszone mit Pflanzen benötigt. Zudem ist die Planung komplexer und die Baukosten können deutlich höher ausfallen als bei einem klassischen Pool.

Kupfer und Silberionen: Umstrittene Methode

Manche Anbieter setzen auf sogenannte Ionisierungsanlagen. Dabei werden Kupfer- oder Silberionen ins Wasser abgegeben, die das Wachstum von Algen und Bakterien hemmen sollen.

Die Methode kann den Einsatz von Chlor reduzieren. Experten weisen jedoch darauf hin, dass häufig trotzdem zusätzliche Desinfektionsmittel notwendig sind. Außerdem können sich Metallionen im Wasser anreichern und Ablagerungen verursachen.

Ganz ohne Chlor: Geht das überhaupt?

Für klassische Swimmingpools lautet die ehrliche Antwort meist: nur bedingt.

UV-Licht, Aktivsauerstoff oder Ionisierungsanlagen können die benötigte Chlormenge zwar deutlich reduzieren. Komplett darauf verzichten können die meisten privaten Pools jedoch nicht, wenn dauerhaft hygienisch einwandfreie Wasserqualität gewährleistet werden soll.

Anders sieht es bei Naturpools und Schwimmteichen aus. Hier basiert das gesamte Konzept auf biologischer Reinigung. Dafür sind Planung, Pflege und Platzbedarf allerdings deutlich anspruchsvoller.

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