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Kratzer, matte Stellen, kleine Dellen – ein Holzboden erzählt Geschichten. Doch bevor an Abschleifen oder gar einen neuen Belag gedacht wird, lohnt sich ein genauer Blick. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann Parkett oder Dielenboden wieder erstaunlich frisch wirken – ganz ohne Komplettsanierung.
Ein Holzboden wirkt mit der richtigen Pflege schnell wieder frisch – oft reichen schon kleine Handgriffe statt einer aufwendigen Sanierung. Foto: iStock.com / Julia Sudnitskaya
Gründlich reinigen – aber richtig
Staub und feiner Sand wirken wie Schmirgelpapier. Wer regelmäßig nur oberflächlich wischt, verteilt die Partikel oft nur weiter. Besser ist es, zunächst gründlich zu saugen – idealerweise mit einer Parkettdüse.
Beim Wischen gilt: nebelfeucht statt nass. Zu viel Wasser kann Holz aufquellen lassen. Spezielle Holz- oder Parkettreiniger helfen, alte Pflegeschichten und Schmutzreste zu lösen, ohne die Oberfläche anzugreifen.
Kleine Kratzer einfach kaschieren
Feine Kratzer lassen sich oft mit einfachen Hausmitteln optisch reduzieren. Ein paar Tropfen passendes Holzöl oder Reparaturöl können die Stelle dunkler wirken lassen und den Kontrast mindern.
Profi-Tipp: Für tiefere Macken gibt es Reparatursets mit Hartwachs oder speziellen Stiften in verschiedenen Holztönen. Wichtig ist, den Farbton möglichst genau zu treffen – sonst fällt die Ausbesserung stärker auf als der Kratzer selbst.
Auffrischen mit Pflegeöl oder Polish
Geölte Böden profitieren von einer gelegentlichen Nachbehandlung. Ein dünn aufgetragenes Pflegeöl frischt die Oberfläche auf und lässt das Holz wieder satter wirken.
Versiegeltes Parkett kann mit speziellem Polish behandelt werden. Dieser legt sich wie eine Schutzschicht über die Oberfläche und sorgt für neuen Glanz. Allerdings sollte vorher geprüft werden, ob der Boden lackiert oder geölt ist – die Produkte sind nicht austauschbar.
Druckstellen ausdämpfen
Dellen durch heruntergefallene Gegenstände oder Möbel lassen sich manchmal „ausdämpfen“. Dafür wird ein leicht angefeuchtetes Tuch auf die Stelle gelegt und vorsichtig mit einem Bügeleisen erhitzt.
Vorsicht: Durch die Wärme dehnt sich das Holz leicht aus und kann sich wieder aufrichten. Diese Methode funktioniert vor allem bei unbehandeltem oder geöltem Holz. Bei versiegelten Böden ist Vorsicht geboten.
Möbel und Laufwege neu denken
Oft entstehen Abnutzungen immer an denselben Stellen – etwa in Durchgängen oder unter Stuhlbeinen. Filzgleiter unter Möbeln verhindern neue Kratzer.
Wer Teppiche gezielt einsetzt oder Möbel leicht umstellt, verteilt die Belastung anders. So bekommt der Boden Zeit, sich optisch zu „erholen“ – und wirkt insgesamt gleichmäßiger.
Geschrieben am 15.02.2026
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