Eine Wärmepumpe soll Heizkosten sparen – doch Wartung und Reinigung werfen bei vielen Eigentümern eine entscheidende Frage auf: Selbst reinigen oder lieber den Fachmann kommen lassen? Genau hier steckt großes Sparpotenzial. Denn nicht jede Reinigungsarbeit muss bezahlt werden, aber falsches Sparen kann teuer enden.
In diesem Artikel erfährst du, welche Kosten bei der DIY-Reinigung deiner Wärmepumpe entstehen, was ein Fachbetrieb verlangt und wo sich Selbermachen wirklich lohnt – und wo nicht.
Der Betrieb einer verschmutzten Wärmepumpe kostet mehr Geld. Foto: Pixelzone / stock.adobe.com
Wärmepumpe selbst reinigen: Welche Kosten entstehen überhaupt?
Die gute Nachricht zuerst: Die meisten DIY-Reinigungen kosten fast nichts. Für die typischen Arbeiten brauchst du weder Spezialwerkzeug noch teure Reinigungsmittel.
Typische DIY-Kosten im Überblick:
- Staubsauger: vorhanden
- weiche Bürste oder Handfeger: ca. 5–10 Euro (einmalig)
- Gartenschlauch: vorhanden
- Wasser: wenige Cent
Laufende Kosten pro Jahr: meist 0–10 Euro
Damit lassen sich bereits zentrale Effizienzbremsen beseitigen – etwa verschmutzte Luftfilter oder blockierte Lufteinlässe.
Diese DIY-Reinigungen sind kostenlos – und effektiv
Wenn du selbst Hand anlegst, kannst du vor allem diese Kosten sparen:
- Luftfilter reinigen statt austauschen
- Außeneinheit von Laub, Staub und Insekten befreien
- Kondensatablauf kontrollieren und durchspülen
- Umfeld der Wärmepumpe freihalten
Zeitaufwand:
- pro Reinigung: 10–20 Minuten
- pro Jahr: ca. 1–2 Stunden
Der Effekt: geringerer Stromverbrauch, stabilere Leistung und weniger Störungen – ohne zusätzliche Rechnungen.
Was kostet es, wenn ein Fachbetrieb die Reinigung übernimmt?
Beauftragt man einen Fachbetrieb, wird die Reinigung meist im Rahmen einer Wartung durchgeführt. Einzelne Reinigungsarbeiten werden selten separat angeboten.
Typische Kosten:
- einfache Wartung: ca. 150–250 Euro pro Jahr
- umfangreiche Wartung inkl. Reinigung: 250–400 Euro
- Anfahrt und Arbeitszeit oft pauschal berechnet
Dabei gilt: Auch der Fachbetrieb reinigt häufig genau die Teile, die du selbst sauber halten könntest.
Das bedeutet nicht, dass Wartung überflüssig ist – aber nicht jede Reinigung muss bezahlt werden.
Der direkte Kostenvergleich: DIY vs. Fachmann
Luftfilter reinigen
- DIY: 0 Euro
- Fachbetrieb: im Wartungspreis enthalten (anteilig ca. 30–50 Euro)
Außeneinheit reinigen
- DIY: 0–5 Euro
- Fachbetrieb: anteilig ca. 50–100 Euro
Kondensatablauf prüfen
- DIY: 0 Euro
- Fachbetrieb: meist Teil der Wartung
Wer diese Arbeiten selbst erledigt, kann jährlich 100–200 Euro sparen, ohne auf Sicherheit zu verzichten.
Wo Selbermachen keine Kosten spart – sondern Risiken erhöht
So klar das Sparpotenzial ist: Nicht jede Reinigung gehört in Eigenregie. Fehler können hier deutlich teurer werden als jede Wartung.
Nicht selbst reinigen solltest du:
- interne Wärmetauscher und Verdampfer
- Kältekreislauf
- Elektronik und Steuerung
Mögliche Folgen:
- Garantieverlust
- Reparaturen im vierstelligen Bereich
- längere Ausfallzeiten der Heizung
Hier ist der Fachbetrieb nicht teurer, sondern die günstigere Absicherung.
Die wirtschaftlich beste Lösung: Kombination aus DIY und Wartung
Aus Kostensicht hat sich ein Modell besonders bewährt:
- regelmäßige DIY-Reinigung der zugänglichen Teile
- einmal jährlich professionelle Wartung
So bleibt:
- der Wartungsaufwand geringer
- die Fachrechnung oft günstiger
- die Effizienz ganzjährig hoch
Wer zwischen den Wartungsterminen selbst reinigt, verhindert, dass kleine Verschmutzungen zu teuren Problemen werden.
Fazit: Selbst reinigen spart Geld – wenn du es richtig machst
Der Kostenvergleich ist eindeutig: Viele Reinigungsarbeiten an der Wärmepumpe lassen sich kostenlos selbst erledigen. Wer Luftfilter, Außeneinheit und Umfeld regelmäßig reinigt, kann Jahr für Jahr einen dreistelligen Betrag sparen.
Die wichtigste Regel bleibt:
DIY dort, wo es einfach und sicher ist – Fachbetrieb dort, wo Technik und Garantie betroffen sind.
So kombinierst du maximale Kostenersparnis mit langfristiger Betriebssicherheit.
Geschrieben am 21.02.2026
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