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Kleine Eindringlinge, große Gefahr Warum invasive Arten jetzt auch in deutschen Haushalten zur Bedrohung werden können

Autorenbild Kilian Treß
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Ein paar Ameisen in der Küche, ein Summen im Garten – harmlos? Nicht unbedingt. Immer häufiger tauchen in Deutschland invasive Insektenarten auf, die sich rasant ausbreiten und teils erhebliche Schäden anrichten. Welche Arten aktuell Probleme bereiten und wie man sich schützen kann, zeigt ein Blick auf die neuen tierischen Eindringlinge.

Was mit ein paar Ameisen in der Küche oder einem Summen im Garten beginnt, kann sich schnell zu einem ernsten Problem entwickeln. Immer häufiger werden in deutschen Haushalten und Gärten invasive Insektenarten entdeckt. Was früher vor allem südliche Länder betraf, betrifft inzwischen auch deutsche Städte und Gemeinden – mittlerweile sind hierzulande 119 gebietsfremde Insektenarten etabliert. 

Fachleute berichten, dass sich Arten wie die Pharaoameise, die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) und die Asiatische Hornisse immer stärker ausbreiten. Der Klimawandel trägt dazu bei: Mildere Winter erleichtern das Überleben der Tiere, Reisen und Handel begünstigen ihre Einschleppung. Für Eigentümer und Kommunen kann das hohe Kosten, Gebäudeschäden und Gesundheitsrisiken mit sich bringen.

Die Pharaoameise – klein, aber hartnäckig

Die winzige Pharaoameise kann sich unbemerkt in Gebäuden ausbreiten und nistet häufig in Hohlräumen, Steckdosen oder Leitungen. Sie gilt als Überträgerin von Krankheitserregern. Wird sie falsch bekämpft, etwa mit handelsüblichen Sprays, kann sich das Problem verschärfen, da sich die Kolonien dann oft aufspalten.

Die Große Drüsenameise – Superkolonien im Stadtgebiet

Diese Art bildet Kolonien mit Millionen Tieren. In Kehl (Baden-Württemberg) kam es zu Schäden an Spielplätzen und Stromleitungen. Auffällig viele Ameisen in Keller oder Garten sollten daher ernst genommen werden. Hausmittel helfen hier meist nicht weiter.

Die Asiatische Hornisse – Gefahr für Bienen und Ökosystem

Die aus Asien stammende Hornisse ist mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands zu finden. Sie jagt Honigbienen und gefährdet damit das heimische Ökosystem. Ihr Auftreten sorgt häufig für Unsicherheit – nicht zuletzt durch Fehlinformationen und übertriebene Darstellungen in sozialen Medien.

Vorbeugung und Umgang

Wer Lebensmittel gut verschließt, Abfälle regelmäßig entsorgt und potenzielle Einstiegspunkte abdichtet, kann das Risiko eines Befalls reduzieren. Wichtig ist, frühzeitig zu reagieren und bei Verdacht auf eine Fachperson zurückzugreifen, statt selbst zu experimentieren – das erspart oft höhere Kosten und aufwendigere Maßnahmen.

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