In Frankfurt am Main kosten Immobilien durchschnittlich 5.517 Euro pro Quadratmeter. In mehreren umliegenden Landkreisen ist Eigentum deutlich günstiger. Besonders groß ist der Preisunterschied im Main-Kinzig-Kreis und im Wetteraukreis. Aber auch in den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Offenbach und Groß-Gerau können Käufer sparen. Eine immowelt Analyse vergleicht die Kaufpreise und zeigt, welche Orte mit der Bahn an Frankfurt angebunden sind.
Dieser Blick auf die Skyline von Frankfurt am Main ist teuer. Wer günstiger wohnen will, kauft außerhalb der Stadt. Foto: iStocj.com / RossHelen
Frankfurts Immobilienpreise seit 2017 um mehr als ein Drittel gestiegen
Wer in Frankfurt am Main eine Immobilie kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Im Oktober 2026 liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 5.517 Euro pro Quadratmeter. Anfang 2017 waren es noch 4.103 Euro. Damit sind die Immobilienpreise innerhalb von knapp zehn Jahren um rund 34 Prozent gestiegen.
Für eine 100 Quadratmeter große Immobilie müssen Käufer in Frankfurt aktuell rechnerisch 551.700 Euro einplanen – ohne Kaufnebenkosten. In mehreren Landkreisen der Rhein-Main-Region liegt das durchschnittliche Preisniveau deutlich darunter. Besonders groß ist der Unterschied im Main-Kinzig-Kreis und im Wetteraukreis.
Doch auch näher an Frankfurt gibt es günstigere Alternativen. Im Kreis Offenbach, im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis liegen die durchschnittlichen Kaufpreise unter dem Frankfurter Niveau. Wie viel Käufer tatsächlich sparen, hängt allerdings vom konkreten Wohnort ab. Gerade in gut angebundenen Städten wie Offenbach am Main, Eschborn und Bad Vilbel sollten Interessenten die Preise einzelner Angebote mit dem jeweiligen Kreisdurchschnitt vergleichen.
Main-Kinzig-Kreis und Wetteraukreis: Wo Käufer besonders viel sparen
Den größten rechnerischen Preisvorteil unter den betrachteten Landkreisen bietet der Main-Kinzig-Kreis. Dort liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 2.894 Euro pro Quadratmeter und damit rund 48 Prozent unter dem Frankfurter Niveau. Bei einer 100 Quadratmeter großen Immobilie entspricht das einem Preisunterschied von 262.300 Euro. Auch der Wetteraukreis ist mit durchschnittlich 3.111 Euro pro Quadratmeter deutlich günstiger. Hier beträgt die rechnerische Ersparnis rund 44 Prozent.
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg kostet der Quadratmeter durchschnittlich 3.380 Euro, im Kreis Groß-Gerau 3.535 Euro und im Kreis Offenbach 3.624 Euro. Damit liegen die Kaufpreise in diesen Landkreisen rund 34 bis 39 Prozent unter dem Frankfurter Durchschnitt. Für Pendler können unter anderem Rüsselsheim am Main, Neu-Isenburg und Maintal interessante Suchorte sein. Die genannten Quadratmeterpreise gelten jedoch für die gesamten Landkreise, nicht für diese einzelnen Städte.
Etwas geringer fällt der Preisvorteil im Main-Taunus-Kreis aus. Dort liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 4.126 Euro pro Quadratmeter und damit rund 25 Prozent unter dem Frankfurter Niveau. Zum Kreis gehören beispielsweise Eschborn, Hattersheim und Hofheim am Taunus.
Im Hochtaunuskreis beträgt der durchschnittliche Kaufpreis 4.262 Euro pro Quadratmeter. Das sind rund 23 Prozent weniger als in Frankfurt. Zu den bekannten Städten gehören Bad Homburg vor der Höhe und Oberursel.
Auch die eigenständige Stadt Offenbach am Main ist günstiger als Frankfurt: Mit durchschnittlich 4.026 Euro pro Quadratmeter liegt das Preisniveau rund 27 Prozent unter dem der Nachbarstadt. Bei einer 100 Quadratmeter großen Immobilie ergibt sich daraus ein rechnerischer Preisunterschied von 149.100 Euro.
Die Zahlen zeigen, dass ein Immobilienkauf außerhalb Frankfurts erhebliche Einsparungen ermöglichen kann. Entscheidend bleibt jedoch die genaue Lage: Ein günstiger Kreisdurchschnitt bedeutet nicht automatisch, dass jede gut angebundene Stadt innerhalb dieses Landkreises ebenso preiswert ist.
Mit S-Bahn und Regionalzug nach Frankfurt: Welche Orte für Pendler infrage kommen
Für Käufer, die weiterhin in Frankfurt am Main arbeiten, ist neben dem Immobilienpreis die Bahnverbindung wichtig. Besonders kurze Wege bietet Offenbach am Main. Von Offenbach Hauptbahnhof fahren Regionalzüge in ungefähr 10 bis 15 Minuten zum Frankfurter Hauptbahnhof. Auch Neu-Isenburg ist mit Regionalzügen und S-Bahnen gut an Frankfurt angebunden.
Im Main-Taunus-Kreis kommen unter anderem Eschborn, Hattersheim und Hofheim am Taunus infrage. Die S-Bahn verbindet diese Orte mit Frankfurt. Aus Eschborn sind es bis Frankfurt Hauptbahnhof ungefähr 15 bis 20 Minuten, aus Hattersheim etwa 20 bis 25 Minuten und aus Hofheim ungefähr 25 bis 30 Minuten.
Auch der Hochtaunuskreis verfügt über Bahnverbindungen in die Mainmetropole. Von Bad Homburg und Oberursel erreichen Pendler den Frankfurter Hauptbahnhof mit der S-Bahn je nach Verbindung in ungefähr 20 bis 30 Minuten. Aus Bad Vilbel im Wetteraukreis dauert die Fahrt ungefähr 15 bis 25 Minuten.
Wer weiter außerhalb sucht, findet unter anderem in Maintal und Rüsselsheim am Main Bahnanschlüsse in Richtung Frankfurt. Ab Maintal Ost benötigen Regionalzüge ungefähr 20 bis 30 Minuten bis Frankfurt Hauptbahnhof, ab Rüsselsheim etwa 25 bis 35 Minuten.
Für die Kaufentscheidung ist deshalb nicht allein der Quadratmeterpreis ausschlaggebend. Wichtig sind auch die Entfernung zum Bahnhof, die Umsteigemöglichkeiten und die gesamte Pendelzeit bis zum Arbeitsplatz.
Immobilienpreise im Frankfurter Umland im Vergleich
| Stadt / Landkreis | Kaufpreis pro m² | Ersparnis zu Frankfurt | Beispielhafte Bahnverbindung nach Frankfurt Hbf |
|---|---|---|---|
| Frankfurt am Main | 5.517 € | – | – |
| Main-Kinzig-Kreis | 2.894 € | 47,5 % | Beispiel Maintal Ost, ca. 20–30 Min. |
| Wetteraukreis | 3.111 € | 43,6 % | Beispiel Bad Vilbel, ca. 15–25 Min. |
| Landkreis Darmstadt-Dieburg | 3.380 € | 38,7 % | Je nach Gemeinde und Bahnhof |
| Kreis Groß-Gerau | 3.535 € | 35,9 % | Beispiel Rüsselsheim, ca. 25–35 Min. |
| Kreis Offenbach | 3.624 € | 34,3 % | Beispiel Neu-Isenburg, ca. 10–20 Min. |
| Stadt Offenbach am Main | 4.026 € | 27,0 % | Ab Offenbach Hbf, ca. 10–15 Min. |
| Main-Taunus-Kreis | 4.126 € | 25,2 % | Beispiel Eschborn, ca. 15–20 Min. |
| Hochtaunuskreis | 4.262 € | 22,7 % | Beispiel Bad Homburg, ca. 20–30 Min. |
| Stadt Darmstadt | 4.868 € | 11,8 % | Ab Darmstadt Hbf, ca. 15–25 Min. |
Quellen: immowelt Analyse der Kaufpreise, Oktober 2026. Zur Prüfung konkreter Bahnverbindungen: Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und Deutsche Bahn.
Geschrieben am
Seite weiterleiten
Artikel drucken