Handy wird beim Laden plötzlich heiß? Gerade im Sommer machen viele den gleichen Fehler und legen das Smartphone zum Abkühlen auf einen Kühlakku oder sogar in den Kühlschrank. Was sinnvoll klingt, kann durch Kondenswasser teure Schäden verursachen. So kühlst du dein Handy richtig ab und verhinderst, dass es beim Laden überhaupt erst überhitzt.
Gesehen im Freibad: Ein Handy liegt zur Kühlung auf einem Kühlakku. Kann das gut sein? Foto: KT
Die Sommerhitze setzt nicht nur Menschen zu, sondern auch Smartphones. Gerade beim Laden steigen die Temperaturen im Inneren des Geräts schnell an. Wird das Handy dann ungewöhnlich heiß, greifen viele zu einer vermeintlich einfachen Lösung: Sie legen es auf einen Kühlakku oder sogar in den Kühlschrank. Was logisch klingt, kann jedoch genau das Gegenteil bewirken und im schlimmsten Fall teure Schäden verursachen.
Warum ein Kühlakku deinem Smartphone schaden kann
Ein stark erhitztes Smartphone sollte niemals schlagartig heruntergekühlt werden. Der plötzliche Temperaturwechsel kann dazu führen, dass sich im Inneren des Geräts Kondenswasser bildet. Diese Feuchtigkeit gelangt unter Umständen an empfindliche elektronische Bauteile und kann dort Korrosion oder sogar einen Kurzschluss verursachen.
Aus demselben Grund sind auch Kühlschrank oder Gefrierfach keine gute Idee. Zwar fühlt sich das Handy danach zunächst kühl an, doch die Risiken durch Feuchtigkeit überwiegen den vermeintlichen Nutzen deutlich.
So kühlst du dein Handy richtig ab
Wenn dein Smartphone beim Laden sehr heiß geworden ist, solltest du zunächst den Ladevorgang beenden und das Ladekabel entfernen. Anschließend nimmst du am besten die Schutzhülle ab. Sie wirkt wie eine Isolierung und verhindert, dass die Wärme schnell entweichen kann.
Lege das Gerät anschließend an einen schattigen, gut belüfteten Ort – etwa auf einen Fliesenboden oder einen Tisch. Ein Ventilator kann den Abkühlprozess zusätzlich unterstützen, indem er die warme Luft um das Gerät herum abführt. Wichtig ist jedoch, dass das Smartphone langsam auf normale Temperatur zurückkehrt und nicht künstlich heruntergekühlt wird.
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So wird dein Handy beim Laden gar nicht erst zu heiß
Viele Hitzeprobleme lassen sich bereits vermeiden. Besonders wichtig ist, das Smartphone während des Ladevorgangs möglichst in Ruhe zu lassen. Wer gleichzeitig Videos schaut, spielt oder andere rechenintensive Apps nutzt, belastet Prozessor und Akku zusätzlich – dadurch entsteht noch mehr Wärme.
Ebenso entscheidend ist der richtige Untergrund. Auf Bettdecken, Sofas oder Kissen kann die Wärme kaum entweichen. Besser eignet sich eine harte, ebene Fläche mit guter Luftzirkulation. Außerdem solltest du dein Smartphone niemals in der prallen Sonne laden und möglichst originale oder zertifizierte Ladegeräte verwenden. Gerade günstige Netzteile können ineffizient arbeiten und zusätzliche Wärme erzeugen.
Falls dein Gerät Schnellladen unterstützt, kann es sich an besonders heißen Sommertagen lohnen, diese Funktion vorübergehend nicht zu nutzen. Zwar dauert der Ladevorgang dann etwas länger, dafür bleibt die Temperatur meist deutlich niedriger.
Temperaturwarnung? Dann solltest du sofort reagieren
Moderne Smartphones verfügen über integrierte Schutzmechanismen. Wird eine kritische Temperatur erreicht, drosseln sie automatisch ihre Leistung oder unterbrechen den Ladevorgang. Erscheint eine entsprechende Warnmeldung auf dem Display, solltest du das Gerät sofort vom Strom trennen und erst wieder laden, wenn es vollständig abgekühlt ist.
Denn dauerhafte Hitze belastet vor allem den Akku. Seine Kapazität nimmt schneller ab, wodurch sich die Laufzeit verkürzt. Langfristig können aber auch andere Bauteile unter den hohen Temperaturen leiden. Wer sein Smartphone an heißen Tagen richtig behandelt, verlängert deshalb nicht nur die Akkulebensdauer, sondern schützt das gesamte Gerät vor unnötigem Verschleiß.
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