Ratgeber

Gartenarbeit, Putzen, Wäsche waschen: Was sich mit Kaminasche alles machen lässt

Autorenbild: Andreas Steger

Unsere Artikel können Partnerlinks enthalten. Im Falle eines Kaufs des Produkts erhalten wir ggf. eine Provision.

immowelt App herunterladen

In Deutschland heizen rund 12 Millionen Haushalte mit Holz. Doch wohin mit der Asche, wenn das Feuer erloschen ist? Der mineralische Rückstand landet oft im Müll, obwohl er sich vielseitig weiterverwenden lässt – etwa als Dünger, Entfetter oder sogar als Frostschutz. Fünf einfache Tipps zeigen, wie sich Kaminasche sinnvoll und abfallfrei nutzen lässt.

Boden düngen

Holzasche enthält Kalzium, Kalium und wichtige Spurenelemente und eignet sich daher gut als natürlicher Bodenverbesserer. Dünn ausgestreut senkt sie den Säuregehalt des Bodens und kann das Pflanzenwachstum fördern. Wichtig ist die richtige Dosierung: Mehr als 70 bis 100 Gramm pro Quadratmeter sollten es nicht sein, da der Boden sonst zu alkalisch wird. Positiver Nebeneffekt: Asche wirkt auch als natürliche Barriere gegen Schnecken.

Geschirr entfetten

Ist kein Spülmittel zur Hand, kann Asche aushelfen. Einfach mit etwas Wasser zu einer leicht scheuernden Paste verrühren, auf einen feuchten Schwamm geben und damit das Geschirr reinigen. Die enthaltenen Karbonate lösen Fett zuverlässig. Allerdings ist Vorsicht geboten: Empfindliche Oberflächen können verkratzen. Die Methode eignet sich daher vor allem für Edelstahl, Gusseisen und andere robuste Materialien.

Vereiste Flächen enteisen

Bei Frost kann Holzasche eine umweltfreundliche Alternative zu Streusalz sein. Auf vereiste Wege oder Treppen gestreut, sorgt sie für mehr Griffigkeit und reduziert die Rutschgefahr. Gleichzeitig beschleunigt sie leicht das Schmelzen von Schnee und Eis, da die dunklen Partikel Sonnenwärme besser aufnehmen.

Anzeige

Wäsche waschen

Schon früher wurde Holzasche als Waschmittel genutzt. In heißem Wasser setzt sie Kaliumcarbonat frei, das eine reinigende Wirkung hat. Für die Herstellung einfach zwei Handvoll gesiebte Asche in ein Tuch geben, verschließen und 24 Stunden in heißem Wasser ziehen lassen. Die entstehende alkalische Flüssigkeit eignet sich gut für Küchenhandtücher, Putzlappen oder andere robuste Textilien.

Gerüche neutralisieren

Asche kann auch Gerüche binden. Eine kleine Menge im Kompost, im Mülleimer oder in der Katzentoilette hilft, unangenehme Gerüche zu reduzieren. Auch in Garage oder Keller aufgestellt, kann sie Feuchtigkeit und Gerüche teilweise aufnehmen – vorausgesetzt, sie wird regelmäßig erneuert.

Wichtiger Hinweis: Verwendet werden sollte ausschließlich Asche aus unbehandeltem Holz. Rückstände von lackiertem, lasiertem oder verleimtem Holz – etwa aus Paletten oder Spanplatten – können Schadstoffe enthalten und sind für die Weiterverwendung ungeeignet.

Nützliche Helfer für die Ascheverwertung

Wer Kaminasche sammeln und weiterverwenden möchte, kann auf praktische Hilfsmittel zurückgreifen:

(1)
5 von 5 Sternen
5
 
4
 
3
 
2
 
1
 
Deine Bewertung:

Seite weiterleiten

Artikel drucken

War dieser Artikel hilfreich?

immowelt Redaktionskodex

Die immowelt Redaktion verfügt über ein breites Immobilienwissen und bietet den Lesern sorgfältig recherchierte Informationen in hilfreichen Ratgebertexten. Der Anspruch der immowelt Experten ist es, komplexe Sachverhalte möglichst einfach wiederzugeben. Sämtliche Inhalte werden regelmäßig überprüft und verlässlich aktualisiert. Die immowelt Redaktion kann und darf keine rechtsgültige Beratung leisten. Für rechtsverbindliche Auskünfte empfehlen wir stets den Rat eines Fachanwalts, Eigentümer- oder Mieterverbands einzuholen.

Hier geht es zu unserem Impressum, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Hinweisen zum Datenschutz und nutzungsbasierter Online-Werbung.