Immobilienpreise

Frankfurter Umland: In diesen Kreisen lohnt sich der Hauskauf 2025

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Der Traum vom Eigenheim rückt für viele 2025 wieder näher – zumindest rund um Frankfurt am Main. Denn: In zahlreichen Landkreisen im 50-Kilometer-Umkreis sind die Angebotspreise für Bestandshäuser seit 2022 deutlich gesunken.

Wer jetzt kauft, kann teils fünfstellige Beträge sparen – sollte aber auch den Zustand der Immobilien im Blick behalten. Die immowelt Analyse zeigt, wo sich ein Hauskauf aktuell besonders lohnt – und was Käufer in Bezug auf Energieeffizienz beachten sollten.

 

1. Main-Taunus-Kreis

  • Ø Angebotspreis 2025: 4.404 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –16,2 %
     

Der westlich von Frankfurt gelegene Main-Taunus-Kreis führt das Ranking mit dem höchsten Preisverfall an. Orte wie Hofheim am Taunus, Kelkheim, Eschborn oder Flörsheim gelten als besonders begehrt – nun aber auch als deutlich erschwinglicher. Trotz weiter überdurchschnittlicher Preise sinkt die Einstiegshürde. Wer hier kauft, sollte allerdings berücksichtigen, dass rund 55 % der angebotenen Häuser in die energetisch schlechten Klassen F, G oder H fallen und Modernisierungsmaßnahmen häufig notwendig sind.

 

2. Kreis Groß-Gerau

  • Ø Angebotspreis 2025: 3.680 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –12,1 %
     

Zwischen Frankfurt, Mainz und Darmstadt gelegen, bietet der Kreis Groß-Gerau eine exzellente Lage für Pendler. In Städten wie Rüsselsheim am Main, Mörfelden-Walldorf, Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim ist die Nachfrage traditionell hoch. Der deutliche Preisrückgang öffnet neue Türen – allerdings zeigt sich auch hier Sanierungsbedarf: 59 % der angebotenen Häuser haben eine Energieeffizienzklasse im unteren Bereich.

 

3. Stadt Offenbach am Main

  • Ø Angebotspreis 2025: 3.939 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –11,6 %
     

Offenbach am Main, direkt angrenzend an Frankfurt, ist bekannt für seine urbane Vielfalt und zentrale Lage. Die Stadt profitiert von ihrem Wandel und entwickelt sich zunehmend zur Alternative für Frankfurt-Ausweicher. Der Rückgang von über 11 % schafft wieder Spielraum für Käufer mit begrenztem Budget. Dabei gilt auch hier: Über die Hälfte der Häuser – konkret 52 % – liegen in den Effizienzklassen F bis H.

 

4. Wetteraukreis

  • Ø Angebotspreis 2025: 2.965 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –8,5 %
     

Der Wetteraukreis, nördlich von Frankfurt, punktet mit Natur und guter Anbindung. Städte wie Friedberg, Bad Nauheim, Karben oder Nidda bieten attraktive Wohnlagen für Familien. Die Preise sind im Vergleich zu 2022 deutlich gefallen – und auch im Vergleich zu anderen Kreisen moderat. Mit einem Anteil von 53 % energetisch schlechter Häuser sollten Interessenten hier jedoch Investitionen in Dämmung, Heizung oder Fenster einkalkulieren.

 

5. Main-Kinzig-Kreis

  • Ø Angebotspreis 2025: 2.872 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –8,5 %
     

Östlich von Frankfurt liegt der vielfältige Main-Kinzig-Kreis mit Orten wie Hanau, Maintal, Gelnhausen und Schlüchtern. Die Region bietet sowohl städtisches Leben als auch ländliche Idylle. Der Rückgang der Hauspreise um 8,5 % macht den Kauf auch für Familien mit kleinerem Budget realistisch. Die energetische Situation ist hier leicht besser: 48 % der angebotenen Objekte gehören zu den Effizienzklassen F bis H.

 

6. Landkreis Darmstadt-Dieburg

  • Ø Angebotspreis 2025: 3.468 €/m²
  • Preisrückgang seit 2022: –6,3 %
     

Südlich von Frankfurt liegt der Landkreis Darmstadt-Dieburg, in dem Städte wie Dieburg, Groß-Zimmern, Pfungstadt oder Weiterstadt attraktive Wohnmöglichkeiten bieten. Der Preisrückgang fällt hier mit gut 6 % etwas moderater aus, trotzdem ergibt sich auch hier Spielraum für Käufer. Die Energieeffizienz zeigt sich im mittleren Bereich: 45 % der angebotenen Häuser weisen Sanierungsbedarf auf.

 

Fazit: 2025 – das Jahr für den Einstieg in den Immobilienmarkt?

Im 50-Kilometer-Umkreis von Frankfurt bieten viele Landkreise jetzt attraktive Einstiegsmöglichkeiten für Hauskäufer. Besonders der Main-Taunus-Kreis, Groß-Gerau und Offenbach stechen durch zweistellige Preisrückgänge hervor – trotz weiterhin guter Lagen. Wer sich auch mit einem Sanierungsvorhaben anfreunden kann, findet 2025 eine günstige Gelegenheit für den Hauskauf im Rhein-Main-Gebiet.

Wichtig: Der energetische Zustand vieler Bestandsimmobilien bleibt ein zentrales Thema. Ein hoher Anteil an Häusern mit schlechter Effizienzklasse bedeutet zusätzliche Kosten – aber auch Potenzial für langfristige Wertsteigerung durch Modernisierung.

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