Wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, wird der eigene Pool zum Lieblingsort im Garten. Doch gerade bei großer Hitze lauern einige Risiken, die viele Poolbesitzer nicht auf dem Schirm haben. Von Kälteschocks bis zu Keimen im Wasser gibt es einige Fehler, die besser vermieden werden sollten.
Diese Dinge solltest du trotz oder gerade wegen deines Pools beachten. Foto. stock.adobe.com / svetlana
Bis zu 36 Grad, regional sogar noch mehr: Deutschland steht vor einer der bislang heißesten Phasen des Jahres. Viele Menschen suchen dann Abkühlung im eigenen Pool im Garten. Doch was nach der perfekten Erfrischung klingt, kann bei extremer Hitze auch Probleme mit sich bringen. Zu warmes Wasser, ein plötzlicher Sprung ins kühle Nass oder mangelnde Wasserpflege können schnell zur Gefahr werden. Besonders für Kinder und ältere Menschen lohnt es sich deshalb, einige typische Fehler rund um den Pool zu kennen.
1. Nach stundenlangem Sonnenbaden direkt ins kalte Wasser springen
Wer stark aufgeheizt ist und sofort ins deutlich kühlere Wasser springt, riskiert einen Kälteschock. Dabei können Kreislaufprobleme, Schwindel oder sogar Ohnmacht auftreten.
Experten empfehlen, den Körper zunächst langsam abzukühlen, etwa durch das Benetzen von Armen, Beinen und Nacken.
2. Das Wasser wird zu warm und Keime vermehren sich
Viele freuen sich über angenehm warmes Poolwasser. Doch Temperaturen von über 28 bis 30 Grad haben einen Nachteil: Bakterien, Algen und andere Mikroorganismen können sich deutlich schneller vermehren.
Deshalb sollte bei Hitzewellen besonders auf Wasserpflege, ausreichende Filterlaufzeiten und die richtige Chlor-Konzentration geachtet werden.
3. Die Filteranlage läuft zu kurz
Ein häufiger Fehler ist es, Strom sparen zu wollen. Gerade im Hochsommer sollte die Filteranlage jedoch ausreichend lange laufen.
Als Faustregel gilt: Die tägliche Laufzeit sollte ungefähr der Wassertemperatur entsprechen. Bei 30 Grad Wassertemperatur sind also rund 30 Stunden Filterbetrieb innerhalb von zwei Tagen sinnvoll.
4. Kinder unbeaufsichtigt planschen lassen
Die meisten Badeunfälle passieren überraschend leise. Kinder können selbst in flachen Pools in Not geraten.
Aufblasbare Spielzeuge, Schwimmhilfen oder Luftmatratzen ersetzen keine Aufsicht. Erwachsene sollten Kinder am und im Wasser niemals unbeobachtet lassen.
5. Poolabdeckung tagsüber geschlossen lassen
Eine geschlossene Abdeckung kann das Wasser bei starker Sonneneinstrahlung zusätzlich aufheizen.
Dadurch steigen nicht nur die Wassertemperaturen, sondern auch das Risiko für Algenbildung und Keimwachstum. Bei extremer Hitze kann es sinnvoll sein, die Abdeckung zeitweise zu öffnen.
6. Zu wenig trinken
Wer im Wasser sitzt, merkt oft nicht, wie viel Flüssigkeit der Körper verliert. Gerade Kinder und ältere Menschen trinken dann häufig zu wenig.
Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und Konzentrationsstörungen können die Folge sein. Wasser bleibt auch im Pool die beste Begleitung.
7. Chlorwerte nicht häufiger kontrollieren
Hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und viele Badegäste belasten das Poolwasser zusätzlich.
Chlor wird schneller abgebaut und verliert an Wirkung. Deshalb sollten die Wasserwerte während einer Hitzewelle häufiger überprüft werden als üblich.
Was viele ebenfalls vergessen
Nicht nur Menschen leiden unter der Hitze. Auch Poolpumpen, Schläuche und Kunststoffteile können durch starke Sonneneinstrahlung schneller altern. Ein schattiger Standort für Technik und regelmäßige Kontrollen können teure Schäden verhindern.
Fazit: Die größte Gefahr im Sommer ist oft nicht das kalte Wasser, sondern das Gegenteil: zu warmes Wasser, mangelnde Hygiene und ein unterschätzter Kreislauf. Wer Wasserwerte, Filteranlage und die Sicherheit von Kindern im Blick behält, kann die Hitzewelle deutlich entspannter genießen.
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