Wenn die Temperaturen draußen auf über 30 Grad klettern, wird die Wohnung schnell zur Sauna. Eine Klimaanlage haben jedoch die wenigsten. Die gute Nachricht: Mit ein paar überraschend einfachen Tricks lässt sich die Hitze oft deutlich besser in Schach halten – und einige davon kosten kaum einen Euro.
Die Wärmeflasche wird im Sommer zur Kühlflasche. Foto: kanruthai / stock.adobe.com
1. Ein nasses Bettlaken vor das Fenster hängen
Klingt altmodisch, kann aber tatsächlich helfen – zumindest unter den richtigen Bedingungen. Ein leicht angefeuchtetes Bettlaken vor einem geöffneten Fenster sorgt dafür, dass vorbeiströmende Luft etwas Feuchtigkeit aufnimmt. Durch die sogenannte Verdunstungskälte fühlt sich die Luft angenehmer an.
Wichtig: Der Trick funktioniert vor allem bei trockener Sommerluft. Ist die Luftfeuchtigkeit ohnehin schon hoch, bringt das Laken kaum Abkühlung und kann die Wohnung zusätzlich aufheizen oder die Luft unangenehm feucht machen.
2. Die Wärmflasche wird zur Kühlflasche
Normalerweise spendet sie Wärme – im Sommer sorgt sie für das Gegenteil. Fülle eine Wärmflasche mit kaltem Wasser und lege sie für einige Stunden in den Kühlschrank. Anschließend kannst du sie mit aufs Sofa oder ins Bett nehmen.
Im Gegensatz zu Kühlakkus bleibt die Oberfläche angenehm weich und wird nicht eiskalt. So sorgt sie für eine sanfte Abkühlung, ohne unangenehm auf der Haut zu sein.
3. Den Boden kühlen statt die Luft
Viele versuchen, die Raumluft herunterzukühlen. Oft ist es jedoch effektiver, den Boden zu nutzen. Besonders Fliesen speichern Kälte deutlich besser als Teppiche oder Holz.
Einmal feucht durchwischen oder ein leicht angefeuchtetes Tuch auf den Fliesen ausbreiten kann dafür sorgen, dass sich der Raum deutlich angenehmer anfühlt. Gleichzeitig verdunstet das Wasser langsam und erzeugt zusätzliche Verdunstungskälte.
4. Der Ventilator-Trick mit zwei Fenstern
Ein Ventilator kühlt die Luft nicht – er bewegt sie nur. Deutlich wirkungsvoller wird er, wenn du ihn nachts gezielt einsetzt.
Öffne zwei gegenüberliegende Fenster und stelle den Ventilator an eines davon, sodass er die warme Luft nach draußen bläst. Dadurch entsteht ein leichter Unterdruck, der kühlere Nachtluft automatisch durch das zweite Fenster in die Wohnung zieht. So wird die aufgeheizte Luft deutlich schneller ausgetauscht.
5. Backofen und Spülmaschine erst nach Sonnenuntergang nutzen
Jeder Backvorgang und selbst eine Spülmaschine im Trocknungsprogramm geben erstaunlich viel Wärme an den Raum ab. An heißen Tagen kann das die Temperatur in der Wohnung zusätzlich steigen lassen.
Wer kocht, backt oder die Spülmaschine erst am späten Abend einschaltet, verhindert, dass sich die Räume tagsüber noch weiter aufheizen. Noch besser: An besonders heißen Tagen auf kalte Speisen oder den Grill im Garten ausweichen.
6. Weiße Bettwäsche statt dunkler
Die Farbe deiner Bettwäsche macht tatsächlich einen Unterschied. Helle Stoffe reflektieren einen größeren Teil der Wärmestrahlung, während dunkle Farben sie stärker aufnehmen.
Weiße oder helle Bettwäsche fühlt sich deshalb oft etwas kühler an und heizt sich bei direkter Sonneneinstrahlung weniger auf. Das sorgt zwar nicht für Wunder, kann aber gerade in tropischen Nächten den Schlaf etwas angenehmer machen.
7. Luftpolsterfolie ans Dachfenster kleben
Wer unter dem Dach wohnt, kennt das Problem: Dachfenster lassen besonders viel Sonnenwärme in die Wohnung. Eine überraschend einfache Notlösung ist Luftpolsterfolie.
Mit etwas Wasser auf der Außenseite des Fensters haftet sie kurzfristig am Glas und reflektiert einen Teil der Sonneneinstrahlung. Dadurch gelangt deutlich weniger Wärme in den Raum. Noch besser wirkt allerdings ein außenliegender Sonnenschutz wie eine Markise oder ein Rollladen. Die Luftpolsterfolie eignet sich daher vor allem als günstige Übergangslösung an besonders heißen Tagen.
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