Der Sommerurlaub ist gebucht, die Koffer stehen bereit. Doch während viele Menschen am Strand entspannen, nutzen Einbrecher die Ferienzeit gezielt aus. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich verringern.
Vor allem während der Ferienzeit nutzen Einbrecher die Abwesenheit vieler Hausbewohner aus. Mit der richtigen Sicherung von Fenstern und Türen lässt sich das Risiko eines Einbruchs deutlich reduzieren. Foto: Gina Sanders / stock.adobe.com
Einbrecher achten auf ein Haus, das verlassen wirkt
Wer zwei oder drei Wochen verreist, hinterlässt oft ungewollt deutliche Spuren. Ein überquellender Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden oder jeden Abend komplett dunkle Fenster signalisieren: Hier ist gerade niemand zu Hause.
Genau deshalb empfehlen Sicherheitsexperten, das Haus oder die Wohnung möglichst bewohnt wirken zu lassen. Schon kleine Veränderungen können potenzielle Täter abschrecken.
Licht und Rollläden automatisch steuern
Zeitschaltuhren gehören zu den einfachsten Möglichkeiten, Anwesenheit vorzutäuschen. Lampen im Wohnzimmer oder Flur können sich am Abend automatisch einschalten und später wieder ausgehen.
Noch realistischer arbeiten smarte Systeme. Sie steuern Licht, Rollläden oder sogar Musik zu unterschiedlichen Zeiten und simulieren den normalen Alltag. Ein Haus, in dem sich scheinbar etwas bewegt, ist für Einbrecher deutlich weniger attraktiv.
Nachbarn können der beste Einbruchschutz sein
Vertrauenswürdige Nachbarn sind oft wirksamer als teure Technik. Sie können
- den Briefkasten regelmäßig leeren
- Mülltonnen zur Straße stellen und wieder zurückholen
- Rollläden gelegentlich verändern
- auf ungewöhnliche Aktivitäten achten
So wirkt das Haus auch während längerer Reisen bewohnt.
Fenster und Türen sorgfältig sichern
Viele Einbrüche dauern nur wenige Minuten. Oft gelangen Täter durch leicht erreichbare Fenster oder schlecht gesicherte Terrassen und Balkontüren ins Haus.
Vor der Abreise sollte deshalb überprüft werden, ob
- alle Fenster vollständig geschlossen sind
- Balkon und Terrassentüren abgeschlossen wurden
- Keller und Garagen nicht offen stehen
- Ersatzschlüssel nicht im Blumentopf oder unter der Fußmatte versteckt sind
Vorsicht mit Urlaubsbildern in sozialen Netzwerken
Die Vorfreude ist groß, doch Fotos vom Flughafen oder ein Countdown bis zur Abreise verraten schnell, dass das Zuhause leer steht. Wer Beiträge öffentlich teilt, gibt diese Information unter Umständen auch Menschen preis, die sie nicht kennen sollten.
Sicherer ist es, Urlaubsbilder erst nach der Rückkehr zu veröffentlichen oder die Sichtbarkeit auf Freunde und Familie zu beschränken.
Wertsachen nicht offen liegen lassen
Schmuck, Bargeld oder wichtige Dokumente sollten nicht gut sichtbar im Schlafzimmer oder Wohnzimmer aufbewahrt werden. Wertgegenstände gehören idealerweise in einen fest verankerten Tresor oder in ein Bankschließfach.
Auch Fahrzeugschlüssel sollten nicht direkt neben der Haustür liegen. Moderne Autos können sonst unter Umständen leichter gestohlen werden.
Smarte Technik informiert auch aus der Ferne
Video-Türklingeln, Alarmanlagen oder Bewegungsmelder lassen sich heute häufig per Smartphone überwachen. Viele Systeme senden sofort eine Benachrichtigung, wenn sich jemand auf dem Grundstück bewegt oder eine Tür geöffnet wird.
Sie ersetzen zwar keine mechanische Sicherung, können aber helfen, ungewöhnliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.
Eine kurze Checkliste vor der Abreise
Vor dem Start in den Urlaub lohnt sich ein letzter Rundgang:
- Fenster und Türen schließen und abschließen
- Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Funktionen aktivieren
- Briefkastenleerung organisieren
- Wertsachen sicher verstauen
- Ersatzschlüssel entfernen
- Urlaubsfotos erst nach der Rückkehr posten
Wer sein Zuhause nicht verlassen wirken lässt und einige einfache Sicherheitsmaßnahmen trifft, kann den Sommerurlaub meist deutlich entspannter genießen. Schon wenige Handgriffe reichen oft aus, um Einbrechern das Leben erheblich schwerer zu machen.
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